Die Arbeitswelt steht an einem Wendepunkt. Die rasante Entwicklung von Artificial Intelligence (AI) verändert Arbeitsprozesse schneller, als sich Unternehmen organisatorisch anpassen können. Während immer mehr Beschäftigte AI im Arbeitsalltag nutzen, fehlen in vielen Unternehmen noch entsprechende Rahmenbedingungen, um das volle Potenzial der Technologie auszuschöpfen. Die Führungskräfte sind am Zug: Sie müssen die wichtige Mensch-Maschinen-Interaktion vorantreiben.
Wien, 1. April 2026 – Geopolitische Spannungen, wirtschaftliche Volatilität und disruptive technologische Veränderungen – all diese Entwicklungen wirken aktuell gleichzeitig auf Unternehmen ein. Vor allem der rasante Fortschritt von Artificial Intelligence (AI) stellt Betriebe vor die grundsätzliche Frage, wie Arbeit künftig gestaltet wird.
Eine aktuelle Deloitte Studie unter 9.000 Führungskräften aus 76 Ländern, darunter auch Österreich, zeigt: AI verändert Arbeitsprozesse schneller, als sich Strukturen und Unternehmenskulturen anpassen können.
Geschwindigkeit wird bei der AI-Integration in Arbeitsprozesse zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Die Unternehmen haben das erkannt. 7 von 10 Führungskräften erklären die Steigerung des Tempos und die Erhöhung der Wendigkeit in den nächsten drei Jahren zu ihrer primären Wettbewerbsstrategie. Nun müssen dieser Absichtserklärung auch Taten folgen.
Gudrun Heidenreich-Pérez, Partnerin bei Deloitte Österreich
Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ist essenziell
Schon jetzt ist AI bei fast zwei Drittel der Unternehmen Teil des Alltags, doch nur 14 % gestalten aktiv die Zusammenarbeit zwischen Mensch und AI. Die Mehrheit (59 %) verfolgt im Zusammenhang mit AI einen ausschließlich technologiezentrierten Ansatz und lässt damit viel Potenzial ungenützt.
Der echte Mehrwert von AI entsteht nicht durch die Technologie allein. Entscheidend ist, wie Mitarbeitende sie nutzen – mit Urteilsvermögen und Kreativität. Diese bewusste Gestaltung ist eine neue Managementkompetenz. Sie erfordert, dass Arbeit, Rollen und Prozesse neu definiert werden. Dazu gilt es den entsprechenden Rahmen zu setzen und Verantwortlichkeiten sowie Entscheidungsstrukturen zu regeln.
Isabella Schleifer, Director bei Deloitte Österreich
Klare Abläufe wie beispielsweise „Human-in-the-Loop“, bei dem der Mensch die AI-Ergebnisse prüft, sorgen dabei für Klarheit und eine effektivere Nutzung. Zudem braucht es eine Experimentier- und Lernkultur, die kontinuierliches Lernen in den persönlichen Arbeitsalltag integriert statt isoliert im Trainingsprogramm fördert.
Die besten Lösungen basieren auf dynamischer, interdisziplinärer Zusammenarbeit. Das klassische Organisationsmodell wird dem Anspruch an Geschwindigkeit oft nicht gerecht, denn funktionale Silos bremsen. Der Wettbewerbsvorteil entsteht durch flexible Orchestrierung von Skills, Daten und Technologie.
Isabella Schleifer, Director bei Deloitte Österreich
Klare Verantwortlichkeiten sind gefragt
Mit der steigenden Präsenz von AI im Arbeitsalltag gewinnen auch Fragen nach Vertrauen und Verantwortung an Bedeutung. AI-erstellte Lebensläufe, Arbeitsproben oder Entscheidungsgrundlagen sind bereits heute Teil vieler Geschäftsprozesse. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass nur 5 % der Unternehmen aktiv Maßnahmen setzen, um über die Zuverlässigkeit und Herkunft ihrer Daten Bescheid zu wissen. Ebenso wenig sehen sich bei Entscheidungsrechten und Governance-Strukturen ausreichend vorbereitet.
Unternehmen müssen Verantwortungen festlegen, die Verlässlichkeit von Daten sichern und Arbeit neu gestalten. Es muss klar definiert werden, in welchen Situationen Algorithmen Entscheidungen treffen können und wann menschliches Eingreifen erforderlich ist. Nur so lassen sich die Potenziale von AI ausschöpfen, ohne dass Sicherheitsbedenken zum Hemmnis werden.
Gudrun Heidenreich-Pérez, Partnerin bei Deloitte Österreich
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