Zum Hauptinhalt springen
Welcome to Deloitte
If we have selected the wrong experience for you, please change it above.

Sustainability Reporting Analyse 2026

Österreichs Nachhaltigkeitsberichterstattung macht Fortschritte, doch bei der Messbarkeit bleibt viel Potenzial

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung österreichischer Unternehmen wird detaillierter. Ein einheitlicher Qualitätsstandard ist jedoch noch nicht erreicht. Die Deloitte Sustainability Reporting Analyse 2026 zeigt insbesondere bei der Messbarkeit wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte sowie bei der Betrachtung von Wertschöpfungsketten und sozialen Themen deutlichen Weiterentwicklungsbedarf.

Key Findings auf einen Blick

Qualitätsunterschiede:

Reifegrad der Nachhaltigkeitserklärungen unterscheidet sich deutlich von Unternehmen zu Unternehmen 

Begrenzte Perspektive:

Wertschöpfungskette und soziale Themen in der Berichterstattung werden zu wenig beachtet

Fehlende Kennzahlen:

Nur ein Viertel der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte wird vollständig mit Kennzahlen belegt

Fortschritte sichtbar:

Nachhaltigkeitsberichterstattung österreichischer Unternehmen wird detaillierter und professioneller

Für die Deloitte Sustainability Reporting Analyse 2026 wurden 43 Nachhaltigkeitserklärungen aus sechs Wirtschaftssektoren untersucht. Insgesamt erstellen derzeit rund 100 österreichische Unternehmen entsprechende Berichte. Die positive Nachricht: Die Berichte österreichischer Unternehmen haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt, ein einheitlicher Qualitätsstandard ist jedoch noch nicht erreicht und es gibt weiterhin viel Verbesserungspotenzial.   

Nachhaltigkeitsberichterstattung entwickelt sich weiter

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive, kurz CSRD, wurde die Nachhaltigkeitsberichterstattung in Europa umfassend neu aufgestellt. Unternehmen von öffentlichem Interesse müssen neben ihren Finanzinformationen auch über ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft sowie über relevante Nachhaltigkeitsrisiken berichten.

Die Unternehmen haben bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung Fortschritte gemacht. Gleichzeitig sehen wir aber deutliche Qualitätsunterschiede in den Berichten. Hier haben viele Unternehmen noch Nachbesserungsbedarf: Entscheidend sind die internen Prozesse, methodische Herangehensweisen und die Bereitschaft, Nachhaltigkeitsthemen konkret und unternehmensspezifisch zu beschreiben.

Alfred Ripka, Partner und ESG-Experte bei Deloitte Österreich 

Fortschritte lassen sich nur schwer messen

Die größte Lücke zeigt sich bei der quantitativen Messbarkeit. Nur rund ein Viertel der wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekte wird in den untersuchten Erklärungen vollständig anhand von Kennzahlen belegt.

Betriebseigene Umweltauswirkungen sowie Auswirkungen auf die eigene Belegschaft werden bereits vergleichsweise umfassend gemessen. Bei anderen sozialen Fragestellungen fehlen jedoch häufig geeignete Messgrößen. Dazu zählen beispielsweise Auswirkungen auf Konsument:innen und lokale Gemeinschaften sowie die Arbeitsbedingungen entlang der Wertschöpfungskette.

Deloitte View

Damit Nachhaltigkeitsberichterstattung einen konkreten Beitrag zur Unternehmenssteuerung leisten kann, müssen wesentliche Themen nicht nur beschrieben, sondern auch nachvollziehbar erfasst und über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Nur auf dieser Grundlage lassen sich Entwicklungen erkennen und gezielte Verbesserungsmaßnahmen ableiten. 

Von der Berichterstattung zur nachhaltigen Weiterentwicklung

Eine aussagekräftige Nachhaltigkeitsberichterstattung schafft Transparenz. Ihr größter Mehrwert entsteht jedoch dann, wenn Unternehmen die gewonnenen Informationen systematisch nutzen, um ihre Nachhaltigkeitsleistung weiterzuentwickeln.

Dafür braucht es klare interne Prozesse, konsistente methodische Ansätze und belastbare Kennzahlen. Unternehmen sollten wesentliche Nachhaltigkeitsthemen konkret erfassen, Entwicklungen nachvollziehbar dokumentieren und auch jene Auswirkungen berücksichtigen, die außerhalb des eigenen Betriebs entstehen.

Nachhaltigkeitsberichterstattung sollte nicht bei der Offenlegung von Informationen enden. Ihr eigentlicher Mehrwert entsteht dann, wenn mit den gewonnenen Informationen die eigene Nachhaltigkeitsleistung gezielt weiterentwickelt wird.

Alfred Ripka, Partner und ESG-Experte bei Deloitte Österreich 

Nachhaltigkeit strategisch verankern und messbar machen

Nachhaltigkeit bedeutet, langfristige ökonomische, soziale und ökologische Werte zu schaffen und systematisch zu steuern. Deloitte begleitet Unternehmen von der Entwicklung ihrer Nachhaltigkeitsstrategie über die Definition und Umsetzung konkreter Maßnahmen bis zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und Prüfung.  Unser ganzheitlicher Ansatz verbindet Status-quo-Analyse, Systemimplementierung und ESG-Reporting mit Risikomanagement, Kommunikation und Change Management. So unterstützen wir Unternehmen dabei, regulatorische Anforderungen zu erfüllen, aussagekräftige Informationen bereitzustellen und Nachhaltigkeit wirksam in der Organisation zu verankern. 

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere Studienergebnisse aus den Vorjahren zum Download