Die Studie zeigt: Streamingservices sind im Alltag omnipräsent, während traditionelle Formate einen Rückgang verzeichnen – jedoch nicht gänzlich an Relevanz verlieren. Besonders TV erweist sich weiterhin als resilient. Social Media ist geprägt von einer Kluft zwischen den Generationen, und Künstliche Intelligenz verändert die Mediennutzung tiefgreifend.
Die Media Consumer Trends 2026 untersuchen in der 17. Auflage (vormals unter dem Titel Media Consumer Survey) auf Basis von 2.000 repräsentativen Interviews, welche Einstellungen und Muster die Mediennutzung in Deutschland prägen. In einem zunehmend fragmentierten Medienangebot versuchen Anbieter mehr denn je, ihren Anteil an der Nutzungszeit auszubauen. Ein weiterer Treiber des Wandels ist der zunehmende Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Trotz einer grundsätzlichen Offenheit der Befragten gegenüber KI bleibt jedoch eine zentrale Frage bestehen: Wie lassen sich KI-generierte Inhalte oder Deepfakes sicher erkennen?
Die diesjährigen Media Consumer Trends zeigen: Neue Angebote gewinnen schnell an Bedeutung, ohne dass etablierte Medienformen stark an Relevanz verlieren. Gleichzeitig unterscheiden sich die Nutzungsgewohnheiten der Generationen zunehmend, was zielgruppenspezifische Strategien wichtiger denn je macht. Medienunternehmen müssen in diesem Umfeld die Nachfrageseite des Marktes genau verstehen und auf Veränderungen der Nutzerpräferenzen zügig reagieren. Aus den aktuellen Rückmeldungen der Befragung ergeben sich fünf konkrete Handlungsfelder.
Laden Sie hier die vollständige Studie Media Consumer Trends 2026 herunter und erfahren Sie alle Ergebnisse im Detail.
Video-Streaming ist ein reifer Markt, in dem intensivere Nutzung nicht automatisch zu mehr Abos führt. Die Konsolidierung von Diensten kann eine neue Chance sein, den Markt weiterzuentwickeln und gleichzeitig Komplexität für Nutzer:innen zu reduzieren.
Thomas Henkel, Partner, Media & Entertainment, Deloitte
Die Verbraucher:innen zeigen sich aufgeschlossen und experimentieren mit den Möglichkeiten von KI-Anwendungen. Gleichzeitig führen KI-Inhalte im Netz zu Verunsicherung. Es braucht klare Lösungen wie transparente Kennzeichnung, um Vertrauen im digitalen Raum zu stärken.
Sophie Pastowski, Director, Media & Entertainment, Deloitte
Radio und Streaming dominieren die Audio-Nutzung im Alltag. Gleichzeitig wollen 53 Prozent ihre Lieblingsmusik auch besitzen. Die eigene Musiksammlung bleibt also auch 2026 weiter gefragt.
Ralf Esser, Senior Manager, Leiter Industry Insights, Deloitte