Artificial Intelligence entwickelt sich 2026 von einer isolierten Technologie hin zu einer unternehmensweiten Wertschöpfungsplattform. Die aktuellen Global Tech Trends zeigen, dass sich der Schwerpunkt klar verlagert: weg von Experimenten und Einzellösungen, hin zu skalierbaren, integrierten und wirtschaftlich tragfähigen AI-Architekturen. Mit der zunehmenden Verankerung von AI in Kernprozessen, Infrastrukturen und Entscheidungsmodellen steigen nicht nur die Anwendungsfelder, sondern auch die Anforderungen an Organisation, Technologie und Governance. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, AI systematisch zu operationalisieren – entlang von Prozessen, Betriebsmodellen, Sicherheitsarchitekturen und Investitionsstrategien.
Wenn Intelligenz in Maschinen und Infrastrukturen einzieht
Digitale Arbeitskräfte verändern Geschäftsprozesse
Compute, Kosten und Architektur als Wettbewerbsfaktor
Vom Systembetrieb zum Gestalter von Wertschöpfung
Cybersecurity als Fundament skalierbarer AI
Die 17. Ausgabe der „Global Tech Trends“ zeigt fünf technologische Kräfte, die 2026 den Unterschied zwischen isolierten AI-Initiativen und nachhaltigem unternehmerischem Impact ausmachen. AI tritt in eine neue Phase ein: Sie wird physisch, agentisch und infrastrukturell relevant – und zwingt Unternehmen dazu, Technologie, Prozesse und Betriebsmodelle neu auszurichten.
Wenn Intelligenz in Maschinen und Infrastrukturen einzieht
AI verlässt den rein digitalen Raum und wird in Maschinen, Robotik und intelligente Infrastrukturen integriert. Diese Systeme erfassen ihre Umgebung in Echtzeit, lernen aus Daten und steuern operative Abläufe zunehmend autonom. Damit wird AI vom Analysewerkzeug zur produktiven Technologie – mit direkten Auswirkungen auf Effizienz, Sicherheit und Wertschöpfung.
Digitale Arbeitskräfte verändern Geschäftsprozesse
Agentic AI beschreibt Systeme, die Aufgaben eigenständig planen, koordinieren und ausführen. Sie wirken nicht punktuell, sondern entlang ganzer Prozessketten – von Service über IT bis Supply Chain. Der Mehrwert entsteht erst, wenn Prozesse, Systemlandschaften und Governance-Modelle auf agentenbasierte Arbeitsweisen ausgelegt werden.
Compute, Kosten und Architektur als Wettbewerbsfaktor
Mit der Skalierung von AI verändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend. Trotz sinkender Stückkosten steigen Gesamtaufwand, Integrationskomplexität und Energiebedarf deutlich. Hybride Modelle aus Cloud, eigenen AI-Plattformen und Edge-Systemen werden zum neuen Standard.
Vom Systembetrieb zum Gestalter von Wertschöpfung
Die Rolle der IT verschiebt sich vom Systembetrieb hin zur aktiven Gestaltung von Wertschöpfung, Produktivität und Entscheidungsprozessen. IT wird zum Orchestrator von Menschen, Maschinen, Agenten und Datenplattformen. Neue Kompetenzprofile, modulare Architekturen und kontinuierliche Transformation werden zum Normalzustand.
Cybersecurity als Fundament skalierbarer AI
Mit der Integration von AI in Kernsysteme entstehen neue Risiken entlang von Daten, Modellen und Infrastrukturen. Sicherheit wird damit zur Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen und regulatorisch tragfähigen Einsatz. Secure-by-Design und kontinuierliche Überwachung werden zu zentralen Architekturprinzipien.