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Deloitte Consumer Summer Survey 2026

Sommerzeit bleibt Urlaubszeit 

Sieben von zehn Österreicher:innen verreisen trotz Teuerung  

Das Ergebnis unserer aktuellen Umfrage mit rund 500 Personen zeigt: Der Sommerurlaub bleibt für die meisten Menschen in Österreich ein Fixpunkt und unverzichtbarer Bestandteil des Jahres – selbst in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Allerdings zwingen steigende Lebenshaltungskosten und internationale Krisen viele dazu, genauer zu planen, sparsamer zu reisen und Reiseziele anzupassen.

Key Findings zum Thema Urlaub:

Sieben von zehn Österreicher:innen verreisen heuer im Sommer - der jährliche Sommerurlaub bleibt trotz aller Widrigkeiten ein fixer Anker in der Jahresplanung. 

Jede:r Zweite ändert die Reisepläne wegen geopolitischer Entwicklungen und aktueller Krisen, 73 % haben eine Reise innerhalb Europas geplant, 37 % setzen auf Urlaubsorte im Inland. Andere Kontinente werden diesen Sommer kaum bereist. 

Vor allem auf kürzere Aufenthalte sind gefragt: Für fast die Hälfte der Österreicher:innen (49 %) dauert der Sommerlaub bis zu sieben Tage. Nur 11 % der Befragten verbringen mehr als 14 Tage im Sommerurlaub. 

Der private PKW bleibt das beliebteste Reiseverkehrsmittel und wird zu 61 % genutzt, an zweiter Stelle liegen Flugreisen (41 %), weniger beliebt sind Zug- und Busreisen. 

Ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis in unsicheren Zeiten führt zu mehr Vorsorge. Fast die Hälfte der Befragten (43 %) gibt an, für den diesjährigen Sommerurlaub eine Reise- oder Stornoversicherung abgeschlossen zu haben.  

Durchschnittliche Urlaubsausgaben pro Kopf liegen bei EUR 1.300,- . Anstatt auf Reisen zu verzichten, wird lieber bei Reisezielen, Aufenthaltsdauer und Ausgaben vor Ort gespart.  

"Sieben von zehn Befragten möchten in diesem Sommer verreisen, knapp ein Drittel sogar mehrmals. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Teuerung Spuren hinterlassen hat. Das durchschnittliche Reisebudget liegt heuer bei rund 1.300 Euro pro Person und damit um 200 Euro unter dem Vorjahreswert."

Orsolya Hegedüs, Partnerin, Deloitte Österreich 

Eher (zu)Haus am See als einmal um die Welt

Anstatt auf den Sommerurlaub zu verzichten, setzen die Österreicher:innen im Urlaub auf gezielte Einsparungen: Jede fünfte Person plant, vor Ort weniger Geld auszugeben. Andere achten verstärkt auf Rabatte und Sonderangebote, wählen günstigere Reiseziele oder verkürzen ihren Aufenthalt. Vor allem bei der Wahl der Destination zeigt sich Zurückhaltung: Fast drei Viertel der Urlauber:innen verbringen ihren Sommerurlaub innerhalb Europas, 37 % bleiben in Österreich. Fernreisen spielen heuer nur eine untergeordnete Rolle.  

Mehr als die Hälfte der Befragten verwendet das Urlaubsgeld zumindest teilweise für den Sommerurlaub. Gleichzeitig steigt jedoch die Zahl jener, die das zusätzliche Einkommen für laufende Ausgaben benötigen: Bereits jede vierte Person nutzt das Urlaubsgeld zur Finanzierung des Alltags.  

Wenn das Urlaubsgeld zunehmend für laufende Kosten statt für Erholung verwendet werden muss, zeigt das deutlich, wie stark die finanziellen Belastungen vieler Haushalte gestiegen sind. Diese Entwicklung sollte ein Warnsignal für den Standort Österreich sein.

Harald Breit, CEO, Deloitte Österreich.  

Better safe than sorry

Auch die geopolitischen Entwicklungen, v.a. der Konflikt im Nahen Osten, beeinflussen das Reiseverhalten zunehmend. Mehr als jede zweite Person gibt in der Befragung an, ihre Reise aufgrund aktueller Krisen angepasst zu haben. Viele bevorzugen Reiseziele innerhalb Europas, meiden bestimmte Regionen oder verfolgen die Sicherheitslage vor Reiseantritt genauer als in der Vergangenheit. 

Auch steigende Spritpreise wirken sich auf die Planung aus, der private PKW bleibt aber trotzdem das beliebteste Reisemittel. Sieben von zehn Befragten berücksichtigen die höheren Kosten bei ihrer Urlaubsplanung. Viele sparen an anderer Stelle.

Zudem wächst das Bedürfnis nach Absicherung: Vier von zehn Reisenden haben für den diesjährigen Sommerurlaub eine Reise- oder Stornoversicherung abgeschlossen. Ein Viertel davon gibt an, üblicherweise keine Versicherung abzuschließen, hat sich aber dieses Jahr dazu entschlossen. 

Der Sommerurlaub ist heute nicht mehr nur eine Budgetfrage. Sicherheit entwickelt sich zunehmend zu einem entscheidenden Faktor bei der Wahl des Reiseziels. Wer verreist, plant flexibler, informiert sich intensiver und sichert sich bewusster gegen Risiken ab. Für die Tourismusbranche wird Sicherheit damit immer stärker zu einem Wettbewerbsfaktor.

Harald Breit, CEO, Deloitte Österreich

Unsere Studienergebnisse aus dem Vorjahr zum Download