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Navigation durch die ESG-Rating-Landschaft

Priorisierung des richtigen Ratings für bessere Wettbewerbsfähigkeit

«Unser ESG-Rating ist gefallen – was bedeutet das?» 

«Unser Kunde schreibt für die neue Ausschreibung ein Silber-Rating von EcoVadis vor – was müssen wir tun?» 

ESG-Ratings beeinflussen immer stärker, wie Anleger, Kreditgeber und Kunden Unternehmen beurteilen. Doch angesichts der Vielzahl von Rating-Anbietern, unterschiedlicher Methoden und sich überschneidender Rahmenwerke haben Unternehmen, die in puncto Strategie und Nachhaltigkeit ganz vorne stehen, mehr und mehr Schwierigkeiten, Antworten auf wichtige Fragen zu finden: 

Sind ESG-Ratings für unser Unternehmen und unsere Stakeholder noch von Bedeutung? 

"ESG-Ratings sind keine Randbemerkung in der Unternehmensberichterstattung – sie sind zu einem wichtigen Resilienzfaktor für Unternehmen geworden: für den Zugang zu Kapital, für den Schutz der Aktienkursperformance oder für die Erzielung von B2B-Umsätzen."


– Roberto Micelli, Sustainability Services Offering Lead bei Deloitte Schweiz 

In dem sich rasant verändernden regulatorischen und Marktumfeld von heute sind ESG-Ratings nicht einfach nur Kommunikationstools, sondern vielmehr strategische Hebel zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Wie hat sich die mit ESG-Ratings verfolgte Zielsetzung weiterentwickelt? 

Mit ESG-Ratings wird bewertet, wie Unternehmen mit ökologischen, sozialen sowie Governance-Risiken und -Chancen umgehen. Sie bieten eine einheitliche Benchmark für: 

  • die Beurteilung der Performance 
  • die Identifizierung von Bereichen mit Verbesserungsbedarf 
  • die klare Kommunikation von Fortschritten gegenüber Stakeholdern.  


Anleger und Kreditgeber stützen sich bei der Beurteilung von Risiken und der Festlegung von Finanzierungsbedingungen immer häufiger auf ESG-Ratings. Beispielsweise zeigen Untersuchungen von MSCI, dass Unternehmen mit besseren ESG-Ratings sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihemärkten von deutlich niedrigeren Finanzierungsbedingungen profitieren, was ihre Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigert. In ähnlicher Weise kam eine Umfrage von Deloitte zu dem Ergebnis, dass Unternehmen, die Transparenz in ESG-Fragen priorisieren, ein grösseres Vertrauen geniessen, höhere Preise verlangen und längerfristige Verträge abschliessen können. 

Unternehmen, die ESG-Ratings als Kernkomponente ihrer Nachhaltigkeitsstrategie behandeln, schützen das Wertpotenzial für das Unternehmen und seine Aktionäre. Es folgen einige konkrete Beispiele, dafür, wie Wertpotenzial geschützt oder geschaffen wurde: 

  • Schutz von Umsatzerlösen durch die Sicherung von B2B-Kundenbeziehungen und den Zugang zu grossen Ausschreibungen 
  • Unterstützung der Aktienkursperformance durch die Gewinnung und Bindung von Aktionären mithilfe von guten Rating-Ergebnissen 
  • Signal für eine (überdurchschnittliche) Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Vergleichsgruppe 
  • Berücksichtigung identifizierter Schwachstellen im jährlichen Rating-Prozess als «kostenlosen» Ratschlag für eine kontinuierliche Verbesserung bei Unternehmensführung, Datenqualität und Offenlegungen 
  • Schaffung von Glaubwürdigkeit durch einen transparenten Dialog mit Rating-Anbietern 

Unterschiedliche Ratings. Unterschiedliche Adressaten. Welche Ratings sollen priorisiert werden?

Vor einer Priorisierung von Ratings muss man sich zunächst im Klaren darüber sein, welche Stakeholder-Gruppe man ansprechen und welches Ergebnis man erreichen will:

  • Wollen wir Aktionäre gewinnen oder an uns binden?
  • Wollen wir uns an neuen Ausschreibungen mit grossen B2B-Kunden beteiligen?
  • Wollen wir beeinflussen, wie sich Nichtregierungsorganisationen zu unserem Unternehmen äussern?


Die Wahl der Ratings hängt oft davon ab, in welchem Verhältnis das gewünschte Ergebnis zur relativen Arbeitsbelastung steht. Doch die ESG-Landschaft ist komplex, und die Anbieter dienen klar unterschiedlichen Zwecken: 

Hinter dem Rating-Wert: Fragen zu den Methoden

ESG-Rating-Agenturen erheben zwar ähnliche Daten, doch ihre Ansätze unterscheiden sich erheblich voneinander:

  • Einige Ratings, darunter die von MSCI, sind relativ und bewerten die Unternehmen im Vergleich zu ihren Mitbewerbern.
  • Andere, beispielsweise die von CDP, sind absolut, die Score-Werte werden anhand festgelegter Kriterien ermittelt.
  • Einige Ratings stützen sich vor allem auf öffentliche Angaben, andere schreiben dagegen detaillierte Fragebögen und Unterlagen vor.  

«Man muss diese methodischen Unterschiede verstehen, um die Ratings richtig deuten zu können und um die Verbesserungsbemühungen auf die Bereiche zu konzentrieren, die für ein Unternehmen am wichtigsten sind.» 
 

– Roberto Micelli, Sustainability Services Offering Lead bei Deloitte Schweiz 
 

Fokus ermöglicht Wertpotenzial

Fokus ist der Schlüssel. Unternehmen sollten nicht einfach jedem Rating hinterherjagen, sondern vielmehr in die Ratings investieren, die für ihre Stakeholder und ihr Geschäftsmodell am wichtigsten sind. So können sie ihre ESG-Bemühungen mit ihrer Wettbewerbsstrategie in Einklang bringen.  

ESG-Rating-Beratung bei Deloitte

Wir helfen Unternehmen bei der Navigation durch die ESG-Rating-Landschaft, indem wir die wichtigsten Beurteilungen identifizieren, Daten und Angaben vorbereiten sowie Erkenntnisse in messbaren Mehrwert verwandeln.

Setzen Sie sich mit uns in Verbindung, um zu erfahren, wie wir Sie bei Ihrer ESG-Reise unterstützen können.  

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