Deutschlands sicherheitspolitische Lage erzwingt Tempo und Treffsicherheit: Dieses Whitepaper zeigt, wie Beschaffung, Governance und Industrie ineinandergreifen müssen, damit zusätzliche Mittel wirklich in Fähigkeiten münden. Es liefert einen klaren Orientierungsrahmen – von internationalen Referenzen bis zu konkreten Hebeln für Deutschland – und skizziert, wie Wirkung messbar wird.
Deutschland befindet sich in einer sicherheitspolitischen Zeitenwende: Zusätzliche Mittel und rechtliche Reformen – vom Sondervermögen über die Grundgesetzänderung bis zum Beschleunigungsgesetz – sind initiiert, doch wie kann die militärische Beschaffung erfolgreich neugestaltet werden? Unser Whitepaper analysiert internationale Reformdynamiken in der militärischen Beschaffung und zeigt auf, wie unterschiedliche Länder ihre Systeme modernisiert haben. Die Reformschritte reichen von gesetzgeberischen Anpassungen über digitale Infrastruktur bis hin zur industriepolitischen Steuerung. Im Fokus der Analyse stehen sechs Länder bzw. Akteure, die exemplarisch für unterschiedliche Reformlogiken stehen. Der Vergleich offenbart gemeinsame Erfolgsprinzipien, von denen sich ein idealtypischer Archetyp ableiten lässt.
Beschaffung ist ein drängendes Engpasssystem der Verteidigungsfähigkeit: Zusätzliche Mittel wirken nur, wenn Regulierung, Prozesse und Zuständigkeiten vereinfacht werden, digitale Vergabe und verbindliche Leistungsindikatoren zusammenkommen – und die Industrie bewährte Lösungen skaliert, inklusive Second-Source und gesicherten Service-Modellen.
Dr. Germar Schröder, Partner | Lead Defense, Security & Justice