Steigende Lebenshaltungskosten, wirtschaftliche Unsicherheiten und geopolitische Spannungen prägen den Alltag junger Menschen in Österreich zunehmend. Finanzielle Sorgen wirken sich längst nicht mehr nur auf den Lebensstandard, sondern auch auf zentrale Zukunftsentscheidungen aus. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Deloitte Gen Z & Millennial Survey 2026 ein anderes klares Bild: Gen Zs und Millennials engagieren sich aktiv in der Arbeitswelt, investieren gezielt in ihre Weiterentwicklung und zeigen eine hohe Offenheit gegenüber Artificial Intelligence.
Teilnehmer:innen
Länder weltweit
Gen Zs (1955 – 2007) aus Österreich
Millennials (1983 – 1994) aus Österreich
Mit der Deloitte Gen Z & Millennial Survey analysieren wir jährlich die Stimmungslage junger Menschen im Arbeitskontext. Für die Ausgabe 2026 wurden mehr als 22.500 Gen Zs und Millennials aus 44 Ländern befragt – darunter auch 500 junge Menschen aus Österreich. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Beide Generationen stehen unter hohem finanziellem Druck, begegnen den Herausforderungen des Arbeitsmarkts aber mit bemerkenswertem Engagement, Anpassungsfähigkeit und Lernbereitschaft.
Steigende Energiepreise, hohe Inflation und wirtschaftliche Unsicherheiten machen auch vor jungen Generationen nicht Halt. Für Gen Zs und Millennials in Österreich zählen die Lebenshaltungskosten weiterhin zu den größten Sorgen. Beinahe jede:r Zweite fühlt sich finanziell nicht ausreichend abgesichert. Rund ein Drittel der Gen Zs und ein Viertel der Millennials geben an, Schwierigkeiten zu haben, alle monatlichen Ausgaben zu decken.
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Finanzieller Druck prägt längst nicht mehr nur den Alltag, sondern beeinflusst zunehmend zentrale Lebensentscheidungen. Rund jede zweite junge Person in Österreich verschiebt wichtige Schritte in der Lebensplanung, wie etwa Weiterbildung, berufliche Entwicklung oder Familiengründung. Für Unternehmen wird es damit umso wichtiger, finanzielle Sicherheit, Stabilität und Entwicklungsperspektiven glaubwürdig zu adressieren.
Das häufig gezeichnete Bild einer wenig leistungsbereiten jungen Generation greift zu kurz. Rund sechs von zehn Befragten zeigen grundsätzlich Interesse an einer Führungsrolle, knüpfen dieses jedoch an klare Rahmenbedingungen. Nachhaltige berufliche Entwicklung, Stabilität und Work-Life-Balance haben für Gen Z und Millennials einen höheren Stellenwert als schnelle Karrieresprünge.
So streben 34 % der Gen Zs und 44 % der Millennials eine kontinuierliche Weiterentwicklung im Job an, während lediglich 20 % der Gen Zs und 25 % der Millennials möglichst rasch aufsteigen möchten.
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Finanzielle Anreize allein reichen für viele junge Menschen nicht mehr aus, um eine Führungsposition anzustreben. Gefragt sind flexible Arbeitsmodelle, hybride Strukturen, ein offener Umgang mit mentaler Gesundheit und nachvollziehbare Karrierepfade. Unternehmen, die moderne Führung neu denken, schaffen die Voraussetzungen, junge Talente langfristig für Führungsaufgaben zu gewinnen.
Mit dem schrittweisen Ausscheiden der Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt gewinnt die systematische Weitergabe von Wissen und Kompetenz weiter an Bedeutung. Gleichzeitig zeigen sich Gen Zs und Millennials offen für laufendes Lernen, neue Arbeitsweisen und den Einsatz von Artificial Intelligence. Gerade im Umgang mit AI setzen die jungen Generationen neue Maßstäbe in Sachen Lernbereitschaft und Weiterentwicklung. Rund die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass Teams auch nach dem Weggang von Expert:innen leistungsfähig bleiben können.
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AI-Tools sind für viele junge Menschen bereits fester Bestandteil im Privatleben und im Arbeitsalltag. Zwei Drittel der Befragten geben an, AI im Job effektiv einsetzen zu können, jede:r Vierte sucht aktiv nach Weiterbildungsangeboten in diesem Bereich. Die Ergebnisse zeigen: Kontinuierliche Weiterentwicklung und digitale Kompetenz sind zentrale Erfolgsfaktoren für die nächsten Generationen am Arbeitsmarkt.