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China Poll

Das Meinungsbarometer rund um den Wirtschafts- und Kulturraum China

ChinaPoll ist eine gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Chinaforum Bayern e.V. durchgeführte Online-Meinungsumfrage. Gemeinsam greifen wir ein aktuelles Thema aus dem Reich der Mitte auf und liefern so ein Stimmungsbild bezüglich der aktuellen Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in China. 

Unser Thema im Juli 2011:

Zehn Jahre nach Beitritt Chinas zur WTO brummen Handel und Investitionen zwischen Deutschland und der Volksrepublik. Statt sich über den Erfolg zu freuen, klagen deutsche Firmen in China zunehmend über Diskriminierung, undurchsichtige Gesetze und den mangelnden Schutz ihres geistigen Eigentums.
In der Juliumfrage unseres „ChinaPolls“ befragten wir Sie, ob die Deutschen erneut das Haar in der Suppe suchen oder ob sich China durch unlautere und unfaire Mittel tatsächlich einen Wettbewerbsvorteil verschafft?
Insgesamt nahmen 120 Personen an unserer Umfrage teil. 76 Teilnehmer und damit 63% der Befragten äußerten die Ansicht, dass trotz der Freude über die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Deutschland und China auf das Fehlverhalten der chinesischen Behörden und Unternehmen hingewiesen werden sollte, da nur so genug Druck für Veränderungen in China erzeugt werden könne. 
Ein Teilnehmer vertrat die Meinung, dass die deutsche Politik eingebettet in einen europäischen Konsens selbstbewusst die Position der EU-Wirtschaft gegenüber China vertreten solle. Schließlich lebe China auch zu großen Teilen von seinen Exporten in die EU. Ein anderer Vertreter dieser Ansicht schrieb in seinem Kommentar, dass Nachgiebigkeit und Entgegenkommen im Umgang mit China noch nie geholfen hätten. Klare Worte und mehr Druck seien daher notwendig, um die anhaltende Benachteiligung ausländischer Unternehmen zu unterbinden. Zwei weitere Teilnehmer gaben zu bedenken, dass die Klagen der deutschen Wirtschaft zwar berechtigt seien, jedoch andere Länder wie die USA ebenfalls protektionistisch agieren würden. Auch wurde die Frage gestellt, ob chinesische Unternehmen ebenfalls das Fehlverhalten deutscher Behörden an den Pranger stellen würden. Schließlich könne nur im gemeinsamen Dialog ein Konsens erreicht erzielt werden.
Desweiteren waren rund 23% der Befragten der Ansicht, dass die Klagen der deutschen Wirtschaft gerechtfertigt seien, da China selbst 10 Jahre nach Beitritt zur WTO keine fairen Wettbewerbsbedingungen für ausländische Unternehmen biete. Ein Teilnehmer merkte an, dass nicht nur ausländische Firmen durch Produkt- und Markenklau über den Tisch gezogen würden, sondern dass auch der chinesische Staat durch Importhemmnisse, behördliche Willkür und eigene „Nachbauinstitute“ den Wettbewerb unfair behindere. Ein weiterer Kommentar beschreibt, dass insbesondere in Zukunftszweigen (z.B. Elektromobilität) zunehmend restriktive Vorgaben von Seiten des chinesischen Staats erlassen würden.
16 Personen und somit 13% der Umfrageteilnehmer vertraten die Meinung, dass die deutschen Unternehmen aufhören sollten zu lamentieren und begreifen sollten, welche einzigartige Chance ihnen der chinesische Markt biete. Zwei Vertreter dieser Ansicht, die in China mit eigenen Investitionen vertreten sind, beschreiben ihr Verhältnis zu den chinesischen Behörden als fair. In anderen Ländern seien sie bislang auf weitaus größere Probleme gestoßen. Ein weiterer Teilnehmer äußerte, dass deutsche Unternehmen die Chancen nutzen sollten, die China bietet. Dabei sollten sie sich den chinesischen Marktbedingungen anpassen und von chinesischen Unternehmen vor Ort lernen.
Ergänzend fügte ein Teilnehmer hinzu, dass deutsche Unternehmen und deren Mitarbeiter in China sich den gleichen Maßstäben unterwerfen sollten, die sie an integrationswillige Ausländer in Deutschland stellen.

Die deutschen Unternehmen sollten aufhören zu lamentieren und begreifen, welche einzigartige Chance ihnen der chinesische Markt bietet. 13,3%
Die Klagen der deutschen Wirtschaft sind gerechtfertigt, denn selbst 10 Jahre nach Chinas Beitritt zur WTO bietet das Land keine fairen Wettbewerbsbedingungen für ausländische Unternehmen. 23,3%
Trotz der Freude über die wirtschaftliche Entwicklung zwischen Deutschland und China sollte auf Fehlverhalten der chinesischen Behörden und Unternehmen hingewiesen werden, denn nur so kann genug Druck für Veränderungen in China erzeugt werden. 63,4%


Herzlichen Dank für Ihre Teilnahme und die daraus entstandenen zahlreichen und interessanten Kommentare. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme beim nächsten China Poll und wünschen Ihnen eine schöne Sommerzeit.  
Falls auch Sie am ChinaPoll teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail. Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf.

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