Zum Hauptinhalt springen

Global Automotive Consumer Study 2026

Welche Verbrauchertrends und disruptiven Technologien werden in diesem Jahr entscheidend für die deutsche Automobilindustrie und die weltweiten Automärkte? Erfahren Sie hier die wichtigsten Ergebnisse unserer globalen Automobil-Verbraucherstudie 2026, die unter anderem zentrale Themen wie Elektromobilität, Konnektivität, Software Defined Vehicle (SDV) und Markentreue behandelt.

Nie zuvor hat sich die Automobilbranche in einem derart grundlegenden und dynamischen Wandel befunden. Während sich die Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter beschleunigen, stehen im Zentrum des Umbruchs weiterhin die Verbraucher:innen - diese werden zunehmend preisbewusster und legen nicht nur Wert auf Qualität und Innovation, sondern auch auf Vertrauen und Transparenz. Steigende Fahrzeugpreise und höhere Finanzierungskosten haben die Frage der Erschwinglichkeit in den Vordergrund gerückt: Viele Konsumenten:innen hinterfragen deshalb, was den Wert von Mobilität wirklich ausmacht und welche Erwartungen sie an Automarken haben.

Seit mehr als einem Jahrzehnt liefert die Global Automotive Consumer Study von Deloitte der Branche hilfreiche Erkenntnisse und Einblicke, um den sich schnell wandelnden Markt besser zu verstehen. Die diesjährige Ausgabe basiert auf der Befragung von mehr als 28.500 Verbraucher:innen aus 27 wichtigen Automobilmärkten weltweit.

 

Key Facts: Fünf zentrale Trends der Global Automotive Consumer Study 2026

  • Die weltweite Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) ist regional unterschiedlich stark ausgeprägt, während das Interesse an Hybridfahrzeugen insgesamt weiter zunimmt. Verbraucher:innen wägen insbesondere Aspekte wie Erschwinglichkeit, Lademöglichkeiten und Alltagstauglichkeit ab.
  • Die Markentreue verschiebt sich weiter: In etablierten Märkten wie beispielsweise Japan ist die Bindung an Marken stark, während in Märkten mit vielen Erstbesitzer:innen die Bereitschaft zum Markenwechsel größer ist.
  • Die Konsument:innen legen größten Wert auf Connectivity-Funktionen, die die Sicherheit verbessern, während sie weiterhin erhebliche Bedenken hinsichtlich der Datenweitergabe haben.
  • Viele Verbraucher:innen stehen KI-gestützter Personalisierung und Over the air (OTA)-basierten Upgrades, die die Funktionalität und Nutzen eines Fahrzeugs im Laufe der Zeit erhöhen, offen gegenüber.
  • Bei der Auswahl und Bewertung von Fahrzeugserviceanbietern legen sie besonderen Wert auf Servicequalität, Vertrauen und Transparenz.

 

Trend 1: Elektrofahrzeuge gewinnen weiter an Attraktivität

In den Vereinigten Staaten bevorzugt die Mehrheit der Befragten nach wie vor Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Dagegen wächst in Indien, Deutschland und dem Vereinigten Königreich mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Elektrofahrzeugen die Zahl der Verbraucher:innen, die beim nächsten Fahrzeugkauf elektrifizierte Antriebe wählen würden (siehe Abb. 1). Gefragt nach den Hauptgründen für die Wahl eines Elektrofahrzeugs beim nächsten Autokauf, zählen niedrigere Kraftstoffkosten sowie Umweltbewusstsein weiterhin zu den wichtigsten Faktoren, die genannt werden.             

Abb. 1 – Favorisierte Antriebsarten beim nächsten Autokauf

Anmerkung: Die Kategorie Sonstige umfasst mit Erdgas- und Wasserstoff betriebene Fahrzeuge. Durch Rundungen der Dezimalwerte können die Gesamtwerte geringfügig über oder unter 100 Prozent liegen.

Frage: Welchen Antrieb würden Sie bei Ihrem nächsten Fahrzeug bevorzugen?

Stichprobengröße: n= 859 [China]; 1,280 [Deutschland]; 1,346 [Indien]; 683 [Japan]; 909 [Südkorea]; 5,196 [Südostasien]; 1,363 [Vereinigtes Königreich]; 944 [Vereinigte Staaten]

Beim Laden ihres Fahrzeugs außerhalb des eigenen Zuhauses bevorzugen die meisten befragten potenziellen Elektroautokäufer:innen – mit Ausnahme derjenigen in Deutschland – eine speziell eingerichtete Ladestation gegenüber einer herkömmlichen Tankstelle (siehe Abb. 2). In Deutschland dagegen würden die meisten am liebsten an Tankstellen laden (27%). Ein Grund dafür könnte die gute Auffindbarkeit von Tankstellen sein. Diese sind häufig zentral gelegen und gut sichtbar, was den Zugang zu Ladeinfrastruktur erleichtert.

Abb. 2 – Bevorzugte Standortwahl für öffentliche Ladeinfrastruktur

Anmerkung: Die Kategorie Sonstige entält u.a. öffentliche Gebäude und Hotel. Durch Rundungen der Dezimalwerte können die Gesamtwerte geringfügig über oder unter 100 Prozent liegen.

Frage: Wo würden Sie Ihr Elektrofahrzeug am liebsten aufladen, wenn Sie nicht zu Hause sind?

Stichprobengröße: n= 312 [China]; 327 [Deutschland]; 266 [Indien]; 74 [Japan]; 196 [Südkorea]; 1,247 [Südostasien]; 307 [Vereinigtes Königreich]; 116 [Vereinigte Staaten]  

Trend 2: Markentreue beim Fahrzeugkauf regionalunterschiedlich

Japan sticht mit einer besonders hohen Markentreue von 51 Prozent hervor, während die Befragten in Großbritannien, den USA, Südkorea und Deutschland eher zum Markenwechsel neigen (siehe Abb. 3). In Deutschland gab gut ein Viertel der Befragten an, beim nächsten Autokauf eine andere Marke zu wählen. Über ein Drittel dieser Gruppe nannte als Hauptgrund den Wunsch, etwas Neues ausprobieren zu wollen. Ein weiteres Fünftel der Befragten begründete den geplanten Markenwechsel damit, dass die neue Marke über die gewünschten Technologien und Funktionen verfügen würde.

Abb. 3 – Markentreue der Befragten: Anteil mit identischer Marke nach Fahrzeugwechsel

Anmerkung: Durch Rundungen der Dezimalwerte können die Gesamtwerte geringfügig über oder unter 100 Prozent liegen.

Frage: War Ihr vorheriges Fahrzeug von derselben Marke?

Stichprobengröße: n= 905 [China]; 1,119 [Deutschland]; 1,048 [Indien]; 519 [Japan]; 646 [Südkorea]; 3,870 [Südostasien]; 1,144 [Vereinigtes Königreich]; 836 [Vereinigte Staaten]

Dies unterstreicht, wie wichtig es für die Hersteller ist, sich bei der Kundengewinnung und Kundenbindung auf jene Faktoren zu fokussieren, die den Wert einer Marke ausmachen. In allen untersuchten Märkten sind Produktqualität, Fahrzeugleistung und Preis die wichtigsten Faktoren für die Markenwahl, während Faktoren wie Werbung, Markenbindung und Finanzierungskonditionengeringeren Einfluss haben.

 

Trend 3: Konnektivität im Zeichen von Sicherheit

Die Befragten sind am ehesten bereit, für sicherheitsrelevante Funktionen zu zahlen – insbesondere für Notfallhilfe, automatische Erkennung anderer Fahrzeuge und Verkehrsteilnehmer sowie Diebstahlsicherung (siehe Abb. 4). Bei der Weitergabe von Daten aus vernetzten Fahrzeugen, darunter Informationen von synchronisierten Geräten, von Kameras im Innenraum und Fahrzeugstandortsdaten bestehen hingegen weitverbreitet Bedenken unter den Befragten, was die zunehmende Sensibilisierung in Bezug auf Datenschutz und den sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten unterstreicht.

Abb. 4 – Zahlungsbereitschaft für einzelne vernetzte Fahrzeugdienste (Anteil zahlungswilliger Befragter, Mehrfachnennungen möglich)

Frage: Inwieweit wären Sie bereit, für jeden der folgenden vernetzten Fahrzeugdienste extra zu bezahlen? (Auswahl zwischen: überhaupt nicht bereit; eher nicht bereit; neutral; in gewissem Maße bereit; bereit)

Stichprobengröße: n= 859 [China]; 1,280 [Deutschland]; 1,346 [Indien]; 683 [Japan]; 909 [Südkorea]; 5,196 [Südostasien]; 1,363 [Vereinigtes Königreich]; 944 [Vereinigte Staaten]

Trend 4: Software Defined Vehicle (SDV)

Die Akzeptanz für SDVs ist in Schwellenländern am stärksten ausgeprägt, während das Interesse in etablierten Märkten deutlich geringer ist (s. Abb. 5). 

Abb. 5 – Wahrgenommener Nutzen von softwaredefinierten Fahrzeugen

Anmerkung: Durch Rundungen der Dezimalwerte können die Gesamtwerte geringfügig über oder unter 100 Prozent liegen.

Frage: Softwaredefinierte Fahrzeuge ermöglichen die Anpassung und Erweiterung von Funktionen nicht nur vor dem Kauf, sondern während des gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs. Wie nützlich finden Sie die Vorstellung, dass Ihr nächstes Fahrzeug hauptsächlich softwaredefiniert ist?

Stichprobengröße: n= 859 [China]; 1,280 [Deutschland]; 1,346 [Indien]; 683 [Japan]; 909 [Südkorea]; 5,196 [Südostasien]; 1,363 [Vereinigtes Königreich]; 944 [Vereinigte Staaten]

In China und Indien ist außerdem die Bereitschaft, für Over-the-Air-Update Funktionen (OTA) einen Aufpreis zu zahlen, am höchsten, während die befragten Verbraucher:innen in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten weniger zahlungsbereit sind. (OTA)-Software-Updates können bestimmte Werkstattbesuche ersetzen. Viele der Befragten weltweit geben an, dass sie ihr Fahrzeug wahrscheinlich länger behalten würden, wenn es regelmäßig OTA-Updates erhalten würde, die neue Funktionen, Sicherheitsverbesserungen oder Leistungssteigerungen hinzufügen. Kontinuierliche Software-gesteuerte Upgrades könnten also eine wichtige Rolle bei derVerlängerung der Fahrzeughaltedauer spielen.

 

Trend 5: Wartung und Service – Qualität zählt

Die meisten Befragten haben den zuletzt erfolgten Wartungsservice ihres Fahrzeugs bei einem Vertrags- oder dem Neuwagenhändler durchführen lassen, obwohl ein hoher Anteil in Deutschland, Südkorea und Großbritannien auch auf Drittanbieter zurückgreift (siehe Abb. 6). Als wichtigsten Faktor für die Wahl des Serviceanbieters gaben Verbraucher:innen vor allem die Qualität der ausgeführten Arbeiten an. Damit können Anbieter Vertrauen aufbauen, was langfristig zu einer erhöhten Kundentreue und Weiterempfehlungsbereitschaft führen kann.

Abb. 6 – Fahrzeugwartung: Präferierte Dienstleister

Anmerkung: Durch Rundungen der Dezimalwerte können die Gesamtwerte geringfügig über oder unter 100 Prozent liegen.

Frage: Wo haben Sie zuletzt Ihr Fahrzeug warten lassen?

Stichprobengröße: n= 905 [China]; 1,119 [Deutschland]; 1,048 [Indien]; 518 [Japan]; 646 [Südkorea]; 3,870 [Südostasien]; 1,144 [Vereinigtes Königreich]; 836 [Vereinigte Staaten]

Interessieren Sie sich für weitere Ergebnisse unserer Global Automotive Consumer Study 2026?

Laden Sie hier die vollständige Studie herunter, um weitere Informationen über die wichtigsten Verbrauchertrends in der Autoindustrie zu erhalten.

Fanden Sie dies hilfreich?

Vielen Dank für Ihr Feedback