2011 Global Aerospace & Defense Industry performance wrap-upWidening gap between commercial versus defense; United States versus Europe |
Ein neuer Bericht der Global Aerospace&Defense Industry Group von Deloitte mit dem Titel „2011 Global Aerospace & Defense Industry Performance Wrap-up“ zeigt, dass sich die finanzielle Performance der gesamten globalen Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie (A&D)-Branche im Jahr 2011 verschlechtert hat. Trotz der Unsicherheit im Bereich Verteidigung wuchs der Umsatz der globalen A&D-Industrie zwar auf 681 Mrd. US-Dollar – ein schleppendes Umsatz-Plus von 2,3 Prozent, gegenüber den 2,5 Prozent im Jahr 2010.
Doch das operative Ergebnis sank um 3,1 Prozent, wie auch die operativen Margen (-5,3 Prozent), der Free Cash Flow (auf 13,3 Prozent), und das operative Ergebnis pro Mitarbeiter (minus 5,2 Prozent). Dagegen erhöhte sich das Book-to-bill Verhältnis, ein Indikator für künftiges Umsatzwachstum, um 17,4 Prozent, in erster Linie als Folge des höheren Absatzes von neuen sparsamen Verkehrsflugzeugen.
Die finanziellen Performance-Unterschiede zwischen dem kommerziellen und militärischen Sektor sind im Jahr 2011 größer geworden: Einer Umsatzsteigerung von 10,1 Prozent im zivilen Bereich steht ein Umsatzrückgang in Höhe von 3,3% im militärischen Bereich gegenüber. Die Faktoren, die wesentlich zum Umsatzwachstum im zivilen Aerospace-Geschäft beitrugen, waren die Rekord-Produktionsniveaus von großen Verkehrsflugzeugen und die erhöhte Nachfrage nach Dienstleistungen. Auf der Defenseseite dürfte der Umsatz durch verminderte Verteidigungsbudgets, verschobene politische Prioritäten aufgrund der globalen Wirtschaftskrise vor allem in der westlichen Welt sowie die zurückgehenden Ausgaben der US-Regierung für die Einsätze in Afghanistan und Irak beeinflusst worden sein.
Im globalen Wettbewerb ist weiterhin zu beobachten, dass die finanzielle Performance der europäischen Unternehmen in diesem Sektor weiter hinter die der US-Unternehmen zurückfällt: Europas A&D Industrie wuchs nur mit einem knappen Prozentpunkt, während die US-Unternehmen um 3,3% wuchsen. Dabei ging die das operative Ergebnis der europäischen Unternehmen jedoch überproportional um 21,6% zurück, während die US-Industrie sogar eine Steigerung um 2,9% erreichen konnte.
Bei den Zulieferern konnten Tier 1, 2 und 3 Supplier starke Umsatzsteigerungen verzeichnen (+5,1%/+11,1%/+29,1%), was vor allem durch den Hochlauf der zivilen Produktion zu erklären ist. Die OEMs konnten (wegen Ihrer Abhängigkeit vom Verteidigungsgeschäft) nur eine geringe Umsatzsteigerung in 2011 erzielen.
Den gesamten Report finden Sie hier zum Download.
2011 Global Aerospace & Defense Industry performance wrap-up