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Flexible Working Studie 2026

Was kommt nach Homeoffice? AI verändert Arbeit, Führung und Zusammenarbeit

Neue Anforderungen für die Arbeitswelt

Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle sind in Österreich in vielen Unternehmen längst Realität. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Mitarbeitende und Bewerber:innen erwarten mehr Flexibilität, während der Einsatz von Artificial Intelligence die Gestaltung flexibler Arbeit spürbar verändern wird. Die Deloitte Flexible Working Studie 2026 untersucht die Nutzung flexibler Arbeitsformen, ihre Auswirkungen auf Arbeitgeberattraktivität und Zusammenarbeit sowie die Rolle von AI in der Arbeitswelt von morgen. Darüber hinaus zeigt sie ungenutzte Potenziale auf und liefert konkrete Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Gestaltung von Flexible Working.

Key Findings auf einen Blick

70 %

der Unternehmen ermöglichen Homeoffice für mindestens die Hälfte ihrer Belegschaft

88 %

der Mitarbeitenden wünschen sich mehr Unterstützung beim Aufbau von AI-Kompetenzen

61 %

der Unternehmen gehen davon aus, dass AI die Flexibilität der Arbeit stark verändern wird

Seit mehr als 14 Jahren analysiert die Deloitte Flexible Working Studie die Entwicklung flexibler Arbeit in Österreich. Gemeinsam mit der Universität Graz haben wir auch dieses Jahr wieder aktuelle Trends, Herausforderungen und Chancen untersucht. Für die Studie 2026 wurden rund 500 Unternehmensvertreter:innen und Mitarbeitende befragt. Die Ergebnisse zeigen: Flexible Arbeitsmodelle sind dauerhaft etabliert und AI entwickelt sich zum zentralen Treiber der Arbeitswelt von morgen.

Homeoffice und Flexible Working als Benefit

Homeoffice und flexible Arbeitsmodelle sind in österreichischen Unternehmen fester Bestandteil der Arbeitsrealität. In 70 % der befragten Unternehmen ist Homeoffice für mindestens die Hälfte der Mitarbeitenden möglich, 67 % berichten von einer entsprechenden Nutzung.

Für die Mehrheit der Unternehmen steht dabei die Attraktivität als Arbeitgeber im Vordergrund: 9 von 10 Unternehmen verstehen flexible Arbeitsmodelle primär als Angebot für ihre Mitarbeitenden. Betriebliche, wirtschaftliche oder innovationsbezogene Beweggründe spielen eine deutlich geringere Rolle.
 

Deloitte Insight

Flexible Arbeitsmodelle bieten weit mehr als einen Attraktivitätsvorteil im Wettbewerb um Talente. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, angespannter Arbeitsmärkte und hoher Veränderungsdynamik können sie einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen leisten. Entscheidend ist, Flexible Working auch als strategischen Hebel für Resilienz, Anpassungsfähigkeit und nachhaltigen Unternehmenserfolg zu verstehen.

Flexible Arbeitsmodelle verändern Führung und Zusammenarbeit

Die Erwartungen von Bewerber:innen und Mitarbeitenden an flexible Arbeitsformen steigen weiter. Gleichzeitig bewerten Mitarbeitende die Auswirkungen von Homeoffice in vielen Bereichen positiver als Unternehmensvertreter:innen. Mit zunehmender Flexibilität wachsen aber auch die Herausforderungen. Insbesondere die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, der informelle Austausch, die persönliche Vernetzung und die Erreichbarkeit erfordern neue Ansätze. Für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, Flexibilität mit klaren Strukturen, wirksamer Führung und einer zielgerichteten Zusammenarbeit in Einklang zu bringen.

Deloitte Insight

Mit zunehmender Flexibilität und AI-Nutzung wird Führung zu einem zentralen Erfolgsfaktor
Führungskräfte müssen unterschiedliche Erwartungen in Einklang bringen und Zusammenarbeit in hybriden und AI-gestützten Arbeitsumgebungen aktiv gestalten. Klare Rahmenbedingungen, Vertrauen und wirksame Kommunikation werden dabei immer wichtiger.

AI verändert die Zukunft flexibler Arbeit

Die befragten Unternehmen erwarten, dass AI die Gestaltung flexibler Arbeit maßgeblich verändern wird. Im Fokus stehen eine stärkere Aufteilung der Aufgaben zwischen Mensch und AI, mehr Möglichkeiten zur selbstständigen Arbeitsplanung sowie eine stärkere Ausrichtung auf ergebnisorientierte Leistungsbeurteilung. Unternehmen mit einem fortgeschrittenen AI-Einsatz fühlen sich deutlich besser auf diese Entwicklungen vorbereitet als jene, die noch am Anfang ihrer AI-Transformation stehen.

Mit der zunehmenden Integration von AI steigt auch der Bedarf an Unterstützung für Mitarbeitende. Besonders gefragt sind Maßnahmen zum Umgang mit digitalem Stress, zum Aufbau von AI-Kompetenzen und zur Förderung einer offenen Lernkultur. Die größte Lücke zeigt sich beim Thema digitaler Stress: Während sich 86 % der Mitarbeitenden mehr Unterstützung wünschen, haben bisher nur 17 % der Unternehmen entsprechende Maßnahmen umgesetzt.  

Deloitte Insight

AI wird die Zukunft flexibler Arbeit weniger durch neue Arbeitsorte als durch die Flexibilisierung von Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit prägen. Unternehmen sind gefragt Kompetenzen gezielt über skill-basierte Arbeitsmodelle einzusetzen und Führung sowie Organisationsstrukturen an die neuen Anforderungen anzupassen.

Wer das Potenzial von AI ausschöpfen möchte, muss die Transformation daher als People- und Organisations-Transformation verstehen. Nachhaltiger Erfolg entsteht dort, wo technologische Innovation und der Mensch gleichermaßen im Fokus stehen.

Handlungsempfehlungen

Vier Empfehlungen für die Arbeitswelt nach morgen

Flexible Working erfolgreich gestalten

Wie lassen sich Homeoffice, Hybrid Work und Artificial Intelligence erfolgreich miteinander verbinden? Unsere Expert:innen unterstützen Sie dabei, in Ihrem Unternehmen die passende Balance für flexibles Arbeiten zu finden. 

Unsere Studienergebnisse aus den Vorjahr zum Download