Cyber-Angriffe auf österreichische Unternehmen nehmen zu – sie werden komplexer, professioneller und häufiger. Der Deloitte Cyber Security Report 2026 zeigt: Ransomware und AI-gestützte Angriffe belasten Unternehmen zunehmend. Gleichzeitig entstehen durch Technologien wie AI, Quantencomputer und den wachsenden Einsatz von Zero Trust neue Chancen und Risiken. Aktuelle regulatorische Vorschriften wie NIS2/NISG 2026, Cyber Resilience Act und AI Act wirken als Treiber für Cybersicherheit, auch wenn bei den Unternehmen weiterhin erhebliche Unsicherheiten darüber bestehen, von welchen gesetzlichen Anforderungen sie konkret betroffen sind.
erleben fast täglich Ransomware-Angriffe – mehr als doppelt so viele wie 2024.
können einen totalen Betriebsstillstand nach einem Cyber-Angriff nicht ausschließen.
der von NIS2/NISG 2026 betroffenen Unternehmen haben ihre Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen.
Was bedeutet das für die Resilienz im Ernstfall?
Welche Entwicklungen müssen Unternehmen jetzt priorisieren?
Der aktuelle Cyber Security Report von Deloitte und Foresight zeigt die Entwicklung österreichischer Unternehmen im Bereich Cybersicherheit und liefert Antworten.
Ransomware-Angriffe sind keine Ausnahme mehr, sondern tägliche Belastung. Seit 2024 hat sich der Anteil der Unternehmen, die nahezu täglich betroffen sind, mehr als verdoppelt. Zwei Drittel können nicht ausschließen, dass es durch eine Cyber-Attacke zu einem wochenlangen, totalen Betriebsstillstand kommt.
Zwar gelingt es Unternehmen immer besser, Ransomware-Angriffe technisch einzudämmen, doch das Risiko der Datenverschlüsselung bleibt bestehen. Knapp ein Viertel gibt an, dass es schon einmal zu einer Verschlüsselung von Daten gekommen ist. Die Wiederherstellung wird dann zur Herausforderung: In 40 % der Fälle konnten Daten über eine Sicherung zurückgewonnen werden, eine Entschlüsselung gelang nur in 23 % der Fälle.
Obwohl 66 % einen mehrwöchigen Betriebsausfall nicht ausschließen können, vertrauen Österreichs Unternehmen ihren Daten und IT-Systemen: 86 % bewerten sie als sehr oder ziemlich sicher, 13 % sogar als absolut sicher. Doch trotz der verschärften Bedrohungslage planen 60 % keine höheren Ausgaben für Technik und Prozesse und 69 % keine Veränderungen bei den Personalaufwendungen.
Während AI und Quantencomputer neue Risiken und Chancen schaffen, behält Zero Trust eine Schlüsselrolle in der wirksamen Cyberabwehr.
Viele österreichische Unternehmen wissen nicht, ob oder in welchem Umfang sie von den neuen europäischen Regulierungen betroffen sind. Das zeigt sich deutlich am Beispiel AI Act: 62 % der befragten Unternehmen geben an, AI in ihrer Cyber Security zu nutzen, doch nur 27 % sehen sich vom AI Act betroffen.
Die Bedrohungslage steigt schneller als Budgets und Kapazitäten. Unternehmen sollten daher ihre Maßnahmen konsequent auf Wirksamkeit und Resilienz ausrichten, um ihre Ressourcen bestmöglich einzusetzen. Geübte Prozesse, klare Verantwortlichkeiten, robuste Backups und ein flexibler, Technologie‑offener Einsatz verschiedener Sicherheitslösungen sind zentrale Erfolgsfaktoren für nachhaltige Cybersicherheit.