Die Energie- und Wärmewende stellt Geschäftsmodelle von Stadtwerken und EVUs vor eine historische Transformation. Um die steigende Komplexität, Margen- und Investitionsdruck sowie weitere Anforderungen erfolgreich bewältigen zu können, braucht es ein leistungsfähiges Steuerungsmodell. In unserer Videoreihe zeigen wir, wie in der Transformation durch integrierte Steuerungsansätze Transparenz geschaffen wird, fundierte Entscheidungsgrundlagen entstehen und Verantwortung übernommen werden kann.
Die Energiewirtschaft befindet sich in einer tiefgreifenden Umbruchphase. Dekarbonisierung, Digitalisierung sowie ein massiv steigender Investitionsbedarf verändern Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsstrukturen grundlegend. Gleichzeitig erhöhen regulatorische Anforderungen und Fachkräftemangel den Druck auf Organisation und Steuerung.
Für Energieversorger bedeutet das vor allem eines: Entscheidungen müssen schneller, fundierter und unter Einbezug ihrer finanziellen und operativen Auswirkungen getroffen werden. Ohne ein geeignetes Steuerungsmodell besteht die Gefahr von Fehlentscheidungen, etwa bei Investitionen, Projekten oder der Ressourcenallokation.
Ein modernes Steuerungsmodell ist mehr als ein Reporting-Instrument. Es ist das zentrale Bindeglied zwischen Transformationsstrategie und operativer Umsetzung und übersetzt strategische Ziele in konkrete Steuerungsgrößen. Dabei schafft es die Grundlage für Planung, Reporting und Verantwortlichkeiten.
Zentrale Elemente eines Steuerungsmodells sind:
Eine wirksame Steuerung beginnt nicht im Reporting, sondern bereits in der Planung der Transfomation. Erst die Überführung der Strategie in eine belastbare kurz- und mittelfristige Planung schafft die Grundlage für klare Ziele, relevante Werttreiber und eine konsistente Transformationslogik.
Wesentliche Erfolgsfaktoren sind:
Daten werden auch in der Energiewirtschaft zunehmend zum zentralen Erfolgsfaktor. Gleichzeitig besteht eine wesentliche Herausforderung darin, die notwendige Datenbasis und -qualität für eine wirksame Steuerung weiter auszubauen.
Traditionelle finanzielle Kennzahlen wie Kosten, Erträge oder Liquidität bleiben weiterhin relevant, reichen jedoch allein nicht mehr aus.
Vielmehr gewinnen nicht-finanzielle KPIs während der Transformation zunehmend an Bedeutung, bspw:
Diese Kennzahlen basieren teilweise auf neuen und erweiterten Datenquellen und fungieren als frühzeitige (vorlaufende) Indikatoren. Sie ermöglichen eine proaktive Steuerung, bevor sich Auswirkungen in finanziellen Ergebnissen zeigen. Erst die Verknüpfung finanzieller und nicht-finanzieller KPIs in eine konsistente Daten- und Steuerungslogik schafft ein wirksames und integriertes Steuerungsmodell.
Neben Methodik und Kennzahlen entscheidet vor allem die Umsetzung über den Erfolg eines Steuerungsmodells.
Wesentliche Erfolgsfaktoren sind:
Nur wenn Steuerung aktiv gelebt wird und in Entscheidungsprozesse integriert ist, entfaltet das Modell seine volle Wirkung.
Ein integriertes Steuerungsmodell ist die zentrale Voraussetzung, um die Energie- und Wärmewende erfolgreich zu gestalten. Es schafft Transparenz über komplexe Zusammenhänge, unterstützt fundierte Entscheidungen und sorgt dafür, dass strategische Ziele konsequent umgesetzt werden.
Unsere Videos zeigen praxisnah, wie Stadtwerke und Energieversorger ihre Steuerung weiterentwickeln und zukunftssicher aufstellen können.
„In der Energie- und Wärmewende entscheidet die Qualität der Steuerung darüber, ob Investitionen, Projekte und Maßnahmen tatsächlich zum Unternehmenserfolg beitragen.“
Dr. Andreas Langer | Partner | Lead Strategy Risk & Transactions