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Was die Schweizer Uhrenindustrie denkt

Die erste Deloitte-Studie zur Schweizer Uhrenindustrie

Zürich, 13. November 2012

Deloitte Schweiz hat die Schweizer Uhrenindustrie und ihre Geschäftsaussichten analysiert. Für die Studie führte Deloitte persönliche Interviews und eine Online-Umfrage mit 50 Führungskräften aus der Uhrenbranche durch.

Die Schweizer Uhrenindustrie ist eine aussergewöhnliche Erfolgsgeschichte: Der Export erreichte 2011 ein Rekordhoch (CHF 19,3 Mrd.) und im Juli 2012 einen Monatsrekord (CHF 1,97 Mrd.). Dennoch breitet sich ein Gefühl von Vorsicht in der Uhrenbranche aus: Im September 2012 verzeichnete sie zum ersten Mal seit 30 Monaten rückläufige Zahlen. Deloitte wählte diesen interessanten Zeitpunkt für eine Analyse der wirtschaftlichen Aussichten der Uhrenbranche anhand von persönlichen Interviews und einer Online-Umfrage mit 50 Schweizer Führungskräften aus der Uhrenindustrie.

Wirtschaftliche Aussichten – vorsichtig optimistisch

Die von Deloitte befragten Führungskräfte blicken mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft: 31% (Nettosaldo) sind optimistisch bezüglich der wirtschaftlichen Aussichten für die nächsten 12 Monate, gleichzeitig aber etwas in Sorge bezüglich der Weltwirtschaft. Wie Jean-Francois Lagasse, Deloitte-Partner für Corporate Finance, erklärt: „Die Führungskräfte sind nach wie vor etwas besorgt über eine mögliche Verlangsamung des Wachstums in den wichtigsten Exportmärkten. Doch das Wachstum in China und anderen Schwellenländern ist weiterhin hoch – und es gibt in diesen Ländern noch ungenutzte Marktchancen für die Schweizer Uhrenindustrie.“ Den Befragten zufolge wird Asien seine wichtige Position behalten: 58% erwarten das grösste Exportwachstum in den nächsten 12 Monaten in Asien.

Der starke Schweizer Franken

Der starke Schweizer Franken stellt für die Uhrenindustrie – insbesondere für die kleineren Marken und für die Hersteller – eine Herausforderung dar, da sie der steigenden Währung nicht entkommen können. Nur ein paar der grösseren Marken haben sich als stark genug erwiesen, die Wechselkursrisiken mit ihren Händlern und Verbrauchern zu teilen. Howard da Silva, Lead Partner Consumer Business bei Deloitte, sieht die Zukunft der Uhrenindustrie optimistisch: „Auch wenn die Zeiten schwierig sind, die Geschäftsstrategien der Schweizer Uhrenindustrie waren und sind bemerkenswert. Diese Branche meistert seit über 400 Jahren Höhen und Tiefen – es gibt keine Anzeichen dafür, dass ihr das nicht auch weiterhin gelingen sollte.“

Herausforderungen in der Lieferkette

Beim hohen Wachstum der Uhrenindustrie verdienen die Risiken auf Lieferantenseite besondere Aufmerksamkeit: Über 30% der Führungskräfte betrachten den Fachkräftemangel als signifikantes Risiko für ihr Unternehmen. Ebenso wie die Verfügbarkeit von Bauteilen und Uhrwerken von Dritten, die durch staatliche Entscheidungen und Vorschriften beeinflusst werden können. (Zum Beispiel durch den Entscheid der Schweizerischen Wettbewerbskommission COMCO, durch den es der Swatch-Gruppe erlaubt wurde, ihren Output zu senken, oder die „Swiss Made“-Gesetzgebung, durch die die Swiss-Marke geschützt werden soll. Die COMCO-Entscheidung wurde in unserer Umfrage unterschiedlich aufgenommen, während die „Swiss Made“-Gesetzgebung breite Zustimmung findet.)

Fast alle befragten Führungskräfte halten die Vertikalisierung für einen wachsenden Trend. Zur Entschärfung von Beschaffungsproblemen (Produktion und Fachkräfte) haben sich grosse Gruppen und Marken auf vertikale Integration konzentriert. Fast zwei Drittel der Befragten erwarten, dass in den nächsten 12 Monaten die Zahl der Fusionen und Übernahmen steigen wird – durch die Bildung von grossen Lieferantengruppen wie auch durch die Übernahmen von grossen Herstellern durch Marken.

Trends in Vertrieb und Marketing

Die Optimierung der Vertriebskanäle hat für unsere Umfrageteilnehmer Priorität, doch viele erkennen auch das wachsende Potenzial von „Social Media“. Einige Teilnehmer berichten von Plänen für Internethandel via Online-Shops. Auch der grosse Vertriebstrend der letzten Jahre – Monomarken-Geschäfte – ist weiterhin sehr erfolgreich: In der ganzen Welt sind Neueröffnungen geplant.

Über die Deloitte-Studie zur Uhrenindustrie

Die Deloitte-Studie zur Schweizer Uhrenindustrie 2012 beruht auf persönlichen Interviews mit Führungskräften sowie auf einer Online-Umfrage. Die persönlichen Interviews wurden von Juni bis September 2012 durchgeführt. Die Online-Umfrage wurde im September 2012 durchgeführt. Insgesamt 50 Führungskräfte aus der Uhrenindustrie nahmen daran teil, 52% der Teilnehmer arbeiten für Hersteller von Uhrenbauteilen, 30% für eine Marke und 18% für Unternehmen aus der gesamten Wertschöpfungskette. Zwei Drittel der Unternehmen der Teilnehmer verkaufen Uhren zu einem Einzelhandelspreis von über CHF 5‘000, ein Drittel darunter.

Über Deloitte in der Schweiz

Deloitte ist ein führendes Prüfungs- und Beratungsunternehmen in der Schweiz und bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance. Mit rund 1‘100 Mitarbeitenden an den sechs Standorten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich (Hauptsitz) betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Grösse aus allen Wirtschaftszweigen. Deloitte AG ist eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von Deloitte Touche Tohmatsu Limited (DTTL). Über DTTL sind deren Mitgliedsunternehmen mit rund 200‘000 Mitarbeitenden in mehr als 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

 

 

Anmerkung für die Redaktion

In dieser Pressemitteilung bezieht sich die Bezeichnung Deloitte auf Deloitte AG, eine Tochtergesellschaft von Deloitte LLP, dem Mitgliedsunternehmen in Grossbritannien von DTTL, einer “private company limited by guarantee“ (einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach britischem Recht) und ihren Mitgliedsunternehmen, die rechtlich selbstständig und unabhängig sind. Eine detaillierte Beschreibung der rechtlichen Struktur von DTTL und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie auf unserer Webseite unter www.deloitte.com/ch/about.

Deloitte LLP und seine Tochterfirmen sind führende Beratungsunternehmen mit über 12'000 bestausgewiesenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Grossbritannien und der Schweiz, die Leistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance Services bieten. Das Unternehmen, das dank seinen innovativen HR-Programmen als erklärter Wunscharbeitgeber gilt, setzt sich dafür ein, dass seine Kunden und Mitarbeitenden Erfolg haben.

Deloitte AG ist gemäss der Eidgenössischen Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) und der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) als anerkannter Wirtschaftsprüfer zugelassen. Die in dieser Pressemitteilung enthaltenen Informationen entsprechen zum Zeitpunkt des Drucks dem aktuellen Stand.

Kontakte:

Name:
Marisa Steiner
Firma:
PR & Communications
Funktion:
Telefonnummer:
+41 58 279 73 08
E-Mail
masteiner@deloitte.ch

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