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Digital Sovereignty: Nachfrage nach europäischen Cloud-Lösungen wächst

Souveräne Cloud-Dienste zwischen Konsumentennachfrage und Vertrauenskrise

Die Deutschen machen sich zunehmend Sorgen um die technologische Souveränität ihres Landes. Im Rahmen einer repräsentativen Online-Erhebung wurden im Oktober 2025 und im April 2026 jeweils 1.000 Personen aus Deutschland im Auftrag von Deloitte befragt. Eine Mehrheit (63%) sieht derzeit eine wachsende Abhängigkeit von ausländischen Anbietern. Gleichzeitig werden europäische Cloud-Dienste klar favorisiert, nicht nur für sensible Daten. Wen die Befragten bei Bereitstellung solcher Infrastrukturen in der Verantwortung sehen und wie es um das Vertrauen in die Stärke des Standortes Deutschland steht, zeigt das aktuelle Whitepaper.

Key Takeaways

  • Die wachsende Sorge um die digitale Souveränität treibt die Nachfrage nach europäischen Cloud-Diensten – ein erhebliches Marktpotenzial für Anbieter sicherer Cloud-Infrastruktur.
  • Gleichzeitig offenbart der geringe Marktanteil europäischer Cloud-Anbieter bei steigenden Erwartungen an staatliche Verantwortung eine Versorgungslücke, die gezielte Investitionen und politische Förderung erfordert.
  • Die Befragung zeigt eine klare Präferenz deutscher oder europäische Server als Speicherort für persönliche Daten.
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Die Sorge um die technologische Souveränität Deutschlands hat in den vergangenen sechs Monaten deutlich zugenommen: Der Anteil der Befragten, die eine wachsende Abhängigkeit von ausländischen Technologieanbietern befürchten, stieg um 13 Prozentpunkte gegenüber unserer Befragung Ende 2025. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und wirtschaftlicher Unsicherheiten deutet diese Entwicklung auf ein sinkendes Vertrauen in die technologische Stärke und Unabhängigkeit Deutschland. Ein Viertel der Befragten stimmt „voll und ganz“ zu und weitere 38 Prozent stimmen zu, dass sie besorgt sind, dass Deutschland in Zukunft abhängig von ausländischen Technologieanbietern ist.

Mit der steigenden Sorge um technologische Abhängigkeiten wächst in Deutschland der Wunsch, Daten auf deutschen oder europäischen Servern zu speichern – nur noch 17 Prozent messen diesem Thema keine Bedeutung bei. Besonders schützenswert gelten sensible Daten wie Bank-, Verwaltungs- und Gesundheitsdokumente, während Social-Media-Profile und Fitnessdaten als weniger kritisch eingestuft werden. Insgesamt zeigt sich eine klare Präferenz für europäische Cloud-Lösungen und ein erhebliches Marktpotenzial für entsprechende Angebote.

Die Deutschen sehen den Staat in der Verantwortung

Europäische Cloud-Anbieter haben hierzulande aktuell nur etwa 15 Prozent Marktanteil. Damit kann der klar geäußerte Wunsch der Befragten nach Rechenzentren „Made in Germany or Europe“ nicht von den vorhandenen Kapazitäten bedient werden. Ein Rechenzentren-Ausbau ist ohne staatliche Unterstützung unsicher, weshalb Maßnahmen wie Förderprogramme oder Standortpolitik nötig erscheinen. Viele Deutsche befürworten das: 73 Prozent der Befragten sehen sichere die digitale Infrastruktur als staatliche Aufgabe – ein Zeichen für große Erwartungen an den Staat und den hohen Stellenwert digitaler Sicherheit.

Digitale Vertrauenskrise

Aktuell fehlt in Deutschland sowohl das Vertrauen in die eigene technologische Stärke als auch in die Zuverlässigkeit von Cloud-Anbietern. Gleichzeitig offenbart die Befragung eine starke Präferenz heimischer und europäischer Lösungen.

Daraus ergeben sich zwei zentrale Handlungsfelder für Unternehmen und Staat:

  1. Ausbau europäischer Cloud-Infrastrukturen durch gezielte Investitionen
  2. stärkere, positive Kommunikation, um das Vertrauen in die deutsche Technologiebranche nachhaltig zu verbessern

Deutschland braucht jetzt überzeugende, souveräne Cloud-Angebote, um Vertrauen und digitale Unabhängigkeit zu stärken.

Dr. Andreas Gentner, Managing Partner TMT Industry | Lead Partner Digital Sovereignty, Deloitte Deutschland  

Laden Sie hier das vollständige Whitepaper herunter, um alle Informationen im Detail zu erfahren.

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