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Wie Sabine Karriere und Familienleben gut miteinander vereinbart

Sabine Berger ist Director im Business Tax & Legal und spricht im Interview darüber, wie Karriere und Familienleben gut miteinander vereinbar sein können – wenn Vertrauen, Flexibilität und offene Kommunikation stimmen. Sie gibt Einblicke in ihren Arbeitsalltag, ihren Wiedereinstieg nach der Karenz und zeigt, warum Karriere nicht „entweder oder“, sondern gut geplant, „sowohl als auch“ sein kann.

Hallo Sabine! Stell dich gerne kurz vor: Was sind deine Tätigkeiten bei Deloitte im Bereich Tax & Legal?

Meine tägliche Arbeit besteht in den Tätigkeiten eines „Trusted Advisors“. Ich bin erste Ansprechpartnerin für meine Kund:innen in allen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Fragestellungen – von der Steuererklärung bis zur Breakeven-Analyse. Da wir die bestmögliche Expertise unseres Hauses an unsere Kund:innen weitergeben möchten, arbeite ich immer wieder mit neuen Kolleg:innen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Dadurch entstehen immer wieder neue Herausforderungen und Kontakte, das gefällt mir sehr.

Welche Rahmenbedingungen findest du besonders wertvoll und hilfreich in Hinblick auf den Familienalltag? 

Besonders schätze ich das Vertrauen meiner Führungskraft und meines Teams, die mir eine flexible Arbeitseinteilung hinsichtlich Arbeitsort und -zeit ermöglichen. In der Regel arbeite ich an zwei Tagen im Homeoffice, drei Tage bin ich im Büro. Letztlich sind wir in meinem Team sehr flexibel und ich kann durchaus auch spontan im Homeoffice arbeiten, wenn es familiär bedingt notwendig ist. Dazu bin ich mit meinen Kolleg:innen sehr gut abgestimmt. Außerdem habe ich fixe Nachmittage, an denen ich bewusst die Arbeit zur Seite lege und mich auf die Zeit mit meinem Sohn konzentrieren kann.  

Falls du eine Karenz genutzt hast – wie war der Wiedereinstieg für dich?

Ich war nach der Geburt meines Sohnes zehn Monate in Karenz und bin ich nach dem Mutterschutz - soweit möglich - wieder eingestiegen. Somit habe ich die Verbindung zu meinem Team, meinen Kolleg:innen und Kund:innen nie verloren und bin immer am Ball geblieben. Mein Sohn kam während der Corona-Pandemie auf die Welt, daher habe ich während meiner geringfügigen Tätigkeit anfangs ausschließlich aus dem Homeoffice gearbeitet, war dann aber auch – sobald es wieder möglich war – im Büro.

Wie beeinflusst ein familienfreundliches Arbeitsumfeld die Karriereplanung und  -entwicklung für dich? 

Für mich war es nach der absolvierten Steuerberaterprüfung sehr wichtig, Karriere und Familie unter einen Hut bringen zu können. Meine Führungskräfte bei Deloitte haben mir immer das Gefühl gegeben, dass beides möglich ist. Somit war es nie eine Entscheidung von „entweder … oder“, sondern immer nur eine Frage der Struktur. Mein zuständiger Partner hat mich in dieser Zeit sehr proaktiv unterstützt. Durch den offenen Austausch konnten wir Projekte und Zuständigkeiten gut verteilen, sodass ich ohne Stress und Druck sowohl Zeit für meinen Sohn als auch für Kund:innen sowie Karrieremöglichkeiten hatte und somit kein Aspekt meines Lebens zu kurz kam.

Wenn du eine Superkraft haben könntest, um Familienleben und Berufsalltag optimal zu verbinden, welche wäre das und warum?

Manchmal würde ich gerne den Tag verlängern. Familienleben und Berufsalltag sind eine tägliche Herausforderung. Ich wünsche mir oft, dass der Tag 48 Stunden hätte.  

#kaffeehausmoment – Bei mancher Kaffeepause habe ich mit meinen Kolleg:innen und Kund:innen schon die eine oder andere Lösung gefunden.

Mein typisches Sommerwochenende

Mein typisches Sommerwochenende besteht aus einem gemütlichen Freitagnachmittag nach dem Büro und Kindergarten, den wir bei einer Grillerei mit Freund:innen bei uns auf der Terrasse ausklingen lassen. Samstags starten wir mit einer Tasse Kaffee im Bett und lesen mit meinem Sohn Bücher wie „Der kleine Siebenschläfer“. Ab Samstagmittag bis Sonntagabend sind wir dann meist in Baden und genießen dort entweder das Strandbad oder den Garten meiner Schwiegereltern. 

3 Dinge, die ich gelernt habe:

Offene Kommunikation

Ich habe gelernt Dinge immer offen anzusprechen.

Netzwerk

Ich habe mir ein starkes Netzwerk aufgebaut.

Vertrauen

Ich vertraue auf mich und bleibe stets ich selbst.

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Was ich gerne lese

Ich lese sehr viel, da mir das Lesen beim Abschalten vor dem Einschlafen hilft. Zuletzt beeindruckt hat mich „Der Retter der Mütter“ – ein Roman über Ignaz Semmelweis, der mit seinen Erkenntnissen die Medizin nachhaltig prägte. Seine Erneuerungen wurden allerdings erst Jahrzehnte später geschätzt, was zeigt, dass man Erfolge oft erst auch auf den zweiten Blick erkennt.