Homeoffice und hybride Arbeitsmodelle sind in Österreich in vielen Unternehmen längst Realität. Gleichzeitig steigen die Anforderungen: Mitarbeitende und Bewerber:innen erwarten mehr Flexibilität, während der Einsatz von Artificial Intelligence die Gestaltung flexibler Arbeit spürbar verändern wird. Die Deloitte Flexible Working Studie 2026 untersucht die Nutzung flexibler Arbeitsformen, ihre Auswirkungen auf Arbeitgeberattraktivität und Zusammenarbeit sowie die Rolle von AI in der Arbeitswelt von morgen. Darüber hinaus zeigt sie ungenutzte Potenziale auf und liefert konkrete Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Gestaltung von Flexible Working.
der Unternehmen ermöglichen Homeoffice für mindestens die Hälfte ihrer Belegschaft
der Mitarbeitenden wünschen sich mehr Unterstützung beim Aufbau von AI-Kompetenzen
der Unternehmen gehen davon aus, dass AI die Flexibilität der Arbeit stark verändern wird
Seit mehr als 14 Jahren analysiert die Deloitte Flexible Working Studie die Entwicklung flexibler Arbeit in Österreich. Gemeinsam mit der Universität Graz haben wir auch dieses Jahr wieder aktuelle Trends, Herausforderungen und Chancen untersucht. Für die Studie 2026 wurden rund 500 Unternehmensvertreter:innen und Mitarbeitende befragt. Die Ergebnisse zeigen: Flexible Arbeitsmodelle sind dauerhaft etabliert und AI entwickelt sich zum zentralen Treiber der Arbeitswelt von morgen.
Homeoffice und flexible Arbeitsmodelle sind in österreichischen Unternehmen fester Bestandteil der Arbeitsrealität. In 70 % der befragten Unternehmen ist Homeoffice für mindestens die Hälfte der Mitarbeitenden möglich, 67 % berichten von einer entsprechenden Nutzung.
Für die Mehrheit der Unternehmen steht dabei die Attraktivität als Arbeitgeber im Vordergrund: 9 von 10 Unternehmen verstehen flexible Arbeitsmodelle primär als Angebot für ihre Mitarbeitenden. Betriebliche, wirtschaftliche oder innovationsbezogene Beweggründe spielen eine deutlich geringere Rolle.
Die Erwartungen von Bewerber:innen und Mitarbeitenden an flexible Arbeitsformen steigen weiter. Gleichzeitig bewerten Mitarbeitende die Auswirkungen von Homeoffice in vielen Bereichen positiver als Unternehmensvertreter:innen. Mit zunehmender Flexibilität wachsen aber auch die Herausforderungen. Insbesondere die bereichsübergreifende Zusammenarbeit, der informelle Austausch, die persönliche Vernetzung und die Erreichbarkeit erfordern neue Ansätze. Für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, Flexibilität mit klaren Strukturen, wirksamer Führung und einer zielgerichteten Zusammenarbeit in Einklang zu bringen.
Die befragten Unternehmen erwarten, dass AI die Gestaltung flexibler Arbeit maßgeblich verändern wird. Im Fokus stehen eine stärkere Aufteilung der Aufgaben zwischen Mensch und AI, mehr Möglichkeiten zur selbstständigen Arbeitsplanung sowie eine stärkere Ausrichtung auf ergebnisorientierte Leistungsbeurteilung. Unternehmen mit einem fortgeschrittenen AI-Einsatz fühlen sich deutlich besser auf diese Entwicklungen vorbereitet als jene, die noch am Anfang ihrer AI-Transformation stehen.
Mit der zunehmenden Integration von AI steigt auch der Bedarf an Unterstützung für Mitarbeitende. Besonders gefragt sind Maßnahmen zum Umgang mit digitalem Stress, zum Aufbau von AI-Kompetenzen und zur Förderung einer offenen Lernkultur. Die größte Lücke zeigt sich beim Thema digitaler Stress: Während sich 86 % der Mitarbeitenden mehr Unterstützung wünschen, haben bisher nur 17 % der Unternehmen entsprechende Maßnahmen umgesetzt.