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Deloitte Studie: Jede:r Vierte verbringt zu viel Zeit am Smartphone

  • Unverzichtbarer Alltagsbegleiter: Zwei Drittel verbringen mindestens zwei Stunden täglich am Handy 
  • Digitale Balance: Vor allem junge Menschen möchten ihre Bildschirmzeit deutlich reduzieren 
  • AI immer griffbereit: Jede dritte Person nutzt regelmäßig Anwendungen wie ChatGPT auf dem Smartphone 
  • Besser informiert, weniger konzentriert: Österreicherinnen und Österreicher scrollen sogar direkt nach dem Aufstehen durch soziale Netzwerke 

Das Smartphone ist längst viel mehr als ein Kommunikationsmittel. Es beeinflusst, wie wir uns informieren, Beziehungen pflegen und die Freizeit gestalten. Laut einer aktuellen Deloitte Studie verbringen die meisten Österreicherinnen und Österreicher mehrere Stunden täglich mit ihrem digitalen Begleiter. Die hohe Nutzungsdauer führt jedoch auch dazu, dass viele ihren eigenen Smartphone-Konsum zunehmend kritisch hinterfragen.  

Wien, 19. August 2026 –  Für die meisten Menschen ist das Smartphone aus dem Alltag nicht mehr weg zu denken. Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Beratungsunternehmens Deloitte unter 500 Personen zeigt: Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher verbringen mindestens zwei Stunden pro Tag am Smartphone, 15 % sogar mehr als fünf Stunden. Immer häufiger wird das kritisch gesehen: Mehr als die Hälfte der Befragten möchte ihren Smartphone-Konsum zurückschrauben und hat dazu bereits erste Maßnahmen gesetzt. 

„Die ständige Erreichbarkeit und der Druck, auf dem Laufenden zu bleiben, führen dazu, dass immer mehr Menschen gezielt digitale Auszeiten schaffen wollen. Besonders bemerkenswert ist dabei die junge Generation: Bereits jede zweite Person zwischen 14 und 29 Jahren empfindet die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch. Der Wunsch nach digitaler Balance ist gerade bei jenen am stärksten ausgeprägt, die Smartphones am meisten nutzen.“ 

Christoph Waldeck, Partner bei Deloitte Österreich.

Kommunikation, Information und AI: Smartphone als Alleskönner

Das Smartphone dient den Österreicherinnen und Österreichern in erster Linie zur Kommunikation und Information. Zwei Drittel verwenden täglich Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder Telegram. Daneben wird es häufig für Telefonate sowie zur Online-Recherche genutzt. Auch Artificial Intelligence etabliert sich zunehmend im Alltag: Bereits jede:r Dritte (35 %) greift zumindest einmal pro Woche auf AI-Smartphone-Apps wie ChatGPT, Claude oder Gemini zurück.

„Das Smartphone macht AI jederzeit und überall verfügbar. Dadurch wird sie für viele Menschen zu einem praktischen Alltagswerkzeug – sei es zur Informationssuche, für kreative Aufgaben oder zur Unterstützung im Berufs- und Privatleben.“ 

Christoph Waldeck, Partner bei Deloitte Österreich.

Besonders viel Zeit verbringen die Österreicherinnen und Österreicher zudem in sozialen Netzwerken. Sie dienen längst nicht mehr nur der Unterhaltung, sondern haben sich auch als wichtige Plattformen für Information und persönlichen Austausch etabliert. Mehr als die Hälfte der Befragten fühlt sich durch Social Media besser informiert, ein Drittel sieht darin eine Stärkung der Beziehungen zu Familie, Freundinnen und Freunden sowie Bekannten.

Informiert und vernetzt – aber nicht ohne Folgen 

Soziale Netzwerke begleiten viele als Zeitvertreib durch den ganzen Tag – etwa zu Hause (68 %), zur Überbrückung von Wartezeiten (41 %), beim Fernsehen (27 %) oder in öffentlichen Verkehrsmitteln (25 %). Vor allem genutzt werden diese Netzwerke auf den Smartphones. Jede:r Vierte scrollt selbst vor dem Schlafengehen durch den Feed, jede:r Fünfte direkt nach dem Aufstehen – jedoch nicht ohne Folgen: Jeweils ein Viertel berichten von negativen Auswirkungen auf den Schlaf oder das eigene Zeitmanagement. Produktivität im Alltag oder Konzentrationsfähigkeit leiden ebenso unter dem Social-Media-Konsum. 

„Gerade junge Menschen verbringen einen großen Teil ihres Alltags in sozialen Netzwerken und sind dort häufig mit idealisierten Lebenswelten und problematischen Inhalten konfrontiert. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher wünschen sich, dass die Plattformbetreiber mehr Verantwortung übernehmen. Die Botschaft ist klar: Die sozialen Medien müssen Information und Austausch ermöglichen, problematische Inhalte aber konsequenter eindämmen.“

Christoph Waldeck, Partner bei Deloitte Österreich.