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Global Chief Procurement Officer (CPO) Survey 2025

Akteure des Wandels: In der Beschaffung wird auf Digitalisierung gesetzt

Laut dem Global Chief Procurement Officer (CPO) Survey 2025 von Deloitte befindet sich das Beschaffungswesen an einem echten Wendepunkt. Dies zeigt sich sowohl in der zunehmenden Komplexität innerhalb und ausserhalb der Branche als auch in den Herausforderungen und Chancen der technologischen Umbrüche, die durch den Vormarsch generativer KI (GenAI) und agentischer KI vorangetrieben werden. In der Beschaffung ist man daran gewöhnt, mit weniger Mitteln mehr Leistung zu erbringen. Angesichts des zunehmenden Drucks durch einen inflationären Weltmarkt und einen aufkommenden Handelskrieg ist es jedoch schwieriger geworden, diese Ziele zu erreichen.

Die nächste Generation von Mitarbeitenden mit den richtigen Fähigkeiten und Kompetenzen auszustatten, wird ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Unternehmen sein, die sich als Digital Masters etablieren wollen. Mit einer digital versierten und kompetenten Belegschaft können Unternehmen nicht nur ihre strategischen Prioritäten schneller erreichen, sondern auch einen Mehrwert für den Betrieb schaffen – was in einem externen Umfeld, das sich immer schneller verändert, immer schwieriger wird.

 
Die Beschaffung an einem kritischen Wendepunkt

In der Beschaffung übernimmt man heute mehr Verantwortung und schafft einen grösseren Mehrwert. Aber gerade dieser Erfolg hat im zunehmend komplexen und volatilen globalen Handelsumfeld und in einem internen Umfeld mit begrenzten Ressourcen die Nachfrage nach Beschaffungsdienstleistungen weiter erhöht. Viele Chief Procurement Officers (CPOs) legen den Schwerpunkt auf digitale Beschaffung sowie künstliche Intelligenz (KI) und setzen darauf, dass diese neuen Lösungen ihnen dabei helfen werden, dieses Dilemma zu lösen. Werden sich die Investitionen in die Digitalisierung und in KI im Beschaffungswesen auszahlen? Die zwölfte Ausgabe des Global Chief Procurement Officer (CPO) Survey von Deloitte umfasst Erkenntnisse von mehr als 250 CPOs aus 40 Ländern und zeigt, dass die digitale Transformation im Beschaffungswesen weiterhin auf dem Vormarsch ist. Wir stellen zudem fest, dass die Digital Masters, die an der Studie teilgenommen haben, erhebliche und gezielte Investitionen in Änderungen der Technologie und des Betriebsmodells tätigen.

 
Investment-Trends: Technologie hat Priorität

Die CPOs weisen darauf hin, dass eine auf die Unternehmensziele abgestimmte digitale Transformation und die konsequente Einführung generativer KI (GenAI) die geeigneten Mittel sind, um dieses immer wichtiger werdende Leistungsversprechen zu erfüllen. Sie untermauern dies mit konkreten Investitionen und wenden etwa 20% ihres Budgets für Beschaffungstechnologien auf (das ist fast doppelt so viel wie die für 2023 angegebenen relativen Investitionen).

 

Mehr als ERP: Erweiterung der Unternehmensfähigkeiten

Dieser Austausch von Arbeitskräften gegen Technologie ist bei Digital Masters, die geringerwertige Aufgaben zugunsten wirkungsvollerer Aufgaben mit höherer Wertschöpfung aufgeben, weiterverbreitet als bei anderen Unternehmen. Diese Digital Masters werden innerhalb ihrer Organisation zu Akteuren des Wandels, zu sogenannten Change-Agents, indem sie kluge Entscheidungen treffen und auf ein Portfolio setzen, das sich aus iterativen, selbstfinanzierten und funktionsübergreifenden Projekten zusammensetzt. Diese Projekte gehen über die herkömmliche Transformation in den Bereichen ERP (Enterprise Resource Planning) und Source-to-Pay (S2P) hinaus und zielen darauf ab, umfassendere Unternehmensfähigkeiten aufzubauen und weiterzuentwickeln. Dazu gehören unter anderem das Risikomanagement für Drittparteien (TPRM), das Tarifmanagement und das Handelsmanagement, die auf technologiegestützter Prozessorchestrierung, Analysen und Datenmanagement aufbauen. Aus dem gleichen Grund setzen Digital Masters nicht nur auf digitale Technologien, sondern auch darauf, ihren Mitarbeitenden die Fähigkeiten und Kompetenzen der nächsten Generation zu vermitteln, damit diese im digitalen Zeitalter erfolgreich sein können.

 

Messbare Rendite durch GenAI und neue Technologien

Diese Investitionen zahlen sich aus, denn digitale Vorreiter erzielen in allen Leistungskennzahlen überdurchschnittliche Ergebnisse – unter anderem in Bezug auf Kosteneinsparungen, den Einfluss auf und die Zufriedenheit der Stakeholder sowie das Risikomanagement. Ihre digitale Bildung und Kompetenz sowie ihre Fähigkeit, neue Technologien – insbesondere GenAI, moderne Analysetools und neue agentische Funktionen –, zu nutzen, führen zu einer messbaren Rendite. Digital Masters erzielten eine durchschnittliche Rendite, die 2,8-mal so hoch ausfiel wie ihre Investitionen in generative KI (GenAI), während Follower lediglich eine 1,6-mal so hohe Rendite erzielten.

 

Eine Roadmap fürs CPOs: So werden Sie zu Akteuren des Wandels

Dieser Bericht enthält eine Roadmap für CPOs, mit deren Hilfe diese rascher zu echten Change-Agents – also Akteuren des Wandels – werden. Dies befähigt sie, ihre Unternehmen dabei zu unterstützen, die Vorteile der zunehmend digitalen Beschaffungsmärkte auf sichere Weise zu nutzen und gleichzeitig wertvolle Ressourcen freizusetzen, um diese stattdessen für strategische Aktivitäten mit höherer Wertschöpfung zu verwenden.

In der Beschaffung ist man daran gewöhnt, mit weniger Mitteln mehr Leistung zu erbringen. Angesichts des zunehmenden Drucks durch einen inflationären Weltmarkt und einen aufkommenden Handelskrieg ist es jedoch schwieriger geworden, diese Ziele zu erreichen.


- Reaktion auf den CPO-Survey 2025

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