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Media Consumer Trends 2026

Acht Thesen zur Mediennutzung in Deutschland

Die Studie zeigt: Streamingservices sind im Alltag omnipräsent, während traditionelle Formate einen Rückgang verzeichnen – jedoch nicht gänzlich an Relevanz verlieren. Besonders TV erweist sich weiterhin als resilient. Social Media ist geprägt von einer Kluft zwischen den Generationen, und Künstliche Intelligenz verändert die Mediennutzung tiefgreifend.

Befragung zur aktuellen Mediennutzung in Deutschland

Die Media Consumer Trends 2026 untersuchen in der 17. Auflage (vormals unter dem Titel Media Consumer Survey) auf Basis von 2.000 repräsentativen Interviews, welche Einstellungen und Muster die Mediennutzung in Deutschland prägen. In einem zunehmend fragmentierten Medienangebot versuchen Anbieter mehr denn je, ihren Anteil an der Nutzungszeit auszubauen. Ein weiterer Treiber des Wandels ist der zunehmende Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Trotz einer grundsätzlichen Offenheit der Befragten gegenüber KI bleibt jedoch eine zentrale Frage bestehen: Wie lassen sich KI-generierte Inhalte oder Deepfakes sicher erkennen?

Die zentralen Ergebnisse der Media Consumer Trends 2026:

Stabile Nutzungsmuster trotz dynamischer Entwicklungen

Die diesjährigen Media Consumer Trends zeigen: Neue Angebote gewinnen schnell an Bedeutung, ohne dass etablierte Medienformen stark an Relevanz verlieren. Gleichzeitig unterscheiden sich die Nutzungsgewohnheiten der Generationen zunehmend, was zielgruppenspezifische Strategien wichtiger denn je macht. Medienunternehmen müssen in diesem Umfeld die Nachfrageseite des Marktes genau verstehen und auf Veränderungen der Nutzerpräferenzen zügig reagieren. Aus den aktuellen Rückmeldungen der Befragung ergeben sich fünf konkrete Handlungsfelder.

SVoD-Anbieter sollten ungenutztes Wachstumspotenzial insbesondere bei älteren Zielgruppen erschließen und ihre zeitlich begrenzten Sonderangebote stärker ausspielen. Gleichzeitig bleibt es wichtig, die weiterhin vorhandene Resilienz linearer Angebote in der strategischen Planung mitzudenken.

Lokale Inhalte bieten Chancen, müssen aber realistisch bewertet werden, da ein umfassendes Comeback gedruckter Nachrichtenprodukte unwahrscheinlich ist. Der Fokus sollte deshalb klar auf digitalen Publishing-Angeboten liegen, die nachhaltig skalierbar sind.

Zur Stabilisierung des Radiokonsums kann die Stärkung der Informationskompetenz eine wichtige Rolle spielen. Zudem lohnt es sich, die bestehende Nachfrage nach einer eigenen physischen Musiksammlung mit hochwertigen, sammelbaren Editionen gezielt zu bedienen.

Rückgänge in älteren Zielgruppen sollten als frühes Warnsignal verstanden werden und entsprechende Anpassungen anstoßen. Gleichzeitig ist mehr Transparenz über Deepfakes entscheidend, um Vertrauen in Plattformen langfristig zu sichern.

Für langfristigen Erfolg braucht es KI-Lösungen, die klar funktional sind und echten Mehrwert bieten. Zudem können passgenauere Preismodelle dazu beitragen, die vorhandene Zahlungsbereitschaft besser auszuschöpfen.

Laden Sie hier die vollständige Studie Media Consumer Trends 2026 herunter und erfahren Sie alle Ergebnisse im Detail.

Video-Streaming ist ein reifer Markt, in dem intensivere Nutzung nicht automatisch zu mehr Abos führt. Die Konsolidierung von Diensten kann eine neue Chance sein, den Markt weiterzuentwickeln und gleichzeitig Komplexität für Nutzer:innen zu reduzieren.

Thomas Henkel, Partner, Media & Entertainment, Deloitte

Die Verbraucher:innen zeigen sich aufgeschlossen und experimentieren mit den Möglichkeiten von KI-Anwendungen. Gleichzeitig führen KI-Inhalte im Netz zu Verunsicherung. Es braucht klare Lösungen wie transparente Kennzeichnung, um Vertrauen im digitalen Raum zu stärken.

Sophie Pastowski, Director, Media & Entertainment, Deloitte

Radio und Streaming dominieren die Audio-Nutzung im Alltag. Gleichzeitig wollen 53 Prozent ihre Lieblingsmusik auch besitzen. Die eigene Musiksammlung bleibt also auch 2026 weiter gefragt.

Ralf Esser, Senior Manager, Leiter Industry Insights, Deloitte