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Top 100 der weltweit größten Bauunternehmen: Global Powers of Construction

Aktuelle Zahlen und Fakten zur weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung der Baubranche

Der Deloitte-Report analysiert die Strategien und die Performance der hundert weltweit größten börsennotierten Baukonzerne im Jahr 2025 und beleuchtet die Zukunftsperspektiven für die Bauindustrie. Die aktuelle, neunte Auflage zeigt, dass die Branche weiterhin vor Herausforderungen steht, aber die mittel- und langfristigen Aussichten positiv sind.

Die 100 größten börsennotierten Bauunternehmen der Welt erwirtschafteten 2025 einen Gesamtumsatz von über 1,972 Billionen US-Dollar, das entspricht einem leichten Rückgang um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so der neue Deloitte Report Global Powers of Construction (GPoC). 


Der chinesische Baugigant China State Construction Engineering Corp. Ltd. (CSCEC) führt nach wie vor die Rangliste an und erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von circa 289,7 Milliarden USD. Mit deutlichem Rückstand folgen weitere chinesische Unternehmen wie China Railway Group Ltd. (CREC) auf Rang 2 mit rund 152 Milliarden USD Umsatz und China Railway Construction Corp. (CRCC) auf Rang 3 mit circa 143 Milliarden USD.


Unter den Top 10 befinden sich insgesamt sieben chinesische Unternehmen. Dazu kommen die beiden französischen Bauunternehmen Vinci auf Platz 6 und Bouygues auf Rang 7. Auf dem zehnten Rang platziert sich das spanische Unternehmen Actividades de construction y servicios (ACS). Die Dominanz der chinesischen Unternehmen im globalen Ranking ist vor allem auf die Größe ihres heimischen Baumarktes zurückzuführen. Im Umsatzranking der Top 100 ist kein deutsches Bauunternehmen vertreten.

„Die globale Bauindustrie befindet sich in einem anspruchsvollen Marktumfeld. Steigende Finanzierungskosten, geopolitische Unsicherheiten und eine schwächere Nachfrage in einzelnen Segmenten bremsen die Entwicklung vieler Unternehmen. Gleichzeitig bleiben die langfristigen Wachstumsperspektiven intakt: Urbanisierung, Infrastrukturinvestitionen und die zunehmende Diversifizierung der Geschäftsmodelle schaffen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum in der Branche.“

Oliver Bendig, Industrial Products & Construction Lead bei Deloitte Deutschland

Weitere Ergebnisse des Reports zu den 30 größten Bauunternehmen und deren Strategien im Markt

 

Marktkapitalisierung und Umsätze

Die gesamte Marktkapitalisierung der weltweit 30 größten Bauunternehmen stieg im Jahr 2024 um 9,2 Prozent auf circa 667,2 Milliarden USD. Dabei zeigt sich, dass dieser Zuwachs vor allem durch die starke Performance der EU-Konzerne getrieben ist (so verzeichneten etwa Strabag +132,5%, ACS +98,6% und Acconia +94,0%, aber auch Bouygues, Eiffage und Ferrovial haben deutlich zugelegt). Die größten Rückgänge fielen auf die US-Unternehmen, aber auch die asiatischen Unternehmen – vornehmlich die großen Bauunternehmen aus der Volksrepublik – weisen geringere Zahlen auf als im Vorjahr. 

Die Umsatzzahlen zeichnen ein Bild, das von einer uneinheitlichen Entwicklung in den verschiedenen Regionen und Unternehmen geprägt war. Während einige Unternehmen – gestützt durch gut gefüllte Auftragsbücher und Infrastrukturinvestitionen – ein solides Wachstum erzielten, verzeichneten andere Rückgänge, die vor allem auf Währungseffekte, eine Normalisierung nach starken Vorjahren oder eine schwächere Nachfrage im Wohnbausegment zurückzuführen waren. Auch makroökonomische Unsicherheiten, finanzielle Engpässe und Herausforderungen in der Lieferkette spielten hier eine Rolle. 


Urbanisierung stützt langfristiges Wachstum

Die Urbanisierung bleibt der stärkste langfristiger Treiber, der die Wachstumsaussichten der Baubranche bestimmt. Während derzeit rund die Hälfte der Weltbevölkerung in städtischen Gebieten lebt, wird erwartet, dass bis 2050 fast zwei Drittel des globalen Bevölkerungswachstums in Städten stattfinden werden. Dieser Trend wirkt als struktureller Multiplikator für die Nachfrage im Baugewerbe.


Diversifizierung: Erschließung neue Geschäftsfelder

Gleichzeitig spielen Diversifizierung und Internationalisierung eine ergänzende Rolle bei der Stärkung der Ertragsresilienz der Top 30 Bauunternehmen. Im Jahr 2025 beliefen sich deren Umsatzanteile außerhalb des Baugewerbes und die Anteile der Auslandsumsätze auf 26,7 Prozent bzw. 24,7 Prozent. 

Die die im Report analysierten Diversifizierungsstrategien zeigen, wie führende Baukonzerne über ihre traditionellen Baugeschäfte hinaus in Bereiche wie Immobilien und Industriedienstleistungen expandieren. Einige Unternehmen bewegen sich sogar außerhalb von Geschäftsfeldern, die in direktem Zusammenhang mit dem Bauwesen stehen – wie Medien und Finanzdienstleistungen –, um ihre Portfolios zu diversifizieren.


Internationalisierung bleibt weiterhin bedeutsam

Auch der Trend zur Internationalisierung setzte sich im Jahr 2025 fort, da Bauunternehmen zunehmend über ihre heimischen Märkte hinaus nach Wachstumschancen suchen: Fast ein Viertel des Gesamtumsatzes der Top 30 stammte aus dem Ausland, verglichen mit 21,3 Prozent im Jahr 2024. Europäische Konzerne führen hier das Internationalisierungsranking an und erwirtschafteten 67 Prozent ihres Gesamtumsatzes außerhalb ihrer Heimatländer. Die großen Konzerne mit Sitz in China und in den USA erzielten jedoch nach wie vor den Großteil ihres Umsatzes in ihren Heimatmärkten.


Ausblick für die Baubranche zeigt sich weiterhin positiv

Trotz der aktuellen Herausforderungen auf dem Markt bleiben die langfristigen Aussichten für die Baubranche robust, mit einer prognostizierten durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 5,9 Prozent (CAGR) bis zum Jahr 2030.
 

Laden Sie hier unseren aktuellen Report Global Powers of Construction herunter und erfahren Sie mehr über die wirtschaftliche Entwicklung der weltweit größten Bauunternehmen.

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