Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen einen bedarfsgerechteren Service bereitstellen zu können. Indem Sie ohne Veränderungen Ihrer Standard-Browser-Einstellung weiterhin diese Seite besuchen, erklären Sie sich mit unserer Verwendung von Cookies einverstanden. Möchten Sie mehr Informationen zu den von uns verwendeten Cookies erhalten und erfahren, wie Sie den Einsatz unserer Cookies unterbinden können, lesen Sie bitte unsere Cookie Notice.

Bookmark E-Mail Diese Seite drucken

Fallstudien: Bewertungsdienstleistungen

Kaufpreisallokation (Purchase Price Allocation, PPA) im Pharmasektor

Das Bewertungsteam von Deloitte führte eine Kaufpreisallokation nach IFRS 3 für ein grosses Pharmaunternehmen, im Zusammenhang mit der Akquisition einer börsennotierten, jungen Biotechgesellschaft mit Fokus auf der Entwicklung monoklonaler Antikörper für die Onkologie durch.

Unser Ansatz bestand in der Identifizierung der substanziellen immateriellen Vermögenswerte des übernommenen Unternehmens, der Anpassung der Annahmen des Managements unserer Kunden, sodass sie die Perspektive eines Marktteilnehmers widerspiegeln, und in der Erstellung eines Finanzmodells, um jede Klasse der immateriellen Vermögenswerte auf der Basis verschiedener Input-Parameter, einschliesslich der Erfolgswahrscheinlichkeiten während des F&E-Prozesses, der zu erwartenden Spitzenumsätze, der F&E-Kosten, damit verbundener Kosten und der angemessenen Kapitalkosten, einzeln zu bewerten.

Unsere Bewertung war im September 2008 abgeschlossen.

Bewertung einer Private-Equity-Gesellschaft

Das Bewertungsteam von Deloitte führte eine indikative Bewertung einer Private-Equity-Management-Gesellschaft im Lauf einer Transaktion durch. Unsere Rolle bestand darin, illustrative Wertberechnungen unter verschiedenen Annahmen in Bezug auf aktuelle und zukünftige Investitionen sowie Fund-Setup-Parameter durchzuführen. Über die gewünschte Wertschätzung hinaus boten wir Einblick in potenzielle zukünftige Entwicklungsszenarios des PE-Geschäfts, je nach Verlauf der wichtigsten Werttreiber.

Als primäre Methode wandten wir ein Ertragswertverfahren an, um einen auf dem FCFE (Free Cashflow to Equity) basierenden Wert zu erhalten. Das Ergebnis wurde mit Hilfe eines relativen Bewertungsansatzes überprüft, bei welchem das Verhältnis Kurs zu verwaltetem Vermögen und das Kurs/Gewinn-Verhältnis verwendet werden.

Zum Zweck unserer Bewertung und Beratung erstellten wir ein Modell der erwarteten künftigen Cashflows der bestehenden und potenziellen PE-Funds und der Zahlungsströme in die Management-Gesellschaft. Die dem Modell zugrundeliegenden Annahmen wurden im Rahmen mehrerer Meetings mit unseren Kunden sowie mit unseren PE-Branchenexperten diskutiert. Wir verwendeten dies, zusammen mit öffentlich zugänglichen Informationen über Private-Equity-Märkte, zur Ausarbeitung von Szenarios.

Das Projekt wurde im Juni 2009 abgeschlossen.

Bewertung notleidender Bank-Aktiven und -Verbindlichkeiten

Als sich die Situation innerhalb des isländischen Bankensystems im Zuge der globalen Wirtschaftskrise immer mehr verschlechterte, verabschiedete das Parlament von Island im Oktober 2008 ein Notstandsgesetz, das der Finanzaufsichtsbehörde des Landes (Financial Supervisory Authority, FME) weitreichende Kompetenzen bezüglich der Interventionen in die Geschäfte maroder Banken übertrug. Als die drei grössten lokalen Banken um Unterstützung baten, entschied die FME, sie zu restrukturieren und inländische Depositen und beträchtliche inländische Vermögenswerte in drei neu geschaffene Banken überzuführen, die den drei notleidenden Instituten entsprachen. Mit dieser Massnahme versuchte die FME, die Weiterführung der inländischen Bankdienstleistungen sicherzustellen, die Bankeinlagen der Kunden zu schützen und den Bankensektor im Verhältnis zum Umfang der Wirtschaft zu verkleinern.

Deloitte wurde von der FME beigezogen, um den Fair Value der Aktiven und Verbindlichkeiten zu berechnen, die von den angeschlagenen Banken auf die neuen Institute übertragen wurden. Unser Engagement umfasste die Bereitstellung einer Dokumentation für die Verhandlungen zwischen den relevanten Anspruchsgruppen der bestehenden, maroden und den neuen Banken. Das Mandat wurde von einem Team aus Bewertungsexperten unserer Standorte London, Zürich und Reykjavik gemeinsam wahrgenommen.

Wir führten eine eingehende Analyse der Aktiven und Verbindlichkeiten jeder betroffenen Einheit durch und verwendeten verschiedene Bewertungsmethoden, um den Wert der notleidenden Aktiven und Verbindlichkeiten unter Annahme eines neuen makroökonomischen Umfelds so gut wie möglich wiederzugeben. Um unsere Bewertungen zu stützen, erstellten wir auch eine detaillierte Studie der wichtigsten isländischen Industrien und deren Zukunftsaussichten.

Das Projekt wurde im April 2009 abgeschlossen.

Stay connected
Get connected