Am 27. Januar 2026 fand die 25. Jubiläumsausgabe des Deutschen Fondstag mit mehr als 200 Gästen statt.
Seit seiner Gründung im Jahr 2013 ist der Deutsche Fondstag als Forum für offenen Dialog innerhalb der Fondsindustrie konzipiert. In den vergangenen Jahren hat sich die Veranstaltung zu einer etablierten Plattform entwickelt, die Marktteilnehmer, Aufsichtsbehörden und politische Entscheidungsträger in Luxemburg zusammenbringt.
In den Eröffnungsworten betonten John Psaila (CEO Deloitte Luxemburg), Volker Krug (CEO Deloitte Deutschland) und Harald Thul (Leiter German Business Community bei Deloitte Luxemburg), die Bedeutung der deutschsprachigen Community in Luxemburg sowie des grenzüberschreitenden deutschsprachigen Netzwerks für den Finanzplatz.
Der wirtschaftliche Ausblick auf das Jahr 2026, präsentiert von Dr. Alexander Börsch (Chefökonom von Deloitte Deutschland), verdeutlichte den anhaltenden konjunkturellen Druck, die starke, durch künstliche Intelligenz getriebene Investitionsdynamik sowie die Auswirkungen von US-Zöllen auf exportorientierte Branchen.
Im Anschluss gab Sascha Voigt einen Überblick über die europäische und luxemburgische Fondslandschaft. Martin Flisgen (Deloitte Deutschland) vertiefte diese Einordnung mit einem Vortrag zur digitalen Verwaltungsgesellschaft und zeigte den strukturellen Wandel der Branche auf. Dabei wurde insbesondere die wachsende Bedeutung agentenbasierter KI-Lösungen hervorgehoben.
Zentrale regulatorische Entwicklungen standen ebenfalls im Fokus. Beate Twellmeyer, Kevin Boran und Sascha Voigt beleuchteten aktuelle Themen rund um die Spar- und Investitionsunion, den ESMA-Peer-Review zur Verwahrstellenaufsicht, die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung im Rahmen von SFDR 2.0 sowie das neue CSSF-Rundschreiben 25/901. Dabei wurde die Rolle der Regulierung als wesentlicher Pfeiler für Vertrauen und Stabilität unterstrichen, ebenso wie die Notwendigkeit einer kritischen und konstruktiven Auseinandersetzung mit regulatorischen Vorgaben.
Ein zentrales Diskussionsthema des diesjährigen Fondstags war die Frage, welche Chancen sich für die europäischen Rentensysteme im Rahmen der Spar- und Investitionsunion ergeben. Diese Fragestellung wurde gemeinsam mit Patrick Augustin (McGill University), Corinne Lamesch (ALFI) und Jochen Wiesbach (Union Investment Privatfonds GmbH) erörtert. Zum Auftakt stellte Patrick Augustin die ALFI-Studie „Europe’s Productive Capital Gap“ vor.
Den Abschluss bildete ein Kamingespräch zwischen Frank Lichtenthäler und dem ehemaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten und Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn. Im Mittelpunkt standen die geopolitische Stabilität sowie die Rolle Europas in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld.
Nach dem Fondstag ist vor dem Fondstag!
Wir freuen uns jetzt schon auf den 26. Deutschen Fondstag, der am 18. Juni 2026 stattfindet. Seien Sie wieder dabei, wenn wir Ihnen interessante Markteinblicke und die Möglichkeit für intensiven Austausch innerhalb der deutschsprachigen Community in Luxemburg bieten.