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Finance Trends 2027

Globale Studie von Deloitte über die aktuellen Top-Themen für CFOs: Shaping the next era of stakeholder value

Die neue Ausgabe der Finance Trends zeigt auf, welche kritischen Zukunftsthemen im kommenden Jahr für die Finanzfunktion zentral wichtig werden – von der stärkeren Einbindung in Entscheidungen rund um Künstliche Intelligenz und Technologie über neue Ansätze für das Kostenmanagement und die Skalierung von KI bis hin zur aktiven Mitgestaltung des Wandels im Unternehmen.

Key-Takeaways

  • Die Studie „Finance Trends 2027“ zeigt, dass CFOs eine zunehmend zentrale Rolle bei KI-, Technologie- und Investitionsentscheidungen übernehmen und damit die strategische Transformation ihrer Unternehmen aktiv steuern.
  • Für eine erfolgreiche Skalierung von KI gewinnen vertrauenswürdige Daten, wirksame Governance-Strukturen und gezielter Kompetenzaufbau an Bedeutung, um fundierte Entscheidungen zu ermöglichen.
  • Steigende KI-Kosten, technologische Souveränität und neue Finanzierungsmodelle erfordern von Finanzverantwortlichen eine stärkere Steuerung von Investitionen, Risiken und langfristigem Wertbeitrag.

 

Download: Detaillierte Ergebnisse der Finance Trends 2027

Die in der zweiten Auflage durchgeführte Deloitte Studie basiert auf einer branchenübergreifenden Befragung von 1.434 Führungskräften aus der Finanzfunktion, darunter CFOs und Führungskräfte der direkt darunterliegenden Ebene, aus 26 Ländern und einigen der weltweit größten Unternehmen. Ergänzend führte Deloitte Einzelinterviews mit zwölf Finanzverantwortlichen durch, um zu verstehen, wie sich diese Trends in ihren Organisationen konkret auswirken. Auf dieser Grundlage identifiziert die Studie die fünf wichtigsten Trends für das kommende Jahr.
 

Trend 1: Das erweiterte Mandat: CFOs übernehmen mehr Verantwortung für KI- und Technologieinvestitionen

Die Rolle von CFOs erweitert sich durch den zunehmenden Einsatz von KI in Unternehmen deutlich über klassische Finanzthemen hinaus:

  • 54 Prozent der Befragten verantworten bereits die unternehmensweite Allokation von Kapital für KI- und Technologieinitiativen.
  • Jeweils 48 Prozent sind für die Sicherstellung vertrauenswürdiger KI-Ergebnisse sowie für die Steuerung von Ausgaben und Kostenkontrollen im Technologieumfeld zuständig.
  • Über zwei Drittel der CFOs haben diese zusätzlichen Verantwortlichkeiten erst in den vergangenen drei Jahren übernommen, was die rasante Verlagerung strategischer Technologie- und KI-Themen in die Finanzfunktion verdeutlicht. Damit übertreffen diese Themen regulatorische Compliance und Cybersicherheit, die als viert- bzw. fünfthäufigste neu hinzugekommene Verantwortungsbereiche genannt wurden.

 

Trend 2: Human-led, AI-powered: Bereitstellung vertrauenswürdiger Entscheidungsinformationen 

In der letztjährigen Studienausgabe lag der Schwerpunkt im Bereich KI darauf, ob und wie diese in Finanzprozesse integriert werden kann. Nun liegt der Fokus darauf, wie KI verantwortungsvoll skaliert werden kann, um eine bessere Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Dafür sind insbesondere vertrauenswürdige und zielgerichtet aufbereitete Daten, klare Governance-Strukturen und entsprechende KI-Kompetenzen erforderlich.

77 Prozent der Befragten befürworten den generellen Einsatz agentenbasierter KI, aber nur 14 Prozent würden vollständig autonome KI-Systeme bei kritischen Entscheidungen einsetzen. Dies verdeutlicht einen klar risikobasierten Ansatz: Je höher das Risiko einer Entscheidung, desto wichtiger bleiben menschliche Aufsicht und Kontrolle.

Zwischen den KI-Ambitionen und den tatsächlichen Fähigkeiten vieler Finanzorganisationen besteht jedoch noch eine deutliche Lücke: 42 Prozent der CFOs geben an, dass ihre Ziele ihre derzeitigen Möglichkeiten übersteigen, da vor einer Skalierung erst strengere Governance- Kontrollmechanismen eingerichtet werden müssen. Und 41 Prozent nennen als zentrale Hürde mangelndes Vertrauen der Mitarbeitenden in die Qualität der KI-Ergebnisse. Um KI erfolgreich zu skalieren, investieren Unternehmen daher in den Aufbau vertrauenswürdiger Datenstrukturen, gezieltes Change Management und neue Kompetenzprofile.

 

Trend 3: Die neue Herausforderung: KI-Kosten zielorientiert
managen

Eine Mehrheit der Finanzverantwortlichen (60%) erwartet bis 2027 steigende Kosten sowie eine höhere Komplexität von KI-Anwendungen und sieht daher Bedarf für fortschrittlichere Ansätze zur Steuerung und aktivem Management von KI-Kosten. 35 Prozent gehen hingegen davon aus, dass Kosten und Komplexität beherrschbar bleiben und bestehende Kostenmanagement-Methoden ausreichen werden. Die restlichen 5 Prozent sind sich in dieser Frage unsicher.

Unternehmen mit einem höheren KI-Reifegrad rechnen deutlich häufiger mit steigenden KI-Kosten und größerer Komplexität. So geben diese häufiger an:

  • die Integration von KI und fortschrittlichen Technologien in operative Prozesse als Priorität zu verfolgen (48% gegenüber 36%)
  • Produktivitätswerkzeuge auf Basis von KI bereits in der Finanzfunktion eingeführt zu haben (64% gegenüber 51%)
  • bereits heute über ein FinOps-Team zur Steuerung von KI- und Technologiekosten zu verfügen (38% gegenüber 25%)

Aus unseren Interviews mit Finanz-Führungskräften ergeben sich eine Reihe von Handlungsfeldern im Kostenmanagement: Mehr Transparenz und eine klarere Definition der Rahmenbedingungen für die Erprobung von KI Use Cases, längerfristige Kostensimulationen, die mögliche Preisänderungen durch KI-Modellanbieter berücksichtigen, und ein stärkerer Fokus auf den Beitrag von KI-Investitionen zum Unternehmenswert und zur Gesamtperformance.

 

Trend 4: Geografische Komplexität und zunehmende Bedeutung technologischer Souveränität 

Die zunehmende geopolitische und technologische Fragmentierung stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Als größte externe Risiken nennen Finanzverantwortliche Cyber- und KI-Risiken (31%), wirtschaftliche Unsicherheit (29%) und geopolitische Spannungen (24%). Gleichzeitig gewinnt das Thema Technologiesouveränität an Bedeutung: 63 Prozent sehen darin einen strategischen Wettbewerbsvorteil. Und 84 Prozent erwarten, dass technologische Souveränität Investitions- und Kapitalallokationsentscheidungen 2027 maßgeblich beeinflussen wird.

Erwartete Auswirkungen sind dabei:

  • 55 Prozent der Befragten erwarten, dass diese einen wesentlichen Einfluss auf ihre Entscheidungen bei Investitionen in Technologieplattformen haben wird.
  • 16 Prozent erwarten, dass sie die regionale Verlagerung physischer Vermögenswerte beeinflussen wird.
  • 13 Prozent rechnen damit, dass sie bedeutende strukturelle Veränderungen anstoßen wird, etwa neue Partnerschaften, Entscheidungen zu Fusionen und Übernahmen (M&A) oder rechtliche beziehungsweise organisatorische Umstrukturierungen.

 

Trend 5: KI-Investitionen und -Finanzierung: Wachsender Einfluss der Finanzfunktion

Mit steigenden KI- und Technologiebudgets gewinnt die Finanzfunktion eine zentrale Rolle bei Investitionsentscheidungen. 66 Prozent der Befragten nutzen einen intern gesteuerten Genehmigungsprozess, der auf der Bewertung des erwarteten Nutzens basiert. Dadurch werden die systematische Bewertung von Technologieinvestitionen, das Abwägen von Risiken und die Messung des langfristigen Wertbeitrags zu wichtigen Kernkompetenzen von CFOs und ihren Teams.

Von den befragten Unternehmen, die über einen intern gesteuerten Genehmigungsprozess verfügen, sind die folgenden drei Ansätze am häufigsten verbreitet:

  • 27 Prozent setzen primär auf einen Stage-Gate-Ansatz, bei dem die Finanzierung zunächst mit einem Pilotprojekt beginnt und weitere Mittel nur dann freigegeben werden, wenn die definierten Ziele in den einzelnen Phasen erreicht werden.
  • weitere 25 Prozent nutzen einen formalen Investitionsfreigabeprozess, der einen quantifizierten Business Case und einen nachweisbaren Return on Investment (ROI) voraussetzt.
  • 23 Prozent geben an, dass große KI- und Technologieinvestitionen überwiegend durch Vorgaben des Managements oder des Vorstands angestoßen werden, ohne dass ein strukturierter Messprozess zur Erfolgskontrolle etabliert ist.

Bei der Finanzierung von großen KI-Investitionen halten sich externe und interne Finanzierungsansätze die Waage - 30% der befragten Unternehmen verfolgen einen externen Finanzierungsansatz unter Einbeziehung von staatlicher Förderung oder institutionellen Anlegern und 29% einen internen Finanzierungsansatz. Andere Unternehmen verfolgen alternative Finanzierungsmodelle, z.B. gemeinsame Finanzierung mit KI-Unternehmen oder Zukauf von Start-ups, um Flexibilität und Geschwindigkeit ihrer KI-Investitionen sicherzustellen.

 

Die Ergebnisse liefern Finanzverantwortlichen wertvolle Orientierung für den Umgang mit den zentralen Herausforderungen und Investitionsentscheidungen der kommenden Jahre.

Laden Sie hier die detaillierten Ergebnisse der Finance Trends 2027 mit vielen weiteren Ergebnissen und Erkenntnissen herunter.
 

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