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Gemeinsam mit Deloitte modernisiert der kommunale Netzbetreiber seine Prozess- und Systemlandschaft – und gewinnt die Steuerungsfähigkeit, die die Energiewende von Netzbetreibern verlangt.
Steigende Investitionen in den Netzausbau, wachsende regulatorische Anforderungen und eine historisch gewachsene Systemlandschaft: Westfalen Weser hat mit Unterstützung von Deloitte seine Geschäfts- und Betriebsstrukturen umfassend neu ausgerichtet. Im Rahmen einer End-to-End-Business-Transformation wurden zentrale Prozesse standardisiert, konsequent am SAP-Standard ausgerichtet und in einer gemeinsamen Zielarchitektur zusammengeführt. Mit dem Go-live Anfang 2026 bildet SAP S/4HANA die integrierte, zukunftsfähige Grundlage für Transparenz, Effizienz und Steuerungsfähigkeit im regulierten energiewirtschaftlichen Umfeld.
Westfalen Weser mit Sitz in Paderborn ist ein kommunalgetragener Netz- und Infrastrukturdienstleister: Eigentümer sind Städte, Gemeinden und Landkreise der Region. Mit über 1.300 Mitarbeitenden betreibt die Unternehmensgruppe Strom- und Gasnetze in Ostwestfalen-Lippe sowie in angrenzenden Teilen Niedersachsens und Hessens und treibt die Energiewende in der Region aktiv voran – vom Anschluss dezentraler Erzeugungsanlagen über E-Mobilität und Wärmepumpen bis zur Digitalisierung der Netze.
Genau daraus ergab sich der Handlungsdruck: Steigende Investitionsvolumina in den Netzausbau treffen auf die Anforderungen der Anreizregulierung – von der kalkulatorischen Bewertung über ein mehrdimensionales regulatorisches Reporting bis zur Nachweisführung gegenüber der Bundesnetzagentur. Das historisch gewachsene, stark individualisierte SAP-ECC-System mit unterschiedlich ausgeprägter Prozessreife über die Gesellschaften hinweg konnte diese Anforderungen zunehmend nur mit hohem manuellem Aufwand abbilden. Zugleich erschwerte es die Harmonisierung über Gesellschaften hinweg, schränkte die Flexibilität ein und erhöhte den Aufwand für Betrieb und Weiterentwicklung.
Zentrale Geschäftsprozesse – von Finanzen und Controlling über Beschaffung, Vertrieb und Logistik bis zu Bau und Instandhaltung – sollten daher standortübergreifend vereinheitlicht und stärker am SAP-Standard ausgerichtet werden. Zusätzliche Komplexität ergab sich aus der Datenmigration: Große Mengen an Stamm- und Bewegungsdaten sowie ein Anlagenbestand von rund 150.000 Assets mussten in hoher Qualität übertragen werden – die Grundlage für eine belastbare Investitionssteuerung und regulatorische Nachvollziehbarkeit.
Besonders in Finance und Controlling zeigte sich Handlungsbedarf: Reporting- und Steuerungsprozesse waren teilweise manuellgeprägt und nur begrenzt systemintegriert. Ziel war deshalb ein integriertes Steuerungsmodell, das finanzielle und operative Perspektiven enger verzahnt, manuellen Aufwand reduziert und konsistente, schnell verfügbare Auswertungen ermöglicht – getragen von neu strukturierten Finanz- und Controllingprozessen sowie einer durchgängigen, systemgestützten Kosten- und Ergebnisrechnung.
„Der Erfolg dieses Projekts liegt in der engen Verzahnung von Branchenexpertise, regulatorischem Know-how und technologischer SAP Umsetzung. Gemeinsam mit Westfalen Weser haben wir nicht nur ein System eingeführt, sondern die Grundlage für eine transparente, zukunftsfähige Steuerung im energiewirtschaftlichen Umfeld geschaffen.“
Leonard Dahm, Director Finance Transformation und Gesamtprojektleiter, Deloitte
„Eine Transformation dieser Tiefe gelingt nur auf Basis von Vertrauen. Westfalen Weser und Deloitte haben über die gesamte Projektlaufzeit als ein Team gearbeitet – mit einem gemeinsamen Zielbild und der Bereitschaft, Entscheidungen konsequent am SAP-Standard auszurichten. Genau das macht den Erfolg dieses Projekts aus."
Oliver Glustin, Projektsponsor und Lead Client Service Partner Westfalen Weser, Deloitte
Deloitte und Westfalen Weser verfolgten einen ganzheitlichen Transformationsansatz, der fachliche Neuaufstellung, technologische Modernisierung und regulatorische Anforderungen konsequent miteinander verknüpft. Ausgangspunkt war eine klar definierte Zielarchitektur mit starker Orientierung am SAP-Standard und bewährten Best Practices für Energie- und Infrastrukturanbieter. Prozesse wurden dadurch deutlich vereinfacht, harmonisiert und langfristig wartbar gestaltet.
Im Zentrum stand die Transformation von Finance und Controlling: Deloitte entwickelte ein zukunftsfähiges Steuerungsmodell mit neuen Strukturen sowie integrierten Reporting- und Bewertungslogiken, das finanzielle und operative Prozesse enger verzahnt und eine durchgängige, systemgestützte Steuerung ermöglicht – ausgelegt auf die besonderen Anforderungen eines regulierten Netzbetreibers.
Parallel dazu wurde eine strukturierte Datenstrategie umgesetzt, die von der Bereinigung über die Konvertierung bis zur Qualitätssicherung reichte und eine konsistente, belastbare Datenbasis für das neue System schuf. Regulatorische Anforderungen flossen frühzeitig in die fachliche und technische Konzeption ein, sodass eine Lösung entstand, die operative, kaufmännische und regulatorische Perspektiven in einem gemeinsamen Zielbild vereint.
Technisch umfasste die Transformation die Implementierung zentraler SAP-Module (FI, CO, MM, SD und PM) sowie durchgängiger End-to-End-Prozesse. Ein agiles Fit-to-Standard-Vorgehen mit klarer Tool-Unterstützung – unter anderem durch SAP Cloud ALM und Deloitte Ascend – sorgte für Transparenz, Struktur und Wiederverwendbarkeit im Projekt. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war zudem die enge, cross-funktionale Zusammenarbeit zwischen Westfalen Weser und Deloitte, in der Fachseite, Branchenexpertise und technische Umsetzung kontinuierlich abgestimmt wurden.
Westfalen Weser hat nicht nur ein veraltetes System ersetzt, sondern eine über Jahre gewachsene, heterogene Prozess- und Systemlandschaft über mehrere Gesellschaften hinweg in ein einheitliches, integriertes Zielbild überführt. Gerade im regulierten energiewirtschaftlichen Umfeld entsteht damit eine belastbare Grundlage für Investitionsfähigkeit, regulatorische Nachvollziehbarkeit und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.
Den Kern bildet die Neuaufstellung von Finance und Controlling: Das moderne Steuerungsmodell mit integrierten Reporting-, Bewertungs- und Ergebnisrechnungslogiken erhöht die Transparenz über finanzielle und operative Kennzahlen deutlich, ermöglicht fundiertere Managemententscheidungen und reduziert den manuellen Aufwand spürbar. Konsistente, mehrdimensionale Berichtsstrukturen verbessern zugleich die Erfüllung regulatorischer Anforderungen.
Technologisch reduziert die neue Lösung Systembrüche, gestaltet Abläufe effizienter und schafft eine stabile Basis für die weitere Digitalisierung – mit präziseren Analysen auf Grundlage eines integrierten Business- und Finanzmodells in SAP S/4HANA.
Damit hat Westfalen Weser seine operative und kaufmännische Leistungsfähigkeit gestärkt und sich strategisch für die Anforderungen der Energiewende positioniert. Das Projekt steht exemplarisch für eine erfolgreiche End-to-End-Business-Transformation in regulierten Branchen: Standardisierung wird zum Enabler, um neue Anforderungen schneller, transparenter und kontrollierter umzusetzen – ein richtungsweisendes Beispiel für Energieversorger und Netzbetreiber.
„Das Team von Oliver und Leonard hat fantastischen Einsatz geleistet und ist mehr als nur einmal die Extrameile gegangen, um das Projekt erfolgreich zu machen. Ich danke beiden persönlich dafür und kann Deloitte als strategischen Partner weiterempfehlen.“
Jürgen Noch, Geschäftsführer, Westfalen Weser Energie
„Die Zusammenarbeit mit Deloitte war sehr gut. Verlässlichkeit gepaart mit fachlicher und technischer Expertise und Branchenkompetenz waren der Schlüssel zum Erfolg unserer S/4HANA Greenfield Transformation bei der Westfalen Weser.“
Alex Stoll, Leiter Finanzen, Westfalen Weser Netz