Zum Hauptinhalt springen

Deloitte Football Money League 2026: Drei Bundesligisten vertreten

Real Madrid führt erneut die Deloitte Football Money League an – Clubs erzielen Rekordumsatz von 12,4 Mrd. Euro (exkl. Transfererlöse)

Die von der Sport Business Gruppe veröffentlichte 29. Ausgabe der Deloitte Football Money League stellt die umsatzstärksten Clubs im Weltfußball vor. Mit dem FC Bayern München (Platz 3), Borussia Dortmund (Platz 12) und VfB Stuttgart (Platz 18) haben es in diesem Jahr drei Bundesligisten in die Top-Rangliste geschafft. Darüber hinaus werden, wie in den vergangenen Jahren auch die Einnahmen der 15 umsatzstärksten Frauenmannschaften analysiert.

Die 20 umsatzstärksten Fußballclubs der Welt haben in der Saison 2024/25 erstmals die Marke von 12 Mrd. Euro (exkl. Transfererlöse) überschritten. Der Rekordwert von 12,4 Mrd. Euro entspricht einem Anstieg um elf Prozent gegenüber der Saison 2023/24, wobei alle drei wesentlichen Erlösströme neue Höchststände erreichten. 

Real Madrid behauptet die Spitzenposition mit einem Gesamtumsatz in der Saison 2024/25 von nahezu 1,2 Mrd. Euro. Auf den weiteren Plätzen folgen der FC Barcelona (975 Mio. Euro), der FC Bayern München (861 Mio. Euro), Paris Saint-Germain (837 Mio. Euro) sowie der FC Liverpool (836 Mio. Euro). 

Die kommerziellen Erlöse blieben mit 5,3 Mrd. Euro das dritte Jahr in Folge die wichtigste Einnahmequelle der Football-Money-League-Clubs und steuerten 43 Prozent zum kumulierten Gesamtumsatz (exkl. Transfererlöse) in 2024/25 bei. Getrieben wurde diese Entwicklung durch Neuausrichtungen der Geschäftsmodelle der Clubs, die stärker auf die Nutzung der Stadioninfrastruktur und angrenzenden Flächen an spielfreien Tagen sowie steigende Sponsoringerlöse setzen. Bei den Top-10-Clubs entfielen 48 Prozent des Gesamtumsatzes auf die kommerziellen Erlöse, während diese bei Clubs auf den Positionen 11 bis 20 lediglich 32 Prozent ausmachten. 

"Wir sehen eine starke Anpassung der Geschäftsmodelle. Auffällig ist, dass sich vor allem die Clubs in der oberen Tabellenhälfte stärker auf die Entwicklung kommerzieller Umsätze konzentrieren, insbesondere mit Blick auf stagnierende nationale Medienerlöse."

 

Stefan Ludwig, Partner und Leiter der Sport Business Gruppe von Deloitte

Die Spieltagerlöse erzielten ein Wachstum von 16 Prozent im Vergleich zur Vorsaison und blieben damit der am stärksten wachsende Erlösstrom. Insgesamt generierten die Top-20-Clubs 2,4 Mrd. Euro an Spieltagerlösen, was rund 19 Prozent der kumulierten Gesamterlöse entspricht. Verbesserte Stadionerlebnisse am Spieltag und Modernisierungen der Stadioninfrastruktur fördern dieses Wachstum. 

Die Medienerlöse stiegen um zehn Prozent und machten 38 Prozent des kumulierten Gesamtumsatzes aus. Ausschlaggebend dafür war die erweiterte FIFA-Club-Weltmeisterschaft, woran zehn Football-Money-League-Clubs im vergangenen Sommer teilnahmen, und dadurch einen durchschnittlich 17-prozentigen Anstieg ihrer Medienerlöse erwirtschafteten. Gleichzeitig sorgten die Format- und Teilnehmererweiterungen der drei wichtigsten UEFA-Wettbewerbe für zusätzliches Umsatzwachstum. 

Drei Bundesligisten in den Top-20 vertreten

In diesem Jahr sind drei Bundesliga-Clubs in den Top 20 der Deloitte Football Money League vertreten (Vorjahr: 2). Der FC Bayern München springt auf Rang 3 (Vorjahr Platz 5) und ist damit zum ersten Mal seit der Saison 2020/21 wieder in den Top 3 vertreten. Borussia Dortmund liegt in diesem Jahr auf Rang 12 (Vorjahr: Rang 11) und wurde von Inter Mailand (Vorjahr: Rang 14) unter anderem aufgrund des Erreichens des Champions-League-Finals, überholt. Zum ersten Mal seit der Saison 2009/10 ist der VfB Stuttgart wieder unter den Top 20 und belegt in diesem Jahr Rang 18. 

FC Bayern München wieder in den Top 3

Der FC Bayern München konnte dank einer Umsatzsteigerung von 95,2 Mio. Euro (+12%) auf 860,6 Mio. Euro (exkl. Transfererlöse) an Manchester City (Vorjahr: Rang 2), Paris Saint-Germain (Vorjahr: Rang 3) sowie Manchester United (Vorjahr: Rang 4) vorbeiziehen und positioniert sich hinter Real Madrid (1,2 Mrd. Euro) und dem FC Barcelona (974,8 Mio. Euro) auf Rang 3. Haupttreiber dieser Umsatzsteigerung waren die Medienerlöse und kommerziellen Erlöse. Die Medienerlöse stiegen insbesondere durch die Teilnahme an der FIFA-Club-Weltmeisterschaft um 39,3 Mio. Euro (+18%) auf 251,9 Mio. Euro an, wodurch die geringeren Medienerlöse aus der Champions League wegen des schlechteren Abschneidens überkompensiert wurden. Die kommerziellen Erlöse wuchsen um 40,1 Mio. Euro (+10%) auf 461,5 Mio. Euro im Vergleich zur Vorsaison. Zusätzlich konnte ein Wachstum der Spieltagerlöse um 15,8 Mio. Euro (+12%) auf 147,2 Mio. Euro verbucht werden.  

Borussia Dortmund landet auf Rang 12

Borussia Dortmund belegt mit einem Gesamtumsatz von 531,3 Mio. Euro (exkl. Transfererlöse) den zwölften Rang (2023/24: Rang 11). Die Borussen konnten ihren Gesamtumsatz um 17,6 Mio. Euro (+3%) gegenüber dem Vorjahr steigern. Stärkster Treiber des Umsatzwachstums waren die Medienerlöse, die im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 Mio. Euro (+10%) auf 227,2 Mio. Euro wuchsen. Dies ist vor allem auf die Teilnahme an der FIFA-Club-Weltmeisterschaft und auf das Erreichen des Viertelfinals in diesem Wettbewerb zurückzuführen, wodurch die geringeren Medienerlöse aus der Champions League wegen des schlechteren Abschneidens überkompensiert wurden. Ein etwas geringeres Wachstum verzeichneten die Spieltagerlöse, die ein Wachstum von 2,4 Mio. Euro (+3%) auf 94,9 Mio. Euro aufwiesen. Die kommerziellen Erlöse entwickelten sich hingegen rückläufig und sanken um 5,9 Mio. Euro (-3%) auf 209,2 Mio. Euro, was unter anderem auf einen Rückgang der Erlöse aus dem Merchandising zurückzuführen ist. 

 

VfB Stuttgart springt in die Top 20

Erstmals seit der Saison 2009/10 ist der VfB Stuttgart wieder in den Top-20-Clubs der Deloitte Football Money League vertreten und sichert sich Rang 18. Der Gesamtumsatz stieg signifikant um 130,8 Mio. Euro (+79%) gegenüber der Vorsaison auf 296,4 Mio. Euro (exkl. Transfererlöse). Das starke Wachstum ist vor allem auf einen deutlichen Anstieg der Medienerlöse zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um 69,2 Mio. Euro (+135%) auf 120,5 Mio. Euro stiegen. Zudem wuchsen die Spieltagerlöse um 32,8 Mio. Euro (+88%) auf 70,2 Mio. Euro an. Dieses Wachstum wurde vor allem durch die Teilnahme an der Champions League, dem Gewinn des DFB-Pokals sowie der Vizemeisterschaft in der Saison 2023/24 getrieben. Im Bereich der kommerziellen Erlöse verzeichnete VfB Stuttgart ebenfalls ein starkes Wachstum von 28,7 Mio. Euro (+37%) auf 105,6 Mio. Euro, insbesondere getrieben durch den Gewinn neuer Sponsoren und der im Frühjahr 2024 fertiggestellten Modernisierung der MHP Arena.

Top-15-Clubs im Frauenfußballerzielen erstmals mehr als 150 Mio. Euro Umsatz

Zum bereits vierten Mal analysiert die Deloitte Football Money League auch die 15 umsatzstärksten Frauenfußballclubs weltweit. In einem weiteren Rekordjahr erzielten diese Clubs erstmals durchschnittliche Erlöse von über 10 Mio. Euro und erwirtschafteten einen kumulierten Gesamtumsatz (exkl. Transfererlöse) von 157,5 Mio. Euro, was einem Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.1 

FC Arsenal führt das Ranking in diesem Jahr mit einem Gesamtumsatz von 25,6 Mio. Euro (exkl. Transfererlöse) und einem Wachstum von 43 Prozent zum Vorjahr an und verdrängt damit den bisherigen Spitzenreiter FC Barcelona Femení. Auch zwei Frauenmannschaften aus der Frauen-Bundesliga sind in den Top-15 vertreten: Der FC Bayern München verdoppelte den Gesamtumsatz von 3,6 Mio. Euro in der Saison 2023/24 auf 7,2 Mio. Euro und sichert sich damit Rang 9 (Vorjahr Rang 13). Eintracht Frankfurt verzeichnete hingegen einen Rückgang des Gesamtumsatzes um 1,3 Mio. Euro auf insgesamt 4,7 Mio. Euro und fiel damit auf Rang 11 zurück (2023/24: Rang 8). Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf sinkende Medienerlöse (-53%) sowie rückläufige Spieltagerlöse (-29%) infolge der nicht geglückten Champions League Qualifikation in der Saison 2024/25 zurückzuführen. 

Den englischen Artikel von Deloitte zum Frauenfußball finden Sie hier.

Die Football Money League: Sport-Expertise von Deloitte


Deloitte berechnet die Rangliste der Football Money League auf Grundlage der Umsatzangaben der Clubs bzw. Unternehmen. Transfererlöse werden dabei nicht berücksichtigt. Mit der Football Money League liefert Deloitte die aktuelle und zuverlässigste unabhängige Analyse der finanziellen Performance der Top-Clubs.

Zur englischsprachigen Studie „Deloitte Football Money League 2026“.

[1] Anmerkung: Die Deloitte Football Money League Rangliste für den Frauenfußball umfasst 15 der umsatzstärksten Frauenfußballteams für das im Jahr 2025 endende Geschäftsjahr in einigen der führenden Märkte des Spiels. Die Rangliste konzentriert sich auf Clubs, die in den wichtigsten Fußballligen (England, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Portugal, Norwegen, Brasilien und Japan) spielen, für die uns Informationen zur Verfügung standen. Die Einnahmen von Frauenfußballteams in anderen wichtigen Märkten wie Australien, Schweden und den USA wurden uns nicht zur Verfügung gestellt und sind daher nicht in unserer Analyse enthalten. In der Deloitte Football Money League 2025 wurden die Gruppeneinnahmen nicht als Teil der Einnahmen von Frauenfußballteams berücksichtigt. Zu den Gruppeneinnahmen gehören unter anderem die Einnahmen, die dem Frauenteams aus vollständigen, clubweiten kommerziellen Vereinbarungen und Beiträgen des Männerteams zustehen. Alle historischen Vergleiche wurden angepasst, um die Gruppeneinnahmen des Vorjahres zu berücksichtigen.

Archiv

Football Money League 2025

Real Madrid durchbricht die Milliarden-Euro-Umsatzgrenze und belegt erneut Platz eins

Die von der Sport Business Gruppe veröffentlichte 19. deutsche Ausgabe der Deloitte Football Money League stellt die umsatzstärksten Clubs im Weltfußball vor. Mit dem FC Bayern München (Platz 5) und Borussia Dortmund (Platz 11) haben es in diesem Jahr zwei Bundesligisten in die Top-20-Rangliste geschafft. Darüber hinaus werden, wie im vergangenen Jahr, auch die Einnahmen der 15 umsatzstärksten Frauenmannschaften analysiert.

Report von 2025

Football Money League 2024

Real Madrid wieder an der Spitze, Eintracht Frankfurt zurück in den Top-20

Die von der Sport Business Gruppe veröffentlichte 18. deutsche Ausgabe der Deloitte Football Money League stellt die umsatzstärksten Clubs im Weltfußball vor. Neben dem FC Bayern München (Rang 6) haben es mit Borussia Dortmund (Rang 12) und Eintracht Frankfurt (Rang 16) zwei weitere Bundesliga-Clubs in das Top-Ranking geschafft. Daneben werden in dieser Ausgabe auch die Einnahmen der Top-15 umsatzstärksten Frauenmannschaften analysiert. 

Report von 2024

Football Money League 2023

Manchester City zum zweiten Mal in Folge an der Spitze, FC Bayern München rutscht auf Rang 6

Die von unserer Sport Business Gruppe veröffentlichte 17. deutsche Ausgabe der Deloitte Football Money League stellt die umsatzstärksten Clubs im Weltfußball vor. In der Saison 2021/22 erwirtschafteten die Top-20-Clubs der Deloitte Football Money League rund 9,2 Mrd. Euro (exkl. Transferaktivitäten), was einem Wachstum (+13 %) im Vergleich zur Vorsaison entspricht. Der Wert aus der letzten vollständigen Saison vor Ausbruch der Pandemie 2018/19 (9,3 Mrd. Euro) wurde damit nurmehr knapp unterschritten. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Bundesligaclubs in der Rangliste der Deloitte Football Money League abgerutscht. Der FC Bayern München fiel von Platz drei in den beiden letzten Spielzeiten im diesjährigen Ranking auf Platz 6. Borussia Dortmund musste sich nach Platz 12 im Vorjahr diesmal mit Platz 13 begnügen, nachdem das Team in den vergangenen drei Spielzeiten stets Platz 12 belegt hatte. Der Rückgang in der Rangliste der beiden deutschen Clubs ist unter anderem damit zu begründen, dass andere Ligen höhere Ticketeinnahmen durch eine frühere Reduzierung der pandemiebedingten Restriktionen der Stadien generieren konnten. 

Report von 2023

Football Money League 2022

Manchester City vor Real Madrid erstmals an der Spitze, FC Bayern München verteidigt Rang 3

Vor dem Hintergrund der globalen COVID-19-Pandemie und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen und Einschränkungen in der Saison 2020/21 stellt die von unserer Sport Business Gruppe veröffentlichte 25. Ausgabe der Deloitte Football Money League die umsatzstärksten Clubs im Weltfußball vor. In der aktuellen sechzehnten deutschen Ausgabe der Studie liegt der Fokus auf den Bundesliga-Vertretern im Top-Ranking – neben dem FC Bayern München (Rang 3) hat es mit Borussia Dortmund (Rang 12) ein zweiter Bundesliga-Club in das Top-Ranking geschafft – sowie einer detaillierten Übersicht von weiteren Bundesligisten.

Report von 2022

Deloitte Football Money League 2021

Ausnahmesaison 2019/20: Erstmals seit sieben Jahren wieder vier Bundesliga-Clubs in den Top 20

Vor dem Hintergrund der Einschränkungen durch die globale COVID-19-Pandemie in der Saison 2019/20 stellt die von der Deloitte Sports Business Gruppe veröffentlichte 24. Ausgabe der Deloitte Football Money League die umsatzstärksten Clubs im Weltfußball vor. In der zum 15. Mal erscheinenden deutschen Ausgabe unserer Studie liegt der Fokus auf den Bundesliga-Vertretern im Top-Ranking – neben dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 hat es mit Eintracht Frankfurt zum ersten Mal seit der Saison 2012/13 wieder ein vierter Club in das Top-Ranking geschafft – sowie einer Übersicht von weiteren Bundesligisten.

Report von 2021

Football Money League 2020

FC Barcelona erstmals an der Spitze, Bayern und Dortmund verteidigen ihre Plätze und Schalke klettert nach oben

Wachstumsbranche Fußball: Die zwanzig Top-Vereine weltweit erzielten in der Saison 2018/19 einmal mehr einen neuen Umsatz-Bestwert von insgesamt 9,3 Milliarden Euro – eine Steigerung um 11 Prozent gegenüber der Vorsaison. Das ist eine Zuwachsrate, die viele andere Industrien neidisch machen dürfte. In der Football Money League 2020 Studie analysiert Deloitte, welche Clubs es in diese exklusive Liga schafften – und wie ihnen das gelingt. Aus der Bundesliga sind neben FC Bayern München wieder Borussia Dortmund und Schalke 04 mit dabei.

Report von 2020

INDat Report - Fachmagazin für Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz | Ausgabe 07/2020 | 26.8.20

Thema "König Fußball wehrt sich gegen Insolvenz-Gespenst"

Krisenbewältigung im Profifußball, ein umfassender Artikel über zu hohe Kostenstrukturen, fragwürdige Finanzierungsformen und die möglichen Wege aus der Krise heraus.

Stefan Sanne, Partner Financial Advisory

Beitrag aus dem Fachmagazin

Fanden Sie dies hilfreich?

Vielen Dank für Ihr Feedback