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Quartäre Bildung

2008 – 2012

Um junge Menschen angesichts des rapiden Wissenszuwachses optimal auf ihr Berufsleben vorzubereiten und gleichzeitig die Nachfrage der Unternehmen nach gut ausgebildetem Nachwuchs zu befriedigen, müssen Hochschulen sich zu echten Bildungsdienstleistern entwickeln. Dies gilt ganz besonders für den Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung, „quartäre Bildung" genannt.

Während die Bildungslandschaft bis zum s.g. tertiären Bildungssektor weitgehend übersichtlich, strukturiert und formalisiert ist, findet sich für die Bildungszeit danach ein zwar großer, aber undurchsichtiger, unstrukturierter und wenig formalisierter Markt akademischer Angebote. Auf diesen Bereich fokussierte das Projekt „Quartäre Bildung“, das von 2008 bis 2012 von der Deloitte-Stiftung, dem Stifterverband sowie Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft durchgeführt wurde.

Ziel des Programms war die Präzisierung der Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten an Hochschulen aus Unternehmenssicht. In Interviews und Workshops wurden mehr als 500 Unternehmen zu ihren Bedürfnissen und Anforderungen an die akademische Weiterbildung befragt. Ein Schwerpunkt lag darauf, Faktoren zu ermitteln, die die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen in Deutschland gegenüber ausländischen und privaten Anbietern stärken können. Ebenso wurden die hochschulpolitischen Rahmenbedingungen für quartäre Bildung angesprochen und Good-Practice-Beispiele von Hochschulen in einem maßgeschneiderten Weiterbildungskonzept vorgestellt.

Die wichtigsten Empfehlungen des Programms lauten:

  • Der weiterbildende Bachelor muss eingeführt werden
  • Die Unterscheidung zwischen konsekutivem und weiterbildendem Master muss wegfallen
  • Die Hochschulzugangsberechtigung für beruflich Qualifizierte muss bundesweit vereinheitlicht werden
  • Hochschulen müssen – neben dem Angebot für individuell Studierende – auch maßgeschneiderte Angebote für Unternehmen entwickeln
  • Trends der Wirtschaftswelt müssen von Hochschulen frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden
  • Hochschulen müssen die Organisation, das Management und das Marketing quartärer Bildung professionalisieren.

In einem Forschungsprojekt an der Leuphana Universität Lüneburg – vertreten durch die Professional School und das Institut für Evaluation und Qualitätsentwickung – erfolgte im Anschluss an die wissenschaftliche Studie die praktische Umsetzung der Ergebnisse. Hierbei wurden zentrale Fragen zur Qualitätsentwicklung sowie Handlungsempfehlungen für die Bildungspolitik erarbeitet.

„Angesichts der raschen technologischen Veränderungen, des Trends zum lebenslangen Lernen und der demografischen Entwicklung wird Bildung und insbesondere auch lebenslange Weiterbildung immer wichtiger. Hier müssen wir uns für den internationalen Wettbewerb besser aufstellen. Die Studie zeigt uns wie.“ Dr. Udo Bohdal, Partner Human Capital Advisory Services, Deloitte

Erster Abschlussbericht 2010:
Quartäre Bildung – Chancen der Hochschulen für die Weiterbildungsnachfrage von Unternehmen (pdf)

 

 

Publikation, August 2012:
Qualitätsmanagement und Transparenz in der Quartären Bildung (pdf)

 

 

Weitere Informationen:
Website Quartäre Bildung
Website zum Abschlusskongress

Ihr Ansprechpartner

Sarah Beringer
Tel.: +49 (0) 89 29036 8758
info@deloitte-stiftung.de

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