Die Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Wohnraum beeinflussen die Karrierepläne der Generation Z und der Millennials in der Schweiz massgeblich. Sie verschieben wichtige Lebensentscheidungen aus finanziellen Gründen. Das zeigt eine neue Studie von Deloitte. Obwohl junge Menschen unter finanziellem Druck stehen, fokussieren sie weniger auf Karriere. Gegenüber KI ist eine Mehrheit positiv eingestellt.
Die aktuelle 15. Ausgabe der «Gen Z und Millennial»-Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte hat 22’595 Personen aus 44 Ländern befragt, darunter 400 aus der Schweiz (300 Gen Z (Jahrgänge 1995–2007), 100 Millennials (Jahrgänge 1983–1994)). Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen in der Schweiz Erfolg für sich neu definieren: nicht nur durch schnelle Karrieren, sondern durch Stabilität, Ausgewogenheit und Flexibilität.
Während junge Menschen in der Schweiz insgesamt weniger stark unter alltäglichen Lebenshaltungskosten leiden als ihre globalen Pendants (siehe Abbildung 1), spielen finanzielle Sorgen eine grosse Rolle: 78 Prozent der Schweizer Gen Z und 67 Prozent der Millennials sagen, dass Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Wohnraum ihre beruflichen Entscheidungen sowie die Wahl ihres Arbeitsortes und Lebensmittelpunkts stark beeinflussen – deutlich über dem globalen Durchschnitt.
46 Prozent der Gen Z und 60 Prozent der Millennials in der Schweiz geben an, dass sie aufgrund ihrer finanziellen Situation wichtige Lebensentscheidungen wie Heirat, Familienplanung oder eine Ausbildung aufgeschoben haben. Zudem sagen 54 Prozent der Gen Z und 53 Prozent der Millennials, dass sie nicht in der Lage sind, sich ein Eigenheim zu leisten – deutlich über dem internationalen Vergleich (51% Gen Z, 40% Millennials). Fast die Hälfte der Befragten in der Schweiz gibt an, von Lohnzahlung zu Lohnzahlung zu leben. Auch dieser Wert liegt leicht über dem globalen Durchschnitt. Dies führt dazu, dass sich knapp ein Drittel der Gen Z (31%) und gut zwei Fünftel der Millennials (41%) finanziell nicht abgesichert fühlen.
«Die Schweiz ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit hohen Löhnen. Doch selbst junge Menschen mit guter Ausbildung und stabilem Job haben es zunehmend schwer, sich ein Eigenheim leisten zu können. Das ist nicht nur ein persönliches Problem, es ist auch ein Warnsignal für den Wirtschaftsstandort: Wenn wir Talente anziehen und halten wollen, muss die Politik die angespannte Lage auf dem Schweizer Immobilienmarkt gezielt adressieren», sagt Michael Grampp, Chefökonom von Deloitte Schweiz.
Finanzthemen sind bei den Sorgen der jungen Generationen stark vertreten (siehe Abbildung 2). Doch auch wenn sie sich um ihre finanzielle Lage sorgen, arbeitet jeweils fast ein Fünftel der befragten Gen Z und Millennials nicht in Vollzeit oder in einer Festanstellung. Mehr Ausgewogenheit zwischen Beruf und Privatleben ist für viele Befragte eine bewusste Entscheidung: 23 Prozent der Gen Z und 20 Prozent der Millennials nennen «die Aufrechterhaltung einer guten Work-Life-Balance» als primäres Ziel – noch vor einem Karriereaufstieg.
Die Gen Z und Millennials in der Schweiz sind beruflich weniger ambitioniert als ihre globalen Pendants: Nur 33 Prozent der Gen Z und 26 Prozent der Millennials streben laut Befragung einen «stetigen beruflichen Fortschritt» an (globaler Vergleich: 44% Gen Z, 45% Millennials). 48 Prozent der hiesigen Gen Z und 57 Prozent der Millennials würden für eine höhere Vergütung eine Führungsrolle annehmen. Um eine Beförderung anzustreben, sind für sie flexible Arbeitsmodelle, Unterstützung der mentalen Gesundheit sowie Führungstrainings und Coaching wichtige Voraussetzungen.
«Der Fokus allein auf ‹Titel und Gehalt› ist heutzutage nicht mehr ausreichend, um Talente zu halten», sagt Tiina Pokkinen, Human Capital Partner bei Deloitte Schweiz. «Arbeitgeber müssen Sinn, Flexibilität und wirksame Unterstützung bieten. Junge Generationen investieren bewusst in ihre mentale und physische Gesundheit und nehmen sich Zeit für persönliche Beziehungen, weil sie wissen, dass dies langfristig nachhaltiger ist. Unternehmen müssen umdenken. Wer Sinn, Flexibilität und Unterstützung bietet, kann engagierte Mitarbeitende gewinnen und halten. Wer diese Erwartungen ignoriert, verliert sie.»
Unternehmen haben die Bedeutung psychischer Gesundheit inzwischen aber erkannt: 78 Prozent der Gen Z und 70 Prozent der Millennials glauben, dass ihre Arbeitgeber psychische Gesundheit ernst nehmen – ein starker Anstieg gegenüber 2024 (59% Gen Z, 58% Millennials). Auch die Bereitschaft, offen mit Vorgesetzten über mentale Belastung zu sprechen, ist gestiegen: 75 Prozent der Gen Z und 70 Prozent der Millennials trauen sich, das Thema gegenüber ihren Vorgesetzten anzusprechen.
Die jungen Generationen blicken optimistisch auf digitale Technologien: KI wird grossmehrheitlich als positiver Einfluss auf das Arbeitsleben (81% Gen Z, 77% Millennials) und das Privatleben (87% Gen Z, 80% Millennials) eingeschätzt – deutlich mehr als global. 73 Prozent der Gen Z und 67 Prozent der Millennials in der Schweiz geben an, KI für ihre tägliche Arbeit zu nutzen.
«Rund um die künstliche Intelligenz dominiert oft die Sorge, dass Arbeitsplätze verloren gehen», analysiert Michael Grampp. «Unsere Studie zeigt aber, dass KI für diese Generationen nicht einfach eine Bedrohung für den Arbeitsplatz, sondern ein Werkzeug ist. Sie sehen darin die Chance, repetitive Aufgaben zu automatisieren und sich auf sinnvolle Arbeit zu konzentrieren. Das ist genau die Mentalität, die wir brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.»
Für die Deloitte Gen Z und Millennial Studie 2026 wurden 14’384 Angehörige der Generation Z und 8’211 Millennials (insgesamt 22’595 Befragte) aus 44 Ländern in Nordamerika, Lateinamerika, Europa, dem Nahen Osten, Afrika und dem asiatisch-pazifischen Raum befragt. In der Schweiz haben 400 Personen (300 Personen der Generation Z und 100 Millennials) an der Umfrage teilgenommen. Die Studie wurde zwischen dem 24. November 2025 und dem 19. Januar 2026 durchgeführt. Deloitte definiert die Generationen wie folgt: Generation Z, geboren zwischen Januar 1995 und Dezember 2007, sowie die Millennials, geboren zwischen Januar 1983 und Dezember 1994.
Deloitte bietet integrierte Dienstleistungen in den Bereichen Audit & Assurance, Tax & Legal, Strategy, Risk & Transactions Advisory und Technology & Transformation. Wir kombinieren Erkenntnisse und Innovationen aus verschiedenen Disziplinen mit unserer betriebswirtschaftlichen Expertise und unseren Branchenkenntnissen. So verhelfen wir unserer Kundschaft weltweit zum Erfolg. Mit rund 2’500 Mitarbeitenden an den sechs Standorten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich (Hauptsitz) betreut Deloitte Unternehmen und Organisationen jeder Rechtsform und Grösse aus allen Wirtschaftszweigen.
Deloitte AG ist eine Tochtergesellschaft von Deloitte North and South Europe (NSE), einem Mitgliedsunternehmen der Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL) mit über 460’000 Mitarbeitenden in mehr als 150 Ländern.
Sie können alle Pressemitteilungen lesen und das Kommunikationsteam auf der Website von Deloitte Schweiz kontaktieren.
Anmerkung für die Redaktion
In dieser Medieninformation bezieht sich Deloitte auf die Schweizer Tochtergesellschaften von Deloitte NSE LLP, Mitgliedsunternehmen der Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL), einer «UK private company limited by guarantee» (einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht). DTTL und ihre Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen. DTTL und Deloitte NSE LLP erbringen selbst keine Dienstleistungen gegenüber Kunden. Eine Beschreibung der rechtlichen Struktur finden Sie unter www.deloitte.com/ch/about.
Deloitte AG ist eine von der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) zugelassene und beaufsichtigte Revisionsgesellschaft.
Die Informationen in dieser Medieninformation haben ihre Richtigkeit zum Zeitpunkt des Versands.
Pressekontakt(e):
Michael Wiget
Leiter Externe Kommunikation
Tel: +41 58 279 70 50
mwiget@deloitte.ch
Kevin Capellini
Spezialist für externe Kommunikation
Telefon: +41 58 279 59 74
kcapellini@deloitte.ch