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Deloitte Studie zu Governance-Trends in den Schweizer Verwaltungsräten

Geringer Frauenanteil und kompliziertes Vergütungssystem

Zürich, 28. November 2012

Deloitte hat die wichtigsten Governance-Trends von 50 börsenkotierten Schweizer Grossunternehmen analysiert. Insgesamt wird die Situation als befriedigend beurteilt. In Bereichen wie Risikoüberwachung und Leistungsbewertung der Verwaltungsräte gibt es noch Verbesserungspotential. Auch ist die Schweiz mit einem Frauenanteil von 9% in den Verwaltungsräten etwas im Rückstand – verglichen mit anderen Ländern Europas.

Im internationalen Vergleich wird die Unternehmensführung der Schweizer Grossunternehmen insgesamt als befriedigend beurteilt. In den letzten Jahren sind die Verwaltungsräte professioneller und die Rollentrennung zwischen dem Verwaltungsrat und der allgemeinen Unternehmensleitung deutlicher geworden. Das Amt des Präsidenten des Verwaltungsrats und des Vorsitzenden der Geschäftsleitung wird seltener von derselben Person ausgeübt.

Thierry Aubertin, verantwortlicher Partner Suisse Romande Deloitte, präzisiert: „Es gibt aber auch Verbesserungsbedarf: Die veröffentlichten Informationen zum Thema Risikoüberwachung und Leistungsevaluierung der Verwaltungsräte sind häufig sehr kurz gefasst. Daher ist es schwer zu beurteilen, welche Priorität und Beachtung diese extrem wichtigen Themen bekommen“. Ausserdem scheint in der Kommunikation der Konzerne über ihre Unternehmensführung allzu häufig durch, dass dieses Thema als Formalität gesehen wird – und weniger als Gelegenheit zur Erläuterung der Arbeit der Führungs- und Überwachungsgremien um besseres Verständnis und mehr Transparenz zu schaffen.

Nur 9% Frauenanteil in den Aufsichts- und Verwaltungsräten

Mit nur 9% Frauenanteil in den Verwaltungsräten ist die Schweiz im Vergleich zu anderen Ländern Europas (durchschnittlich 12%) leicht im Rückstand. Noch deutlicher ist, dass der in den letzten Jahren in den Nachbarländern festgestellte Anstieg des Frauenanteils (teilweise nach Einführung korrigierender Massnahmen wie der Frauenquote) in der Schweiz noch nicht eingesetzt hat. In 34% der analysierten Unternehmen gibt es keine Frau im Verwaltungsrat. In den letzten beiden Jahren wurden 94 Verwaltungsratsmitglieder neu gewählt, nur 11 (d.h. 12%) waren Frauen. Dieser geringe Prozentsatz scheint überraschend. Ohne tiefgreifende Änderungen dürfte kurzfristig keine ausgewogenere Geschlechterverteilung in den Verwaltungsräten erfolgen. Für Befürworter der Frauenquote könnten dies Argumente sein – doch diese Art von Massnahme scheint in der Schweiz nicht auf der Tagesordnung zu stehen.

Vergütung und Minder-Initiative

Zwar sind die Vergütungen in den letzten Jahren erheblich transparenter geworden, dennoch scheinen die Vergütungsberichte immer länger, komplexer und teilweise schwer interpretierbar geworden zu sein. Die Studie von Deloitte verdeutlicht, dass die Schweizer Unternehmen und ihre Aktionäre in Bezug auf das nach wie vor heikle Thema der Vergütungen an Reife gewonnen haben. 80% der Unternehmen des SMI bieten ihren Aktionären eine Konsultativabstimmung über die Vergütung der Führungsebene an. Die Aktionäre haben die ihnen vorgeschlagenen Resolutionen immer – und in den meisten Fällen mit überwiegender Mehrheit – angenommen.

Eine zumindest teilweise Erklärung dafür, dass es im aktuellen, wirtschaftlich schwierigen Umfeld in den Generalversammlungen keine Konflikte über die Vergütungen gab, könnte der seit 2011 festgestellte Rückgang der durchschnittlichen Vergütungen sowohl der Verwaltungsräte wie auch der allgemeinen Unternehmensführungsebenen sein.

2013 wird die Vergütung aufgrund der Minder-Initiative, zu der die Schweizer Bevölkerung im März Stellung nehmen wird, zu einem wichtigen Thema. Fabien Bryois, Director Audit bei Deloitte, erläutert: „Die Minder-Initiative schlägt mehrere umfangreiche Änderungen vor, beispielsweise die Zustimmung der Aktionäre zu der Vergütung der Verwaltungsratsmitglieder und der Unternehmensleitung oder auch den Wegfall der <goldenen Fallschirme>.“

Die Deloitte-Studie zu Corporate Governance

Die Studie basiert auf öffentlich zugänglichen Berichten über die Corporate Governance von 50 im Jahr 2011 nach dem SMI und SMI MID bewerteten Schweizer Grossunternehmen sowie auf Informationen auf deren Websites.

Die aktuelle Studie zum Thema Corporate Governance von Deloitte finden Sie hier.

Über Deloitte in der Schweiz

Deloitte ist ein führendes Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance. Mit rund 1‘100 Mitarbeitenden an den sechs Standorten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich (Hauptsitz) betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Grösse aus allen Wirtschaftszweigen. Deloitte AG ist eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Über DTTL sind deren Mitgliedsunternehmen mit rund 200‘000 Mitarbeitenden in mehr als 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

 

Anmerkung für die Redaktion

In dieser Pressemitteilung bezieht sich die Bezeichnung Deloitte auf Deloitte AG, eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von Deloitte Touche Tohmatsu („DTTL“), einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht und ihren Mitgliedsunternehmen, die rechtlich selbstständig und unabhängig sind. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von DTT und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf unserer Website unter www.deloitte.com/ch/about. Deloitte LLP und ihre Tochterfirmen sind führende Beratungsunternehmen mit über 12 600 bestausgewiesenen Mitarbeitenden in Grossbritannien und der Schweiz, die Leistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance anbieten. Das Unternehmen, das dank seiner innovativen HR-Programme als erklärter Wunscharbeitgeber gilt, setzt sich dafür ein, dass seine Kunden und Mitarbeitenden Erfolg haben. Deloitte AG ist gemäss der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) als anerkannter Wirtschaftsprüfer zugelassen. Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen entsprechen zum Zeitpunkt des Drucks dem aktuellen Stand.

Kontakte:

Name:
Thierry Aubertin
Firma:
Responsable Deloitte en Suisse Romande
Funktion:
Telefonnummer:
+41 (0)58 279 80 15
E-Mail
thaubertin@deloitte.ch
Name:
Fabien Bryois
Firma:
Audit Director (French)
Funktion:
Telefonnummer:
+41 (0)58 279 80 48
E-Mail
fbryois@deloitte.ch
Name:
Marisa Steiner
Firma:
PR & Communications
Funktion:
Telefonnummer:
+41 58 279 73 08
E-Mail
masteiner@deloitte.ch
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