Die Energiewende in Österreich stößt weiterhin auf breite Zustimmung. Trotz anhaltender Teuerung, steigender Lebenshaltungskosten und globaler Unsicherheiten bekennt sich die österreichische Bevölkerung klar zu erneuerbaren Energien und nachhaltiger Mobilität. Investitionen in Photovoltaik, Stromspeicher und energieeffiziente Maßnahmen nehmen zu, während sich auch der Markt für Elektroautos nach einem Rückgang im Vorjahr wieder erholt.
Zustimmungswerte zu Erneuerbaren bleiben hoch
Installation von Stromspeichern erfährt Rekordhoch
Nutzen von strukturellen Maßnahmen wurde erkannt
Markt kommt wieder in Fahrt, Nachfrage ist stark kostengetrieben
Mit der aktuellen Studie von Universität Graz, Deloitte Österreich und Wien Energie erheben wir die aktuelle Stimmungslage zu Erneuerbaren Energien in Österreich. Für diese wurden rund 1.000 Personen in Österreich befragt. Das Fazit: Die Energiewende ist in der österreichischen Bevölkerung verankert. Investitionen werden zunehmend langfristig gedacht – mit Fokus auf Kostenstabilität, Versorgungssicherheit und Klimaschutz.
Erneuerbare Energieprojekte stoßen in Österreich weiterhin auf hohe Zustimmung. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung bewerten entsprechende Vorhaben auch im unmittelbaren Wohnumfeld positiv. Zwar zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang, die Akzeptanz bleibt allerdings auf hohem Niveau – ein starkes Signal in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten.
Photovoltaik ist die beliebteste erneuerbare Technologie in Österreich. Rund ein Drittel der Befragten hat bereits eine PV-Anlage installiert. Hauptmotive sind erwartete Kosteneinsparungen (69 %), Umweltaspekte (34 %) sowie Förderungen (34 %). Besonders bemerkenswert ist der starke Anstieg bei Stromspeichern: 2025 wurde ein Rekordhoch bei Installationen verzeichnet, fast die Hälfte der PV-Anlagen ist mittlerweile mit Speichern ausgestattet.
Steigende Energiepreise führen zu einem bewussteren Umgang mit Energie. Neben Verhaltensänderungen setzen immer mehr Menschen auf strukturelle Maßnahmen wie Gebäudesanierungen oder den Austausch von Heizungssystemen – trotz hoher Anfangsinvestitionen. Parallel dazu wächst das Interesse an gemeinschaftlichen Modellen: Mehr als ein Drittel der Befragten interessiert sich für Bürgerbeteiligungsprojekte, 15 % sind bereits Teil einer Energiegemeinschaft.
Nach einem Allzeittief im Vorjahr steigt das Interesse an Elektroautos wieder deutlich. Ausschlaggebend sind vor allem wirtschaftliche Faktoren: Geringere Betriebskosten (67 %) stehen im Vordergrund, gefolgt von Klimaschutzaspekten (60 %). Förderungen spielen hingegen nur noch eine untergeordnete Rolle. Entscheidend für eine nachhaltige Markterholung sind leistbare Fahrzeugpreise und ein breiteres Angebot im unteren und mittleren Preissegment.