Modegeschenke sind bei den Deutschen beliebt, wie die Rückmeldungen von mehr als 1.000 im Auftrag von Deloitte befragten Konsument:innen belegen. Dennoch sind nur 16 Prozent überzeugte Modeschenker:innen - und oft greifen selbst diese zu Gutscheinen, um nichts falsch zu machen. Bei der Ideensuche helfen kann hier Künstliche Intelligenz (KI). So nutzen bereits rund ein Viertel der 18- bis 24-jährigen Schenkenden KI bei der Auswahl von Modegeschenken – doppelt so viele wie im altersübergreifenden Durchschnitt.
Ob Kleidung, Schuhe, Taschen, Accessoires oder Schmuck – die Auswahl an möglichen Weihnachtsgeschenken aus der Modewelt ist groß. Dennoch geben nur 16 Prozent der Befragten an, häufig Geschenke aus dem Bereich Mode zu machen. Immerhin weitere 44 Prozent verschenken zumindest gelegentlich Produkte aus dem Modebereich. Wenn sie sich aber dafür entscheiden, sind Gutscheine die beliebteste Wahl, dicht gefolgt von Schmuck. Eine Tasche würde hingegen nur knapp jeder Zehnte unter den Weihnachtsbaum legen (siehe Abb. 1).
Ebenfalls interessant ist das Verhältnis der Deutschen zu Marken im Modebereich. Mehr als die Hälfte (52%) würde zu Weihnachten gerne Mode von bekannten Marken verschenken, darunter etwas mehr Männer (57%) als Frauen (48%). Am stärksten markenaffin sind Konsument:innen zwischen 25 und 34 Jahren – 60 Prozent von ihnen würden Mode eher aus dem Markensegment verschenken.
Beim Schenken haben die meisten den Adressaten fest im Blick. Wie die Befragungsergebnisse zeigen, lassen sich die wenigsten Käufer:innen bei der Auswahl von Weihnachtsgeschenken aus dem Modesegment vom eigenen Geschmack leiten. In erster Linie wollen sie mit ihren Geschenken dem Stil der Beschenkten entsprechen und ihn wertschätzen. Gleichzeitig tragen aber auch ganz pragmatische Gründe erheblich dazu bei, dass Modeartikel unter dem Weihnachtsbaum landen: So lassen sich viele Verbraucher:innen von Rabattaktionen wie dem Black Friday Ende November zu Modegeschenken motivieren (siehe Abb. 2).
Die Konsument:innen holen sich Inspiration für Fashion-Geschenke am liebsten von den Empfänger:innen der Geschenke selbst, zum Beispiel in Form eines Wunschzettels. Darüber hinaus sind Online-Shops und -Marktplätze derzeit noch eine weit verbreitete Quelle, um nach Ideen und Produkten zu suchen. Allerdings hat sich inzwischen auch die Künstliche Intelligenz bei der Inspirationssuche einen festen Platz erobert: Quer über alle Altersgruppen hinweg holen sich aktuell 12 Prozent der Befragten Geschenkideen über Tools wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity (siehe Abb. 3). Es sind die Jüngsten der Befragten (18- bis 24-Jährige), die hier die Vorreiterstellung einnehmen – jeder Vierte in diesem Alterssegment nutzt bei der Geschenksuche im Modebereich bereits KI.
Viele Verbraucher:innen sehen KI-Tools grundsätzlich als praktische Hilfe bei der Geschenkeauswahl. Das gilt vor allem für den Preisvergleich, der altersübergreifend als wichtigster Grund für die Nutzung von KI beim Modekauf genannt wird. Auch die Zeitersparnis ist den Schenkenden wichtig, denn die Suche auf den unterschiedlichen Online-Plattformen und -Shops kann durchaus aufwendig sein. KI-Tools können hier Unterstützung bieten. Recherchen zu Trends oder Hilfestellung zu Größen und Passformen mithilfe von KI-Tools spielen dagegen noch eine untergeordnete Rolle (siehe Abb. 4).
Modegeschenke kommen durchaus an, wenn sie erst einmal auf dem Gabentisch liegen. Laut unserer Umfrage sind mehr als die Hälfte (53%) der Beschenkten mit ihrem letzten Modegeschenk zufrieden. Das klischeehafte Weghängen ist dagegen eher weniger verbreitet: Nur acht Prozent geben an, ungetragene Geschenke in ihren Schränken zu verstecken.
Zur Methodik:
Zur Erhebung der Daten wurde eine standardisierte Online-Befragung unter Konsument:innen in Deutschland durchgeführt. Die Befragung fand im Zeitraum vom 26. November bis 1. Dezember 2025 statt. Insgesamt nahmen 1.002 Personen teil. Die Stichprobe wurde hinsichtlich Alter und Geschlecht quotiert, um eine repräsentative Verteilung der deutschen Bevölkerung abzubilden.
Zur Auswertung der Ergebnisse:
Durch Rundungsdifferenzen kann es bei einzelnen Fragen leichte Abweichungen von der Gesamtsumme 100 geben.
Sara Bodenstein
Consumer Products und Retail Research
Die Deloitte Industry Briefings analysieren Themen, die die Branchen bewegen, um kurzfristig und agil auf aktuelle Markentwicklungen und Branchenthemen reagieren zu können.