Zum Hauptinhalt springen

Working Capital Report 2025

Bestandsoptimierung wird zum Dauerbrenner

Wie in den Vorjahren analysiert der Working Capital Report die quantitative Working-Capital-Entwicklung von 180 deutschen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen. Im Fokus stehen diesmal die Geschäftsjahre 2018 bis 2024. Ergänzend dazu wurde eine qualitative Umfrage unter 1.100 Unternehmen durchgeführt. Sie beleuchtet die wahrgenommenen Einflussfaktoren auf das Working Capital sowie die aktuell ergriffenen Maßnahmen. Da der Sales & Operations Planning Prozess (S&OP-Prozess) in den Umfrageergebnissen eine zentrale Rolle spielt, wurden praxisnahe Erkenntnisse aus Projekten zur Optimierung dieses Kernprozesses in den Report integriert.

Working Capital Report 2025

Download 

Kernergebnisse des Working Capital Reports 2025

 
Zunehmende Krisendynamik – Hohe Kapitalbindung bleibt Dauerthema

Die aktuelle Krisendynamik erfordert von Unternehmen eine dauerhafte Sensibilität für gebundenes Kapital. Trotz einer zwischenzeitlichen Entspannung der Zinssituation bleibt die Kapitalverfügbarkeit aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten ein kritischer Faktor. Der aktuelle Working Capital Report zeigt: Im Jahr 2024 finanzierten die untersuchten Unternehmen ihr Working Capital durchschnittlich über 65 Tage vor – zwei Tage mehr als im Vorjahr. Working-Capital-Management bleibt damit ein zentrales Managementthema.

 

Hohes Bestandsniveau verfestigt sich – Mehrheit der Branchen betroffen

Von 2022 bis 2024 konnte nur ein Drittel der Branchen den Cash-to-Cash-Zyklus (C2C) stabil halten oder reduzieren. Besonders betroffen sind Chemie und Pharma (+6 Tage), Elektronik und E-Technik (+4 Tage) sowie Automobilhersteller (+3 Tage). Größere Unternehmen mit mehr als 5 Mrd. EUR Umsatz zeigen sich weiterhin besser aufgestellt, während kleinere Unternehmen den stärksten Anstieg der Kapitalbindung verzeichnen.

 

Makroökonomische Unsicherheit bleibt – Innenfinanzierung gewinnt an Bedeutung

Trotz sinkender Inflation und Zinsen bleibt Geld teuer und Finanzierungen sind weiterhin herausfordernd. Unternehmen setzen daher verstärkt auf Innenfinanzierungskraft.

 

S&OP-Prozess im Fokus – Anpassung ist Pflicht, Wirkung oft begrenzt

65 Prozent der befragten Unternehmen haben ihren Sales & Operations Planning (S&OP) Prozess angepasst, um auf volatile Rahmenbedingungen zu reagieren. Dennoch bleiben die Effekte auf Kostensenkung und Kapitalbindung häufig hinter den Erwartungen zurück.

 

Vier Erfolgsfaktoren für wirksame Optimierung
  • Gemeinsame Zielezwischen Sales, Einkauf und Produktion
  • Hohe Datenqualität statt Scheintransparenz
  • Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit
  • Portfolio-Optimierung zur Reduzierung der Variantenvielfalt

 Externe Expertise kann die Wirksamkeit deutlich erhöhen; insbesondere bei Kostensenkung und Kapitalbindung.

 

Methodik der qualitativen Befragung
  • Die Befragungwurde im Zeitraum vom 05. Juni 2025 bis 18. September 2025 durchgeführt.
  • Sie wurde mithilfe eines strukturierten Online-Fragebogens durchgeführt. Die Einladung zur Befragung wurde hierbei sowohl an 1.100 Unternehmen direkt per E-Mail verschickt als auch über Social Media gepostet.
  • Adressaten der direkten Einladungen waren überwiegend die Verantwortlichen der Finanzfunktionen.
  • Die Befragung berücksichtigt dabei unterschiedliche Branchen wie z.B. die Automobilindustrie, Maschinen- & Anlagenbau, Groß- & Einzelhandel, Bauindustrie, Gesundheitssektor/Life Science.
  • Rund 80 Prozent der Fragebögen wurden angabegemäß durch Führungskräfte ausgefüllt.

Laden Sie hier den aktuellen Working-Capital Report 2025 herunter und erfahren Sie mehr.

Archiv

Der vorliegende Report analysiert die Entwicklung des Working Capitals von 2010 bis 2017. Hierbei stellte sich heraus, dass die befragten Unternehmen ihr Working Capital im Durchschnitt für etwa zwei Monate vorfinanzieren. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede im Cash-to-Cash-Zyklus (C2C) zwischen verschiedenen Branchen, wodurch Möglichkeiten zur Optimierung des Working Capitals auf Unternehmensebene bestehen. Data-Analytics-Tools können helfen, die Treiber des Working Capitals besser zu verstehen und Ansatzpunkte für eine nachhaltige Verbesserung zu liefern, während viele Unternehmen einfache Tabellenkalkulationen für ihr Working Capital Reporting nutzen.

Laden Sie hier die Ausgabe 2019 herunter.

Working Capital Report 2017Der vorliegende Report analysiert die Entwicklung des Working Capitals von 2010 bis 2015 von 213 der größten deutschen Unternehmen. Auf den ersten Blick scheint sich im Betrachtungszeitrum der C2C-Zyklus (Cash-to-Cash-Zyklus) nur geringfügig zu verändern. Blickt man jedoch eine Ebene tiefer auf die einzelnen Firmen, sind mitunter deutliche Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr zu entdecken.


Laden Sie hier die Ausgabe 2017 herunter.

Der vorliegende Report ist die dritte Ausgabe zur Working-Capital-Entwicklung deutscher Unternehmen. Bezogen auf die Gesamtheit der betrachteten 225 Unternehmen lässt sich in den Jahren seit 2010 insgesamt allenfalls eine leichte Veränderung der Kennzahlen beobachten. Allerdings stieg in den letzten beiden Jahren die Nettoumlaufvermögensbindung an. Bei der Mehrzahl der Unternehmen hat sich im vergangenen Jahr die Bindungsdauer des Working Capital um wenigstens einen Tag erhöht. Wobei lediglich ein Drittel der Unternehmen ihr Working Capital reduzieren konnte. 

Laden Sie hier die Ausgabe 2016 herunter.

Der Working Capital Report 2015 zeigte, dass sich das Verhältnis Umsatz zu Working Capital in den letzten Jahren kaum verändert hat. Die Unternehmen haben ihre Umlaufvermögensbindung seit 2010 nur vereinzelt verbessern können: Die Nettobindung in Tagen blieb auf unverändertem Niveau, Reichweite der Forderungen und Dauer der durchschnittlichen Lieferantenfinanzierung erhöhten sich.

Laden Sie hier die Ausgabe 2015 herunter.

Fanden Sie dies hilfreich?

Vielen Dank für Ihr Feedback