Die Ergebnisse der Deloitte Gen Z & Millennial Survey 2026 zeigen, dass die jungen Generationen die Regeln der Arbeitswelt neu schreiben. Erfahren Sie, was die Generation Z und die Millennials in der Schweiz wirklich wollen – und warum Wohnkosten, Sinnhaftigkeit und Work-Life-Balance wichtiger sind als der reine Aufstieg auf der Karriereleiter.
Finanzieller Druck beeinflusst sowohl die privaten als auch die beruflichen Entscheidungen der befragten Personen in der Schweiz. 46 Prozent der Angehörigen der Generation Z und 60 Prozent der Millennials in der Schweiz geben an, wichtige Lebensentscheidungen aufgrund ihrer finanziellen Situation aufgeschoben zu haben. Zwar ist es ihnen wichtig, Geld zu verdienen, doch legen sie ebenso viel Wert auf eine sinnstiftende Tätigkeit und auf ihr Wohlbefinden.
Die Lebenshaltungskosten sind weiterhin ein bedeutender Aspekt, der 26 Prozent der Generation Z und 34 Prozent der Millennials beschäftigt, und erschwinglicher Wohnraum ist ein neues zentrales Kriterium, das die Berufsentscheidungen von 78 Prozent der Generation Z und 67 Prozent der Millennials beeinflusst. Zudem können sich 54 Prozent der Generation Z und 53 Prozent der Millennials in der Schweiz kein Eigenheim leisten, und 49 Prozent der Generation Z sowie 48 Prozent der Millennials geben an, von Lohnzahlung zu Lohnzahlung zu leben.
Die Antworten der Generation Z und der Millennials auf die Frage nach den Faktoren, die ihre Karriereentscheidungen beeinflussen, lassen sich in drei Kategorien einteilen: Geld, Sinnhaftigkeit und Wohlbefinden. Die Umfrage macht deutlich, dass diese Bereiche eng miteinander verknüpft sind, da die befragten Personen versuchen, die richtige Balance zwischen ihnen zu finden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen, Führungskräfte und das Management gefordert sind, ein Umfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeitenden nicht nur die drei zentralen Faktoren – sinnvolle Arbeit, finanzielle Sicherheit und Wohlbefinden – miteinander in Einklang bringen, sondern sich auch beruflich weiterentwickeln können. Durch die konsequente Förderung dieser Faktoren können Unternehmen ihr soziales Versprechen einhalten und einen Kreislauf aus Zufriedenheit, Engagement und Erfolg schaffen.
Viele aus dieser Generation sind jedoch der Meinung, dass ihre Führungskräfte sie in entscheidenden Entwicklungsbereichen zu wenig unterstützen. Sie wünschen sie nicht nur Kontrolle über ihre täglichen Aufgaben, sondern auch echte Führung in Form von Inspiration, Orientierung und Mentoring.
Mangelt es ihnen an finanzieller Sicherheit, so fühlen sich die Generation Z und die Millennials der Umfrage zufolge weniger wohl in ihrem Leben und haben seltener den Eindruck, einer sinnstiftenden Arbeit nachzugehen. Finanzielle Unsicherheit belastet die befragten Schweizer Personen weiterhin stark: 46 Prozent der Generation Z und 60 Prozent der Millennials geben an, wichtige Lebensentscheidungen aufgrund ihrer finanziellen Situation aufgeschoben zu haben. Die Lebenshaltungskosten beschäftigen die Generation Z (26 Prozent) und die Millennials (34 Prozent) weiterhin, und die Erschwinglichkeit von Wohnraum beeinflusst die Berufsentscheidungen von 78 Prozent der Generation Z und 67 Prozent der Millennials. Zudem können sich 54 Prozent der Generation Z in der Schweiz kein Eigenheim leisten, und 48 Prozent beider Generationen geben an, von Lohnzahlung zu Lohnzahlung zu leben.
95 Prozent der Angehörigen der Generation Z und 97 Prozent der Millennials in der Schweiz halten Sinnhaftigkeit für sehr oder ziemlich wichtig für ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz und für ihr Wohlbefinden. Doch Sinnhaftigkeit ist subjektiv. Während manche der befragten Personen einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten möchten, verfolgen andere das Ziel, Geld zu verdienen oder neue Fähigkeiten zu erwerben, um die nötigen Mittel zu haben, ausserhalb der Arbeitszeit Veränderungen voranzutreiben. Tatsächlich haben 48 Prozent der Generation Z und 51 Prozent der Millennials schon einmal einen potenziellen Arbeitgeber aufgrund persönlicher Überzeugungen oder ethischer Grundsätze abgelehnt – ein Zeichen dafür, wie wichtig die Übereinstimmung von Werten inzwischen ist.
23 Prozent der Generation Z und 25 Prozent der Millennials in der Schweiz berichten, sich die ganze Zeit oder meistens gestresst oder ängstlich zu fühlen – eine deutliche Verbesserung gegenüber 2025. 52 Prozent der Generation Z und 50 Prozent der Millennials in der Schweiz geben an, dass ihr Beruf zu ihren Angstgefühlen oder ihrem Stressempfinden beiträgt. Die Unterstützung durch den Arbeitgeber im Bereich psychische Gesundheit hat sich jedoch deutlich verbessert: 78 Prozent der Angehörigen der Generation Z und 70 Prozent der Millennials sind mittlerweile der Meinung, dass das Thema psychische Gesundheit an ihrem Arbeitsplatz ernst genommen wird (gegenüber 60 Prozent bzw. 47 Prozent im Jahr 2025). Die diesjährige Studie kommt zu dem Ergebnis, dass zunächst die Ursachen für Stress am Arbeitsplatz bekämpft werden sollten, um das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu fördern. Die drei wichtigsten Faktoren für Stress am Arbeitsplatz: Zu wenig Zeit, um die Arbeit zu erledigen (Gen Z: 52 Prozent, Millennials: 50 Prozent), lange Arbeitszeiten (Gen Z: 47 Prozent, Millennials: 61 Prozent) und ein toxisches Arbeitsklima (Gen Z: 45 Prozent, Millennials: 44 Prozent). Zudem haben 78 Prozent der Generation Z und 72 Prozent der Millennials Arbeitskolleginnen und -kollegen, mit denen sie freundschaftlich verbunden sind, was eine wichtige Rolle spielt: Bei Mitarbeitenden, die Freundschaften am Arbeitsplatz pflegen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie länger als fünf Jahre im Unternehmen bleiben wollen, um 64 Prozent höher als bei Mitarbeitenden ohne solche Freundschaften (27 Prozent).
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Aufgrund der zunehmenden Einbindung künstlicher Intelligenz in die Arbeitswelt sind Soft Skills heute wichtiger denn je. 73 Prozent der Generation Z und 67 Prozent der Millennials in der Schweiz nutzen KI täglich für ihre Arbeit.
Einige werden geschult und weitergebildet, um eng mit der Technologie zusammenzuarbeiten. 24 Prozent der Generation Z und 36 Prozent der Millennials in der Schweiz haben bereits eine KI-Schulung absolviert. 33 Prozent der Generation Z und 30 Prozent der Millennials halten angesichts der technologischen Weiterentwicklung zudem weiterhin Ausschau nach neuen Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich KI.
Während sie ihre technischen Fähigkeiten ausbauen, sind sie zugleich der Ansicht, dass die Förderung von Soft Skills – wie Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Kreativität und Führungsqualitäten – wichtiger ist denn je. Konkret halten 78 Prozent der Generation Z und 76 Prozent der Millennials in der Schweiz die oben genannten Soft Skills für sehr wichtig oder eher wichtig für den beruflichen Aufstieg. Diese menschlichen Fähigkeiten werden sie in einer zunehmend KI-gestützten Welt von anderen abheben.
Die Generation Z legt mehr Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben als darauf, die Karriereleiter zu erklimmen – was jedoch nicht bedeutet, dass es ihnen an Ehrgeiz mangelt. Auf die Frage nach den wichtigsten Gründen für die Wahl ihres derzeitigen Arbeitgebers nannten sie unter anderem Weiterbildung und berufliche Entwicklung. 73 Prozent der Generation Z und 67 Prozent der Millennials in der Schweiz nutzen KI täglich für ihre Arbeit, und viele Unternehmen investieren in die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden, damit diese künftig mit der Technologie Hand in Hand arbeiten können.
24 Prozent der Generation Z und 36 Prozent der Millennials in der Schweiz haben bereits eine KI-Schulung absolviert. 33 Prozent der Generation Z und 30 Prozent der Millennials halten angesichts der technologischen Weiterentwicklung zudem weiterhin Ausschau nach neuen Weiterbildungsmöglichkeiten im Bereich KI.
Allerdings haben viele Angehörige der Generation Z und der Millennials den Eindruck, dass ihre Vorgesetzten die Erwartungen in wichtigen Bereichen ihrer Weiterbildung nicht erfüllen. Sie erwarten von ihren Vorgesetzten, dass sie Orientierung, Inspiration und Mentoring bieten und nicht nur die täglichen Aufgaben überwachen. Anpassungsfähigkeit ist zu einer zentralen beruflichen Kompetenz geworden, wobei sich beide Generationen bewusst sind, dass kontinuierliches Lernen unerlässlich ist, um den raschen technologischen Wandel zu meistern.