If we have selected the wrong experience for you, please change it above.
Zusammenfassung
CFOs beurteilen die Konjunkturaussichten für die Schweiz optimistischer. 61% erwarten für die Schweiz in den nächsten zwölf Monaten eine positive Entwicklung. Ein schwächerer Franken und eine leichte Entspannung bei den Handelshemmnissen stützen die Margen. Gleichzeitig ist die Regulierung die grösste Margenbelastung und das drittgrösste Unternehmensrisiko. Energiekosten und die Beschäftigungsaussichten in der Schweiz bleiben Anlass zur Sorge. 92% der Unternehmen wenden KI an, doch 40% erwarten höhere Ausgaben als budgetiert und 69% setzen Massnahmen zur Kostenkontrolle um oder planen solche. Dennoch rechnen 79% innerhalb von drei Jahren mit einem positiven finanziellen Nettonutzen.
Der Aufwärtstrend verstärkt sich: Die Konjunkturerwartungen der CFOs fallen deutlich optimistischer aus, nachdem sie sich bereits in der Frühjahrsumfrage verbessert hatten. Besonders für die Schweiz haben sich die Erwartungen aufgehellt, aber auch für China und die USA fallen sie klar besser aus. Einzig für Deutschland bleibt eine Mehrheit skeptisch.
Parallel zu den verbesserten Konjunkturerwartungen hellen sich auch die Unternehmenskennzahlen deutlich auf. Die Abschwächung des Frankens bis Ende des Umfragezeitraums stützt die Margen, und auch die Zollsituation entspannt sich leicht. Umgekehrt belasten Energiepreise stärker als zuvor. Der grösste Schwachpunkt bleiben die Beschäftigungsaussichten in der Schweiz, die mit knapper Mehrheit negativ ausfallen.
Kann sich die neue Zuversicht nachhaltig gegenüber den alten Sorgen durchsetzen? Geopolitische Risiken bleiben die grössten aus Sicht der CFOs, unverändert gefolgt von Sorgen vor einer Nachfrageschwäche. Regulierungen steigen auf Platz 3 und Wettbewerbsdruck, nicht zuletzt aus Fernost, steigt spürbar in der Risikowahrnehmung. Währungsrisiken gehen aufgrund des temporär schwächeren Franken stark zurück.
|
Rang |
Risiken |
Veränderung zur Frühlingsumfrage |
|---|---|---|
|
1 |
Geopolitische Risiken |
0 |
|
2 |
Nachfrageschwäche / Rezession |
0 |
|
3 |
Regulierung und politische Entscheide |
+1 |
|
4 |
Wettbewerb und Marktveränderungen |
+6 |
|
5 |
Preis-, Kosten- und Margendruck |
+5 |
|
6 |
Finanzierung, Liquidität und Investitionsbedarf |
+2 |
|
7 |
Währungsrisiken |
-4 |
|
8 |
Handelskonflikte, Zölle und Sanktionen |
-2 |
|
9 |
Digitalisierung, KI und Daten |
+3 |
|
9 |
Rohstoff- und Energiepreise |
-2 |
Anmerkung zur Methode: Die Befragten können jeweils bis zu drei Risiken angeben und Deloitte kategorisiert diese. Alle oben stehenden Kategorien umfassen eine Reihe ähnlicher, aber nicht notwendigerweise identischer Nennungen, die am besten in die jeweilige Kategorie passen. Dreiecke zeigen die Richtung der Veränderung zur Frühlingsumfrage, die Zahl in den Dreiecken, wie gross die Änderung in Rangplätzen ausfiel. Bei gleich häufiger Nennung kann mehr als ein Risiko auf einem Rangplatz sein.
Regulierungen sind aus Sicht der CFOs die grösste Belastung für die Margen und das drittgrösste Unternehmensrisiko. Besonders hohen Aufwand verursachen Vorgaben in den Bereichen Nachhaltigkeit, Umwelt und Verpackung, gefolgt von Zoll, Handelsregeln und Sanktionen. Die Entlastung von Unternehmen muss daher eine höhere politische Priorität erhalten.
|
1 |
Nachhaltigkeit, Umwelt und Verpackung |
|
2 |
Zoll, Handelsregeln und Sanktionen |
|
3 |
Steuern, MWST und steuerliches Reporting |
|
4 |
Finanzmarktregulierung und Aufsicht |
|
5 |
Datenschutz, KI und Cybersecurity |
|
6 |
Allgemeine / nicht spezifizierte Compliance |
|
6 |
Bau, Immobilien und Raumplanung |
|
6 |
Unternehmensreporting, Audit und E-Invoicing |
|
9 |
Produktsicherheit, Normen und Zertifizierung |
|
10 |
Gesundheits- und Life-Sciences-Regulierung |
Anmerkung zur Methode: Die Befragten können jeweils bis zu drei Regulierungen angeben und Deloitte kategorisiert diese. Alle oben stehenden Kategorien umfassen eine Reihe ähnlicher, aber nicht notwendigerweise identischer Nennungen, die am besten in die jeweilige Kategorie passen.
Künstliche Intelligenz ist in den Finanzfunktionen angekommen: 92% setzen auf KI-Anwendungen, 29% integrieren KI bereits in ihre Prozesse. Gleichzeitig berichten 40% von höheren KI-Kosten als ursprünglich budgetiert, weshalb 69% bereits Kostensparmassnahmen ins Auge fassen. Trotz der höheren Kosten rechnen 79% mit einem positiven finanziellen Nettonutzen innert spätestens drei Jahren. Der erwartete Personaleffekt wird als negativ eingeschätzt, vor allem bei Juniorpositionen. Dies schafft ein strategisches Risiko für Unternehmen: Fehlen Juniorpositionen, wird der Aufbau künftiger Finanzexperten erschwert – darauf können Unternehmen mit neu gestalteten Einstiegsrollen, strukturierten Lernpfaden und gezieltem Coaching reagieren.
Die Schweizer CFO-Umfrage gibt einen Überblick über die wirtschaftliche Einstellung von CFOs und Group Finance Directors von bedeutenden Unternehmen mit Sitz in der Schweiz. Sie erscheint halbjährlich, orientiert sich an der europäischen CFO-Umfrage und beinhaltet eine Mischung von Fragen, die für den CFO auf Geschäftsumfeld-, Unternehmens- und operativer Ebene relevant sind.