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Am 18. Juni 2026 brachte der 26. Deutsche Fondstag erneut Vertreterinnen und Vertreter der Fondsbranche, des Finanzplatzes Luxemburg sowie des deutschsprachigen Deloitte Netzwerks zusammen. Die Veranstaltung bot erneut eine Plattform für den Austausch zu den zentralen Themen und Herausforderungen der Fondsindustrie.
Joachim Heukmes, neuer CEO und Managing Partner von Deloitte Luxemburg, eröffnete die Veranstaltung und verdeutlichte, wie wichtig es für den luxemburgischen Finanzplatz ist, seine Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, Innovationskraft zu beweisen, den Wandel aktiv mitzugestalten und im globalen Wettbewerb weiterhin erfolgreich Fonds anzuziehen.
In seinen anschließenden Eröffnungsworten erinnerte Harald Thul (Leiter der German Business Community bei Deloitte Luxemburg), an die wachsende Bedeutung der Fondsindustrie für die Finanzierung in Infrastruktur, Digitalisierung, Energieversorgung, Verteidigungsfähigkeit und die Stabilisierung der Renten- und Vorsorgesysteme und die Wichtigkeit von Veranstaltungen wie dieser, um im regelmäßigen Austausch zu bleiben und gemeinsam Lösungsansätze für die aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderung zu entwerfen.
Eine Herausforderung für die Fondsindustrie sind die Veränderungen der Kundenbedürfnisse im Bereich der Fondsdistribution. Thorsten Heymann (Deloitte Deutschland) widmete sich diesen Entwicklungen. Sinkende Margen, die zunehmende Bedeutung passiver Produkte sowie die stärkere Ausrichtung auf das Privatkundengeschäft führen zu Veränderungen etablierter Geschäftsmodelle. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz gewinnt entlang der Wertschöpfungskette zunehmend an Bedeutung. Hier liegen Potenziale für die Fondsanbieter, die durch innovative Lösungsansätze erschlossen werden können.
Die Chancen für den Finanzplatz Luxemburg, die durch digitale Assets bestehen, wurden von Aline Gorges (Deloitte Luxemburg) und Giulia Pescatore (Deloitte Luxemburg) herausgestellt. Insbesondere die zunehmende Tokenisierung von Vermögenswerten stand im Mittelpunkt. Die Dynamik der vergangenen Jahre verdeutlicht die wachsende Bedeutung dieses Themenfelds.
Der Programmpunkt «Blick aus dem Cockpit» von Dr. Martin Weth (Capitum Consulting, Schweiz) bildete ein besonderes Highlight. Er zeigte anhand realer Beispiele die Parallelen zwischen Entscheidungsfindung im Cockpit und in der Finanzbranche auf. Konzepte wie Prospect Theory, Compound Effect und Exponential Growth Bias sind nicht nur in der Fondsindustrie von Bedeutung – sondern auch im Cockpit. Die zentrale Erkenntnis: Nicht die größte Expertise ist erfolgsentscheidend, sondern eine gelebte Speak-up-Kultur, Psychological Safety und eine strukturierte Entscheidungsfindung.
Sebastian Schieck (Deloitte Luxemburg) und Tobias Degünther (Deloitte Luxemburg) gaben einen Überblick über aktuelle und bevorstehende Entwicklungen, die unmittelbare Auswirkungen auf die Luxemburger Fondsindustrie haben. Im Mittelpunkt standen unter anderem neue europäische und nationale Vorgaben, die Anpassungen bei Produktgestaltung, Vertriebsprozessen und Reporting erfordern. Deutlich wurde, dass Regulierung weiterhin ein zentraler Stabilitätsanker für den Markt darstellt, zugleich jedoch anspruchsvolle Transformationsprozesse innerhalb der Fondsindustrie auslöst.
Ein weiterer Programmpunkt war das Steuerupdate von Tomas Papousek (Deloitte Luxemburg), Vitali Schuetz (Deloitte Luxemburg) und Pablo Casabe (Deloitte Luxemburg). Im Fokus stand unter anderem die luxemburgische Abonnementsteuer für Fonds. Mit jährlichen Einnahmen von mehr als 1,2 Milliarden Euro zählt sie zu den bedeutendsten Steuerquellen Luxemburgs. Vor diesem Hintergrund wurden die Anforderungen an robuste Prozesse und Kontrollmechanismen zur Vermeidung steuerlicher und regulatorischer Risiken beleuchtet.
Der 26. Deutsche Fondstag verdeutlichte erneut die Vielfalt der Themen, die die Fondsindustrie aktuell prägen. Von steuerlichen und regulatorischen Fragestellungen über digitale Innovationen bis hin zu Führungs- und Zukunftsthemen bot die Veranstaltung zahlreiche Impulse für den fachlichen Austausch innerhalb der deutschsprachigen Community in Luxemburg.
Die nächste Ausgabe findet im Januar 2027 (genauer Termin folgt) statt und bietet erneut Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen der Branche zu diskutieren sowie den Austausch innerhalb des Netzwerks fortzuführen. Seien Sie wieder dabei, wenn wir Ihnen interessante Markteinblicke und die Möglichkeit zum intensiven Austausch innerhalb der deutschsprachigen Community in Luxemburg bieten.