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Deloitte Smartphone Survey 2026

Zwischen digitalem Alltag und dem Wunsch nach Balance

Das Smartphone ist längst weit mehr als ein Kommunikationsmittel. Es begleitet Menschen durch ihren Alltag, dient als Informationsquelle, Arbeitswerkzeug und Zugang zu Social Media sowie Artificial Intelligence (AI). Die aktuelle Deloitte Smartphone Survey 2026 zeigt jedoch: Mit der steigenden Nutzung wächst auch das Bewusstsein für mögliche Auswirkungen auf Konzentration, Produktivität und Wohlbefinden. Immer mehr Menschen hinterfragen daher ihren digitalen Alltag und suchen nach einer besseren digitalen Balance. 

 

Key Findings auf einen Blick

67 %

verbringen täglich mindestens zwei Stunden mit ihrem Smartphone.

55 %

möchten ihren Smartphone-Konsum reduzieren und haben bereits erste Maßnahmen gesetzt.

35 %

nutzen mindestens einmal pro Woche AI-Apps wie ChatGPT, Claude oder Gemini auf ihrem Smartphone.

Mit dem Deloitte Smartphone Survey analysieren wir jährlich das Smartphone-Verhalten der Österreicherinnen und Österreicher. Für die Ausgabe 2026 wurden 500 Personen in Österreich repräsentativ befragt. Die Ergebnisse zeigen, wie stark das Smartphone den Alltag prägt und welche Rolle dabei Kommunikation, Information, Social Media und AI-Anwendungen spielen. Gleichzeitig macht die Studie deutlich, dass Nutzer:innen zunehmend darauf achten, ihren digitalen Konsum bewusster zu gestalten. 

Nicht ohne mein Smartphone

Für die meisten Menschen ist das Smartphone aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher verbringen mindestens zwei Stunden pro Tag am Smartphone, 15 % sogar mehr als fünf Stunden. Immer häufiger wird das kritisch gesehen: Mehr als die Hälfte der Befragten möchte ihren Smartphone-Konsum zurückschrauben und hat dazu bereits erste Maßnahmen gesetzt.  

Deloitte View

Die ständige Erreichbarkeit und der Druck, auf dem Laufenden zu bleiben, führen dazu, dass immer mehr Menschen gezielt digitale Auszeiten schaffen wollen. Besonders bemerkenswert ist dabei die junge Generation: Bereits jede zweite Person zwischen 14 und 29 Jahren empfindet die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch. Der Wunsch nach digitaler Balance ist gerade bei jenen am stärksten ausgeprägt, die Smartphones am meisten nutzen. 

Kommunikation, Information und AI: Smartphone als Alleskönner

Das Smartphone dient den Österreicherinnen und Österreichern in erster Linie zur Kommunikation und Information. Zwei Drittel verwenden täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder Telegram. Daneben wird es häufig für Telefonate sowie zur Online-Recherche genutzt. Auch Artificial Intelligence etabliert sich zunehmend im Alltag: Bereits jede:r Dritte (35 %) greift zumindest einmal pro Woche auf AI-Smartphone-Apps wie ChatGPT, Claude oder Gemini zurück. 

„Das Smartphone macht AI jederzeit und überall verfügbar. Dadurch wird sie für viele Menschen zu einem praktischen Alltagswerkzeug – sei es zur Informationssuche, für kreative Aufgaben oder zur Unterstützung im Berufs- und Privatleben.“

-Christoph Waldeck, Partner bei Deloitte Österreich

Besonders viel Zeit verbringen die Österreicherinnen und Österreicher zudem in sozialen Netzwerken. Sie dienen längst nicht mehr nur der Unterhaltung, sondern haben sich auch als wichtige Plattformen für Information und persönlichen Austausch etabliert. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich durch Social Media besser informiert, ein Drittel sieht darin eine Stärkung der Beziehungen zu Familie, Freundinnen und Freunden sowie Bekannten.

Informiert und vernetzt – aber nicht ohne Folgen

Soziale Netzwerke begleiten viele als Zeitvertreib durch den ganzen Tag – etwa zu Hause (68 %), zur Überbrückung von Wartezeiten (41 %), beim Fernsehen (27 %) oder in öffentlichen Verkehrsmitteln (25 %). Vor allem genutzt werden diese Netzwerke auf den Smartphones. Jede:r Vierte scrollt selbst vor dem Schlafengehen durch den Feed, jede:r Fünfte direkt nach dem Aufstehen – jedoch nicht ohne Folgen: Jeweils ein Viertel berichten von negativen Auswirkungen auf den Schlaf oder das eigene Zeitmanagement. Die Produktivität im Alltag oder die Konzentrationsfähigkeit leiden ebenso unter dem Social-Media-Konsum. 

Gerade junge Menschen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in sozialen Netzwerken und sind dort häufig mit idealisierten Lebenswelten und problematischen Inhalten konfrontiert. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich, dass die Plattformbetreiber mehr Verantwortung übernehmen.  

Die Botschaft ist klar: Die sozialen Medien müssen Information und Austausch ermöglichen, problematische Inhalte aber konsequenter eindämmen. 

Unsere Studienergebnisse aus den Vorjahr zum Download