This site uses cookies to provide you with a more responsive and personalized service. By using this site you agree to our use of cookies. Please read our cookie notice for more information on the cookies we use and how to delete or block them.

Bookmark Email Print page

Social Media - Neue Impulse für die Fondsindustrie - 10/09/2012


DOWNLOAD  

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen eine weitere Ausgabe unseres Newsletters Auf den Punkt gebracht. vorstellen zu dürfen. In dieser Ausgabe haben wir für Sie die Themen Social Media – Neue Impulse für die Fondsindustrie sowie Liquiditätsrisikomanagement und die damit verbundenen Herausforderungen im Kontext von Basel III/CRD IV unter die Lupe genommen.

Darüber hinaus stellen wir Ihnen in der Informationsrubrik Regulatorische & steuerliche Entwicklungen  folgende Themen vor:

  • UCITS VI kündigt sich an
  • EMIR – Neue regulatorische Anforderungen für den OTC-Derivatehandel
  • Jahressteuergesetz 2013
  • FATCA – Zwischenstaatliche Vereinbarungen

Wir möchten unsere neuen Leser darauf hinweisen, dass vergangene Ausgaben unseres Newsletters online verfügbar sind und abgerufen werden können.

Wir würden uns freuen, wenn Ihnen der Newsletter interessante und für Ihre Tätigkeit relevante Informationen und Impulse liefert. Für den Fall allerdings, dass Sie den Newsletter nicht weiter beziehen möchten, können Sie über den entsprechenden Link am Ende des Newsletters den Bezug deaktivieren lassen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Unter der Lupe

Social Media – Neue Impulse für die Fondsindustrie

(Ruth Bültmann, Partner Advisory & Consulting; David Berners, Consultant; Judith Hillen, Analyst)

Wurden Facebook & Co. vor gar nicht allzu langer Zeit lediglich als Teenie-Treff und zum Stöbern nach alten Schulfreunden genutzt, gesellten sich bald Marken vieler Konsumgüter hinzu. Die Finanzindustrie blieb lange skeptisch, bis sich in den USA die ersten Finanzdienstleister auf das Neuland wagten – mittlerweile hat auch das ‚alte Europa‘ die Vorzüge der Sozialen Netzwerke erkannt und holt langsam auf.

Social Media in der Fondsindustrie

Eine von Deloitte Luxemburg durchgeführte Studie vergleicht Player der Fondsindustrie in den USA, Europa und Asien. Sie zeigt, dass durch Social Media Aktivitäten primär Privatanleger angesprochen werden, allen voran die immer wichtiger werdende junge Zielgruppe der ‚Digital Natives‘. Diese fühlen sich in Sozialen Netzwerken so wohl, dass sie gerne auch die ernsten Dinge des Lebens wie z.B. Finanzgeschäfte dorthin verlagern.

Hier entstehen neue Möglichkeiten: Durch einen gelungenen Facebook-Auftritt kann sich ein Fondspromotor oder Asset Manager als Experte positionieren, sein Image aufpolieren und seine Bekanntheit steigern. Gerade jetzt, wo viele Anleger verunsichert sind und das allgemeine Vertrauen in den Finanzsektor stark gelitten hat, ist es von enormer Bedeutung, direkten Kontakt zum Anleger aufzubauen. Beim klassischen Distributionsprozess eines Retail-Fonds sind eine Vielzahl von Prozessbeteiligten in die Wertschöpfungskette eingebunden: Der Asset Manager steht jedoch oftmals in keiner direkten Beziehung zum Investor, nur Fondsvertrieb, Transfer Agency und Depotbank haben direkten oder indirekten Kontakt zum Kunden.

Da kommen soziale Netzwerke wie gerufen, ermöglichen sie doch einen direkten, wechselseitigen Dialog mit einer riesigen Zahl potentieller Anleger, in Echtzeit und ohne lange Wege.

Wichtig ist, sich als Produkt-Experte zu positionieren, und zwar auf verständliche, interaktive und zielgruppen-gerechte Art und Weise, etwa durch:

  • Berichte über aktuelle Marktentwicklungen
  • Umfragen
  • Experten-Chats
  • eine ‚Lern-Ecke‘, in der Begriffe der Fondsindustrie erklärt werden (Investor Education)
  • Spiele, die Inhalte leichter zugänglich machen

Einzelne Elemente und Inhalte müssen gut überlegt sein, damit der Auftritt in sich stimmig ist, nicht zu rechtlichen Problemen führt und zur Plattform sowie zur Gesamtstrategie des Unternehmens passt.

Die 3 größten Herausforderungen

Das alles klingt erfolgversprechend – wieso sind Facebook-Nutzer, Twitterer und Blogger dann noch immer Randerscheinungen in der Fondsindustrie? Schuld daran sind vor allem drei Schreckgespenster:

  • Kontinuierliches Management
  • Rendite-Messung
  • Legale Aspekte

1. Social Media ist nicht pflegeleicht

Die schönste Gestaltung und der beste Aufbau einer Seite sind wertlos ohne die tagtägliche Pflege der Inhalte. Die Nutzer selbst werden die Richtung bestimmen, Diskussionen starten und Fragen stellen – und sie erwarten zeitnahe Antworten.

2. Was messe ich – und wie?

Die exakte (monetäre) Rendite einer Social-Media-Kampagne zu messen ist kaum möglich. Man darf nicht der Versuchung erliegen, möglichst viele ‚Fans‘ und ‚Likes‘ sammeln zu wollen. Diese Traffic-Indikatoren liefern bei richtiger Nutzung wichtige Anhaltspunkte, sind jedoch ohne einen Bezug zu Business-Kennzahlen nicht sehr aussagekräftig.

Für eine solide Erfolgsmessung gibt es keine Standard-Lösung, wichtig ist die Erstellung eines Dashboards inklusive:

  • Qualitativen und quantitativen Indikatoren
  • Unternehmensstrategie und verkehrsbezogene Indikatoren
  • Lang- und kurzfristigen Messungen

3. Was darf ich – und was nicht?

“If they invented the phone today, we would not be using it for 20 years. Because you guys would be saying: Oh my God! Information is leaving the company!” Jamie Dimon, CEO von JP Morgan (über die Haltung seiner Anwälte zu Social Media)

Das Zitat macht es deutlich: jede Innovation wirft neue juristische Fragen auf, so auch Social Media. Werden mögliche Problemfelder wie z.B. Nutzerdaten und Datenschutz frühzeitig erkannt und beachtet, stellen sie kein Hindernis für die Nutzung von Social Media dar.

Der Deloitte-Ansatz

Unsere Studie zeigt, dass verschiedene Finanzdienstleister sowohl in den USA als auch in Europa bereits eine Praxis etabliert haben. Diese Player stehen bereits für eine erfolgreiche Umsetzung von Social Media Strategien.

Noch zahlreicher sind leider die Beispiele, bei denen ‚einfach mal so‘ Twitter-Accounts und Facebook-Seiten angelegt wurden. Ohne entsprechende Eingliederung in die allgemeinen Marketing- und Unternehmensstrategie verfliegt die anfängliche Euphorie schnell, potentielle Investoren fühlen sich nicht angesprochen und die Seite liegt bald lahm.

Basierend auf den Ergebnissen unserer Studie haben wir ein Konzept entwickelt, um einen Social Media Auftritt aufzubauen und langfristig weiterzuentwickeln. Egal, ob Sie einen neuen Auftritt planen, bestehende Seiten verbessern oder Messstrategien implementieren wollen – Deloitte bietet Lösungen, die auf die Besonderheiten der Fondsindustrie zugeschnitten sind.

Wir stellen sicher, dass die gewünschte Zielgruppe erreicht wird, allen Risiken begegnet wird und dass durch ständige Messung und Monitoring kein Trend der schnelllebigen Social Media Welt verpasst wird.

Dank diesem strukturierten Vorgehen können Ideen kostengünstig realisiert werden – und sind wir doch mal ehrlich: Nicht mitmachen ist keine Alternative, im Netz wird ohnehin über Finanzunternehmen geredet, und zwar nicht nur Gutes. Als aktiver Social Media Player kann man mitmischen, auf Kritik reagieren und seine Sicht der Dinge darstellen. Wir sind uns sicher, auch die Fondsindustrie kann deutlich mehr gewinnen als verlieren.

Zur weiteren Detailrecherche finden Sie unter folgendem Link unsere Broschüre ‚Social media in the Fund Industry - Current situation, opportunities and challenges‘.

Der vollständige Text befindet sich in der pfd Version weiter unten.

Page Last Updated

Share

 

Stay connected:
Get connected
Share your comments
More on Deloitte Luxembourg
Learn about our site

Recently published