Innovative Beschaffungsstrategien für GasversorgerRisikoadäquate, marktkonforme und kosteneffiziente Gasbeschaffung |
Neben der Neuausrichtung vorhandener Unternehmensstrukturen und -prozesse erfordert der liberalisierte Gasmarkt heutzutage auch ein Umdenken der Gasversorgungsunternehmen hinsichtlich ihrer Beschaffungsstrategien. Ein stark umworbener Endkundenmarkt, eine Vielzahl von existierenden und neuen Konkurrenten sowie eine Verschärfung des Wettbewerbs durch weitreichende strukturelle und politisch getriebene Veränderungen kennzeichnen derzeit die komplexe Situation auf dem deutschen Gasmarkt. Als Folge ist eine rasant steigende Wechselquote bei den Gasanbietern erkennbar, begründet auch durch die Zunahme der Anzahl an verfügbaren Lieferanten in den einzelnen Netzgebieten. Weltweite Marktunsicherheiten führen zudem zu erheblichen Schwankungen des Öl- und Gaspreises und erhöhen somit das Beschaffungsrisiko.
Risiko- und Qualitätsmanagement als sinnvolle Ergänzung
Mit einem Anteil von nahezu 40 % des Vertriebspreises stellen die Beschaffungskosten den wichtigsten Hebel zur Optimierung des Beschaffungsportfolios dar. Bestehende, langfristige Lieferverträge basieren in der Regel noch auf klassischen Ölpreisbindungen. Um eine risikoadäquate Beschaffung bei einer erhöhten Flexibilität unter Nutzung preislicher Vorteile zu gewährleisten, sollten Gasversorger die Möglichkeiten marktorientierter Preisformeln und Produkte bei der Zusammenstellung ihres Beschaffungsportfolios nutzen. Am Markt ausgerichtete Bezugsverträge ermöglichen so stabile und günstige Preise. Bei der Neuausrichtung eines Beschaffungsportfolios unter kosteneffizienten und risikoadäquaten Gesichtspunkten sollten Ansätze des Risiko- und Qualitätsmanagements gleichfalls einfließen. So kann ein nachhaltiger Erfolg der Beschaffungsfunktion sichergestellt werden.
Neue Vertragsmodelle ermöglichen mehr Flexibilität
Alternative Vertragsmodelle der Vorlieferanten enthalten bereits heute die Option, Tranchen an unterschiedlichen Referenzmärkten abzuschließen, selbst noch innerhalb des Beschaffungszeitraums. So bieten beispielsweise einige Anbieter flexible Vertragsmodelle an, die es ermöglichen, zwischen einem Festpreis, dem Großhandelspreis und der klassischen Ölbindung zu wechseln. Der Gasversorger hat somit die Möglichkeit, bei der Beschaffung auf ein breites Spektrum von Marktmechanismen zurückzugreifen. Die Komplexität der neuen Modelle und Beschaffungsvarianten erfordert aber ein gutes Verständnis der Märkte und eine Analyse und Bewertung der strategischen Handlungsoptionen sowie der eigenen Risikoaffinität.
Steigerung der Wirtschaftlichkeit Ihres Beschaffungsportfolios
Deloitte hat einen methodischen Ansatz und Instrumente für die systematische Entwicklung von strukturierten Beschaffungsstrategien entwickelt und unterstützt die Gasversorgungsunternehmen im gesamten Beschaffungsprozess. Der Deloitte-Ansatz basiert auf unseren Erfahrungen in der Energiewirtschaft und auf „leading practices“ anderer versorgungsnaher und wettbewerbsintensiver Industrien. Im Fokus unseres Lösungsansatzes steht das Gasversorgungsunternehmen mit seinen individuellen Bedürfnissen.
Ziel unseres Vorgehens ist es, gemeinsam mit unseren Kunden die individuell optimale Beschaffungsstrategie zu identifizieren, umzusetzen und im Unternehmen nachhaltig zu verankern. Im Rahmen einer kontinuierlichen Portfolioanalyse können zusätzliche Deckungsbeiträge erzielt und die Wettbewerbsfähigkeit, auch vertriebsseitig, langfristig weiter gesteigert werden.
Deloitte unterstützt durch langjährige Erfahrung und ein internationales Netzwerk professionell, wenn es darum geht, die fundamentalen Veränderungen auf den Gasmärkten adäquat zu antizipieren, neue Strategien, Strukturen und Geschäftsideen zu entwickeln sowie den Wandel der Branche und ihrer Teilmärkte mitzugestalten. Wir diskutieren gerne mit Ihnen die neuen Herausforderungen und wie Sie sie gewinnbringend und nachhaltig nutzen können.