München, 22. Januar 2026 — Die 20 umsatzstärksten Fußballclubs der Welt stellen einen neuen Rekord auf: Mit 12,4 Milliarden Euro Umsatz (Umsätze immer exklusive Transfererlöse) liegen die kumulierten Einnahmen 11 Prozent über dem Vorjahreswert. Das zeigt die 29. Ausgabe der Football Money League von Deloitte. Real Madrid führt das Ranking mit einem erwirtschafteten Gesamtumsatz von knapp 1,2 Milliarden Euro an, gefolgt von FC Barcelona (975 Mio. €), FC Bayern München (861 Mio. €), Paris Saint-Germain (837 Mio. €) und FC Liverpool (836 Mio. €).
Die kommerziellen Erlöse (5,3 Mrd. €) bleiben das dritte Jahr in Folge die stärkste Einnahmequelle für die Deloitte Football Money League-Clubs und machen 43 Prozent der Gesamteinnahmen in der Saison 2024/25 aus. Die am schnellsten wachsende Einnahmequelle sind die Spieltagerlöse mit einem Anstieg um 16 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro (19% der Gesamteinnahmen). Verbesserte Erlebnisangebote am Spieltag und Modernisierungen der Stadioninfrastruktur fördern dieses Wachstum. Die Medienerlöse stiegen um zehn Prozent auf rund 4,7 Milliarden Euro, getrieben durch die erweiterte FIFA Klub-Weltmeisterschaft und die Erweiterung der drei wichtigsten UEFA-Klubwettbewerbe der Männer. Insgesamt nahmen zehn Clubs aus den Top 20 der „Deloitte Football Money League“ im letzten Sommer an dem Turnier teil, was zu einem Anstieg der Medienerlöse um durchschnittlich 17 Prozent für diese Clubs führte.
„Wir sehen eine starke Anpassung der Geschäftsmodelle“, sagt Stefan Ludwig, Leiter der Deloitte Sports Business Gruppe in Deutschland. „Auffällig ist, dass sich vor allem die Clubs in der oberen Tabellenhälfte stärker auf die Entwicklung kommerzieller Umsätze konzentrieren, insbesondere mit Blick auf stagnierende nationale Medienerlöse.“
Barcelona verdrängt Manchester City von Platz Zwei
Real Madrid verteidigt seinen Platz an der Spitze der Deloitte Football Money League mit einem Umsatz von fast 1,2 Milliarden Euro in 2024/25. Trotz der um sechs Prozent gesunkenen Spieltagerlöse stiegen die kommerziellen Erlöse um 23 Prozent, gestützt durch Merchandising und neue Partnerschaften. Allein die kommerziellen Erlöse des Clubs würden ihn bereits in die Top 10 der Money League platzieren.
FC Barcelona kehrt erstmals seit 2019/20 in die Top 3 der Money League zurück. Mit einem Umsatz von 975 Millionen Euro (+ 27% im Vergleich zum Vorjahr) errang der Club den zweiten Platz im Ranking (Vorjahr: Platz 6), getrieben durch wesentliche Steigerungen der Spieltagerlöse und kommerziellen Umsätze. Unterdessen rutschte Manchester City mit Einnahmen von 829 Millionen Euro um vier Plätze auf Rang sechs ab, bedingt durch ein schwächeres Abschneiden in der Premier League sowie ein früheres Ausscheiden aus der UEFA Champions League im Vergleich zur Vorsaison.
Neben den kommerziellen Erlösen bleibt auch der sportliche Erfolg ein wichtiger Einflussfaktor auf die Platzierung. Erstmals ist der FC Liverpool der umsatzstärkste englische Club (836 Mio. €). Die Verbesserung auf Rang fünf (Vorjahr: Rang 8) wurde unterstützt durch die Rückkehr des Clubs in die UEFA Champions League (UCL) und einen Anstieg der kommerziellen Einnahmen um sieben Prozent.
Deutsche Clubs profitieren von neuen Wettbewerbsformaten
FC Bayern München, Borussia Dortmund und VfB Stuttgart verzeichnen teilweise deutliche Umsatzsteigerungen, die insbesondere auf höhere Medien- und Spieltagerlöse zurückzuführen sind. Der FC Bayern (Platz 3) erhöht seinen Gesamtumsatz um 95,2 Millionen Euro (+12%), vor allem bedingt durch ein Plus bei den Medien- (+18%) und Spieltagerlösen (+12%). Treiber waren unter anderem die Teilnahme an der neuen FIFA Klub-Weltmeisterschaft und am reformierten Champions-League-Format.
Borussia Dortmund (Platz 12) erzielte einen Umsatzzuwachs von 17,6 Millionen Euro (+3%), vor allem getragen von höheren Medienerlösen (+10%) infolge der Teilnahme an der FIFA Klub-Weltmeisterschaft, während die kommerziellen Einnahmen – insbesondere im Merchandising – um 5,9 Millionen Euro (-3%) zurückgingen.
Der VfB Stuttgart (Platz 18) kehrt erstmals seit 2009/10 in die Top 20 zurück und steigert seinen Umsatz deutlich um 130,8 Millionen Euro (+79%) auf 296,3 Millionen Euro. Gründe hierfür sind unter anderem zusätzliche Medien- und Spieltagerlöse infolge der Champions-League-Teilnahme im neuen Format, der DFB-Pokalsieg sowie Folgeeffekte der Vizemeisterschaft in der Saison 2023/24. Zudem steigen die kommerziellen Erlöse durch neue Sponsoren und zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten infolge der Modernisierung der MHP Arena.
Frauen-Team des FC Bayern verdoppelt Umsatz im Vergleich zum Vorjahr
Auch der Frauenfußball verbucht ein weiteres Rekordjahr: Die 15 umsatzstärksten Clubs erzielten kumuliert rund 158 Millionen Euro, was einem Anstieg von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Angeführt wird das Ranking vom Frauenteam des FC Arsenal (25,6 Mio. €, +43 %), gefolgt vom Frauenteam des FC Chelsea (25,4 Mio. €) und dem FC Barcelona Femení (22 Mio. €).
FC Bayern München verdoppelte den Umsatz in der Saison 2024/25 im Vergleich zum Vorjahr auf 7,2 Mio. Euro (+101%). Eintracht Frankfurt verzeichnet dagegen einen Rückgang des Gesamtumsatzes auf 4,7 Millionen € (-22%), vor allem bedingt durch deutlich geringere Medienerlöse (-53%) und sinkende Spieltagerlöse (-29%) infolge der verpassten Champions-League-Teilnahme.
Anmerkung: Alle Umsatzzahlen verstehen sich ohne Transfererlöse.
Hier geht es zu allen Ergebnissen der Deloitte Football Money League: Deloitte Football Money League 2026 | Deloitte Deutschland
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