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GLOBAL ECONOMIC OUTLOOK für das 4. Quartal 2012

2013 wird zum Wendepunkt in der Weltwirtschaft

Die aktuelle Weltwirtschaftsprognose von Deloitte kommt zum Ergebnis, dass 2013 die entscheidende wirtschaftliche Wende bringen wird. Ob diese Wende allerdings positiver oder negativer Natur sein wird, hängt vielfach an den richtigen politischen Entscheidungen.

Wien, 12. November 2012 – Europa befindet sich auf dem Weg der Besserung, obwohl es immer wieder neue Krisen zu bekämpfen gilt. Die USA dürfen sich über langsames Wachstum freuen, dennoch kann die dortige Wirtschaft – je nach zukünftiger Fiskalpolitik – leicht in eine Rezession schlittern. Chinas weitere Entwicklung hängt von der neuen Führung ab. Indien hat zahlreiche Reformen für langfristiges Wirtschaftswachstum eingeleitet, doch die politische Opposition sorgt für Unsicherheit.

Mit dem Global Economic Outlook, den Deloitte als einziges Wirtschaftsberatungsunternehmen in dieser Form jedes Quartal vorlegt, hat die Branche neben den Analysen und Prognosen von IMF, Weltbank und diversen Wirtschaftsforschungsinstituten einen sehr praxisorientierten Barometer zur Verfügung.

Europa: Troubleshooting an der Tagesordnung
Die Eurokrise befindet sich aktuell im vierten Jahr. Sie begann, als das griechische Parlament seine gefälschten Angaben zum Budgetdefizit eingestand. Nach den jüngsten Problembehebungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank scheint die Krise der Eurozone vorerst zu verebben.
Positiv ist vor allem die Entwicklung der Leistungsbilanz einiger Krisenstaaten. So konnte Griechenland das sehr hohe Leistungsbilanzdefizit signifikant reduzieren, ebenso Spanien. Irland konnte das Defizit sogar in ein – wenn auch kleines – Plus umwandeln.


Abb. 1: Leistungsbilanz [in % des BIP] 
Quelle: OECD 

Dennoch, mehrere europäische Länder stecken noch immer oder immer wieder in finanziellen Notlagen. „Politik und Wirtschaft sind nach wie vor gemeinsam gefordert, die Eurozone zu einem beständigen und nachhaltig abgestimmt agierenden Finanzsystem zu reformieren“, betont Dr. Bernhard Gröhs, Managing Partner bei Deloitte. Die Möglichkeiten hierfür sind weitreichend: von stärkerer Verantwortung der einzelnen Mitgliedstaaten bis hin zu einer zentral geführten politischen Union. 

USA: Fahrt in unbekannten Gewässern
Die US-Wirtschaft profitierte bis dato von einer Kombination aus Glück und Widerstandsfähigkeit. Dennoch ist die schleppende Konjunktur beispiellos und von noch nie dagewesener Dauer. „Normalerweise führt ein derartig langsames Wachstum über längere Zeit unweigerlich zu einer Rezession, aber nie zu noch mehr gleichartiger Entwicklung“, gibt Bernhard Gröhs zu bedenken. Wie ein Damoklesschwert schweben risikoreiche Währungs- und Fiskalpolitik sowie ein mögliches Überschwappen der Krisen in der Eurozone über dem US-amerikanischen Staatshaushalt. „Das Risiko einer Rezession bleibt auch für 2013“, so Gröhs.

China: Schrumpfende Exporte
Chinas Wirtschaft befindet sich im Sinkflug. Davon betroffen zeigt sich in erster Linie der Exportsektor, der Auftragsindex erreichte den niedrigsten Stand seit nunmehr dreieinhalb Jahren. Daneben schwächelt die Industrie – mit negativen Auswirkungen auf ausländische Investments in China. Dennoch ist eine sanfte Landung möglich dank zahlreicher Maßnahmen des aktuellen politischen Regimes, die Wirtschaft in den nächsten Monaten anzukurbeln. Spannend wird es für China allerdings nach dem Regierungswechsel. Dann wird sich zeigen, ob die neue chinesische Führung den eingeschlagenen wirtschaftpolitischen Weg weitergeht.

Kurve gekratzt: Großbritannien und Indien
Die erneute Rezession im letzten Quartal 2011 in Großbritannien nähert sich dem Ende, aber zahlreiche interne und externe Probleme machen die Erholung mühsam. Prognosen sagen für Großbritannien ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % voraus - wenig für ein Land, das an Wachstumsraten von 2,5 % gewohnt ist.
„Indien wirtschaftet momentan unter seinem Potential“, diagnostiziert Bernhard Gröhs. „Trotz mehrfachem Gegenwind und hoher Inflation hat sich allerdings die dortige Regierung nicht beirren lassen und wichtige Reformen zur langfristigen Ankurbelung der indischen Wirtschaft losgetreten“, zitiert er den Bericht. Einen allerdings verbleibenden Risikofaktor stellt die verhältnismäßig einflussreiche politische Opposition dar.

Möchten Sie noch mehr detaillierte Information über die Weltwirtschaft im vierten Quartal? Hier der Global Economic Outlook zum Download

Über Deloitte
Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Financial Advisory für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. „To be the Standard of Excellence" – für rund 200.000 Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich. Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "UK private company limited by guarantee" und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Nähere Informationen über die rechtliche Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie unter www.deloitte.com/about.

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Mag. (FH) Melinda Mihóczy
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