Das Beratungsunternehmen Deloitte hat die zentralen Tech-Trends für 2026 im Unternehmenskontext identifiziert. Dabei wird deutlich: Artificial Intelligence (AI) bleibt das dominierende Thema in diesem Jahr. Denn mit dem immer breiteren Anwendungsfeld wird die Technologie auch wirtschaftlich immer relevanter. Unternehmen stehen vor dem Sprung vom reinen Experimentieren hin zum tatsächlichen Einsatz in der täglichen Praxis.
Wien, 22. Jänner 2026 – Mit der 17. Ausgabe der „Global Tech Trends“ gibt das Beratungsunternehmen Deloitte einen umfassenden Überblick über die wichtigsten technologischen Entwicklungen, die Unternehmen in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Eines ist dabei klar: Das Jahr 2026 stellt einen Wendepunkt für den Einsatz von Artificial Intelligence (AI) dar.
Anwendungsfeld von AI wird noch breiter
Unternehmen müssen in den kommenden Monaten den Übergang von rein digitalen AI-Anwendungen hin zu sogenannten Physical-AI-Systemen schaffen. Konkret bedeutet das, dass die Technologie zunehmend in Maschinen, Robotern, Fahrzeugen und intelligenten Infrastrukturen integriert wird. Diese Systeme können ihre Umgebung wahrnehmen, aus den Erfahrungen lernen und so künftig eigenständig handeln.
AI ist damit nicht mehr nur Analysetool, sondern tritt in die Interaktion mit der realen Welt. Für Unternehmen eröffnen sich dadurch völlig neue Effizienzpotenziale, die auch für ihre Wertschöpfung zunehmend relevant werden.
Bernhard Göbl, Partner im Bereich Technology & Transformation bei Deloitte Österreich
Agentic AI steht vor dem Realitätstest
Mit sogenannten Agentic-AI-Systemen entstehen AI-Lösungen, die nicht nur einzelne Aufgaben erledigen, sondern ganze Arbeitsschritte eigenständig koordinieren können – etwa im Kundenservice, in der IT-Steuerung oder in der Planung. Viele Unternehmen stoßen dabei jedoch an Grenzen, weil bestehende Prozesse lediglich automatisiert, aber nicht grundlegend neugestaltet werden.
Agentische Systeme funktionieren nicht wie klassische Software. Sie müssen wie digitale Mitarbeitende gedacht werden – mit klaren Rollen, Verantwortlichkeiten und Kontrollmechanismen. Das verändert Prozesse, Führungsmodelle und Organisationen.
Bernhard Göbl, Partner im Bereich Technology & Transformation bei Deloitte Österreich
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für AI verändern sich
Der vermehrte Einsatz von AI beeinflusst auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Trotz sinkender Kosten pro Recheneinheit steigen die Gesamtaufwendungen im Zusammenhang mit AI deutlich. Zudem erreichen klassische Cloud-Strategien zunehmend ihr Limit.
Unternehmen werden ihre IT künftig stärker aufteilen – in flexible Cloud-Lösungen, eigene Rechenzentren für dauerhaft genutzte AI-Anwendungen und dezentrale Systeme für besonders schnelle Reaktionen. Entscheidend ist, dass früh klargestellt wird, welche Aufgaben wo laufen. Wer das rechtzeitig festlegt, verschafft sich einen echten Wettbewerbsvorteil.
Andreas Auer, Senior Manager und Transformationsexperte bei Deloitte Österreich
AI definiert die Rolle der IT neu
Die Rolle der IT-Abteilungen verändert sich grundlegend. Statt primär Systeme zu betreiben, rückt die aktive Gestaltung von Geschäftsmodellen, Prozessen und Produktivität in den Vordergrund. Die IT wird damit zum Bindeglied zwischen Menschen, Maschinen und KI-Systemen. Neue Rollen entstehen, klassische Zuständigkeiten verschwimmen und kontinuierliche Anpassung wird zum Normalzustand.
Erfolg von AI steht und fällt mit dem Sicherheitsaspekt
Mit der zunehmenden Verbreitung von AI steigen auch die Risiken – von manipulierten Daten bis hin zu angreifbaren Modellen und Infrastrukturen. Sicherheit wird damit zur zentralen Voraussetzung für wirtschaftlichen AI-Einsatz.
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Jedes DTTL Mitgliedsunternehmen ist unter Beachtung des jeweils geltenden lokalen Rechts, der Handelsgebräuche und sonstigen Umstände organisiert und erbringt Leistungen innerhalb des eigenen Landes selbst, durch Tochtergesellschaften und durch andere Unternehmen.
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