Artificial Intelligence hat sich binnen kürzester Zeit von einer Science-Fiction-Idee zum täglich genutzten Mainstream-Tool entwickelt. Vor allem die Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbranche wird durch AI revolutioniert, wie eine aktuelle Trendanalyse des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt. Neben neuen Tools und Formaten, die vielfältige Chancen bieten, kommen mit dem neuen Zeitalter aber auch einige Herausforderungen auf die Branche zu.
Wien, 17. Dezember 2025 – Im Rahmen der TMT Predictions analysiert Deloitte jährlich die zentralen Trends für den Technologie-, Medien- und Telekommunikationsbereich. Das Ergebnis der aktuellen Ausgabe: Das Thema Artifical Intelligence bestimmt die Zukunft der Branche.
AI zieht sich durch alle Bereiche. Mit dieser disruptiven Technologie hat sich nicht nur die digitale Mediennutzung grundlegend verändert, auch die Ansprüche an Geschäftsmodelle sowie die technische Infrastruktur sind heute ganz andere als noch vor wenigen Jahren. Für Unternehmen gilt es hier schnell zu reagieren, um die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Christoph Waldeck, Partner und TMT-Leader bei Deloitte
Österreich
AI revolutioniert Informationssuche
Bereits jetzt arbeiten Suchmaschinenanbieter wie Google & Co. mit AI-Tools, die automatisch die relevantesten Suchergebnisse für Userinnen und User zusammenfassen. Im Jahr 2026 wird diese Form der AI-Nutzung weiter zunehmen: In Industrieländern wird fast ein Drittel aller Erwachsenen täglich mindestens eine AI-generierte Suchzusammenfassung sehen. Damit wird sich die Art und Weise, wie Menschen an Informationen gelangen, grundlegend verändern.
Anstatt Links anzuklicken und sich Antworten selbst zusammenzusuchen, verlassen sich immer mehr Userinnen und User auf die AI-erstellten Zusammenfassungen. Aktuell ist hier jedoch noch Vorsicht geboten, da sich auch falsche Informationen einschleichen können. Ähnlich wie bei GenAI-Abfragen gilt die Regel: Ein manueller Faktencheck lohnt sich.
Christoph Waldeck, Partner und TMT-Leader bei Deloitte
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Agentic AI schreibt die Regeln neu
Während die weitverbreitete GenAI Inhalte auf Zuruf erstellt, fungiert Agentic AI als autonomes System, das eigenständig Aufgaben übernimmt und Entscheidungen trifft. Laut Deloitte Analyse wird diese agentenbasierte AI-Form in naher Zukunft einen starken Aufschwung erleben: Bis zu 75 % der befragten Unternehmen wollen 2026 in Agentic AI investieren und damit Schritt für Schritt klassische Software-as-a-Service-Tools ersetzen. Dementsprechend könnte der Markt bis 2030 von prognostizierten 35 Mrd. auf 45 Mrd. US-Dollar steigen – vorausgesetzt die Unternehmen setzen die Technologie strategisch klug ein.
AI-Boom fordert Hardware und Infrastruktur
Durch den rasanten Aufstieg von AI nimmt auch der Bedarf an entsprechender Hardware und Infrastruktur zu. So prognostiziert Deloitte, dass 2026 weltweit fast 100 Milliarden US-Dollar in souveräne AI-Computer investiert werden. Vor allem die EU erhöht demnach angesichts globaler Unsicherheiten ihre Investitionen, um die Kontrolle über wichtige digitale Infrastrukturen zurückzugewinnen.
Die weltweiten Bestrebungen, mehr lokale Kontrolle über die AI-Technologie zu erlangen, legt auch etwaige Schwachstellen in den Lieferketten offen. Das bietet eine große Chance zur Optimierung, die genutzt werden sollte.
Christoph Waldeck, Partner und TMT-Leader bei Deloitte
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Neue Medienformate etablieren sich
Im neuen Jahr wird sich auch eine Reihe neuer Medienformate weiter durchsetzen. Unter anderem wird etwa der Markt für Video-Podcasts rasant wachsen. Globale Werbeerlöse in diesem Zusammenhang sollen 2026 um 20 % auf rund 5 Mrd. US-Dollar steigen. Des Weiteren boomen aktuell sogenannte Micro-Dramas: Die kurzen, auf Smartphones zugeschnittenen Serienformate erreichen über 500 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer jährlich. Ihr Umsatz soll demnach im kommenden Jahr von 3,8 Mrd. auf 7,8 Mrd. US-Dollar steigen. Und auch in der Medienbranche kommt man am Thema AI nicht vorbei. So sind AI-generierte Videos mittlerweile im Mainstream angekommen und bieten viele neue Chancen. Gleichzeitig bringen sie aber auch Herausforderungen mit sich, was Authentizität, Regulierung und Vertrauen angeht.
Die neuen Formen des Geschichtenerzählens verändern die Art und Weise, wie das Publikum Inhalte nutzt und daran teilnimmt. Unterhaltung muss vor diesem Hintergrund komplett neu gedacht werden, was auch öffentlich-rechtliche Sender unter Zugzwang bringt. Viele setzen hier künftig auf Kooperationen beispielsweise mit Content Creators, um sich für eine jüngere Zielgruppe attraktiv zu positionieren.
Christoph Waldeck, Partner und TMT-Leader bei Deloitte
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