Finden Sie mit unserem kostenlosen Quick-Check heraus, ob und in welchem Umfang Sie von der PPWR betroffen sind.
Mit der PPWR wird erstmals ein einheitlicher, verbindlicher Rechtsrahmen für den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen in der EU geschaffen. Ziel ist es, Verpackungsabfälle zu reduzieren, Ressourcen effizienter zu nutzen und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Beginnend mit August 2026 müssen Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sukzessive neue Anforderungen im Umgang mit Verpackungen erfüllen.
Wir bieten Ihnen einen kompakten Überblick über die zentralen Anforderungen der PPWR und unterstützen Sie mit einem kostenlosen Quick-Check dabei, Ihren individuellen Betroffenheitsgrad und Handlungsbedarf zu identifizieren. Auf dieser Basis entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen praxisnahe und passgenaue Lösungsansätze für eine effiziente und regelkonforme Umsetzung.
Stand: Mai 2026, gilt ab August 2026
Unternehmen müssen sicherstellen, dass Verpackungen bestimmten Nachhaltigkeitsanforderungen entsprechen. Dazu zählen insbesondere:
Verpackungen müssen klar gekennzeichnet werden, um Informationen über Materialzusammensetzung, Recyclingfähigkeit und Entsorgungsweg bereitzustellen. Ziel ist eine harmonisierte EU-weite Kennzeichnung, die eine korrekte Trennung und Entsorgung unterstützt.
Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zur Verpackung selbst unterliegen strengeren Anforderungen. Unternehmen dürfen nur solche Aussagen treffen, die nachweisbar, transparent und nicht irreführend sind. Dies geht Hand in Hand mit der EU Greenwashing Directive.
Hersteller sind verpflichtet, Verantwortung für den gesamten Lebenszyklus ihrer Verpackungen zu übernehmen, einschließlich:
Registrierung in nationalen Herstellerregistern
regelmäßiges Reporting (z.B. Verpackungsmengen)
Finanzierung von Sammlung, Recycling und Entsorgung
In Österreich besteht bereits eine Form der erweiterten Herstellerverantwortung für Verpackungen. Diese basiert auf der Verpackungsverordnung 2014 sowie dem Abfallwirtschaftsgesetz (AWG) und wird operativ über Sammel- und Verwertungssysteme umgesetzt. Ein nationales Herstellerregister für Verpackungen steht derzeit aus.
Mit Inkrafttreten der PPWR müssen Unternehmen zunächst ihre eigene Rolle bzw. ihre Rollen entlang der Wertschöpfungskette eindeutig bestimmen. Diese Rollen – etwa als Erzeuger, Importeur oder Vertreiber – sind entscheidend, da sich daraus unmittelbar die jeweiligen Pflichten ergeben. Gerade Mehrfachrollen sind in der Praxis häufig und erhöhen die Komplexität der Umsetzung.
Unternehmen sind verpflichtet, die Konformität ihrer Verpackungen nachzuweisen. Dazu gehören insbesondere die Durchführung eines Konformitätsbewertungsverfahrens, die Erstellung und Aufbewahrung technischer Dokumentation sowie die Ausstellung einer EU-Konformitätserklärung. Mit dieser Erklärung übernimmt der Erzeuger die Verantwortung für die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen.
Verpackungen müssen eindeutig identifizierbar sein, beispielsweise über Chargen‑, Seriennummern oder digitale Datenträger. Zudem müssen zentrale Informationen zu Erzeugern und Importeuren transparent angegeben werden. Diese Anforderungen stärken die Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Lieferkette und unterstützen Marktüberwachung sowie Compliance-Prüfungen.
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Ein zentraler Bestandteil der PPWR ist die systematische Erhebung und Bereitstellung von Daten. Unternehmen müssen Informationen zu Verpackungsmengen, Materialien und Kategorien erfassen und für Reportingzwecke – insbesondere im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung – strukturiert aufbereiten. Diese Datenbasis ist essenziell für regulatorische Nachweise und zukünftige Berichtspflichten.
Auch die Lieferkette rückt stärker in den Fokus der regulatorischen Anforderungen. Unternehmen müssen sicherstellen, dass alle notwendigen Informationen von Lieferanten bereitgestellt werden und gleichzeitig überprüfen, ob vorgelagerte Akteure ihre Verpflichtungen erfüllen. Dies erfordert klare Prozesse für Lieferantenmanagement und Compliance-Sicherung.
Neben organisatorischen und prozessualen Pflichten stehen auch technische Anforderungen im Fokus. Unternehmen sollten frühzeitig Maßnahmen zur Optimierung ihrer Verpackungen prüfen – etwa zur Reduktion von Materialeinsatz, zur Minimierung von Leerraum sowie zur Verbesserung der Recyclingfähigkeit und zur Einhaltung von Stoffbeschränkungen. Diese Anforderungen werden schrittweise verschärft und sind entscheidend für den zukünftigen Marktzugang.
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