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Deloitte.Dialoge: Jung und schön versus alt und hässlich

Strategien angesichts der (verhängnisvollen?) demografischen Entwicklung.

Im Rahmen der ersten Deloitte.Dialoge am 15. April in der voestalpine Stahlwelt in Linz ortete Konrad Paul Liessmann einen gefährlichen gesellschaftlichen Widerspruch: Während die Zahl der Alten zunimmt, steigt der Wert der Jugend. In der anschließenden Podiumsdiskussion vor über 70 Gästen diskutierte er mit Experten von Deloitte und Geschäftsführern der Vinzenz Gruppe bzw. des Technologieanbieters SeniorPad über ein notwendiges Umdenken angesichts einer älter werdenden Gesellschaft und die Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Österreich. Die gute Nachricht: Organisationen und Unternehmen stehen aufgrund der demografischen Entwicklung zwar vor großen Aufgaben, können aber mit smarten Human Resources- und Business-Konzepten auch eine Vielzahl von Chancen entwickeln.

Linz, 16. April 2013: Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Lebenserwartung der Menschen in den entwickelten Ländern weiter steigen wird. Überhaupt keine Einigkeit gibt es darüber, was dies für die Gesellschaft im Allgemeinen und speziell für die Wirtschaft bedeutet. Um diese Frage zu erörtern und Denkanstöße aus der Welt der Philosophie und unterschiedlicher Bereiche der Wirtschaft miteinander zu verbinden, lud Deloitte als Österreichs führender Professional Services-Anbieter zur Auftaktveranstaltung der Deloitte.Dialoge in die voestalpine Stahlwelt in Linz. In seiner Keynote warnte der bekannte Philosoph und Wissenschafter Univ.Prof. Dr. Konrad Paul Liessmann davor, dass die Ideale in Wirtschaft, Mode, Technik, Sport und vielen anderen Bereichen in hohem Maße von Jugend und Jugendlichkeit geprägt seien, während die Gesellschaft altere. Konzepte, wie wir gesellschaftlich sinnvoll mit der demografischen Entwicklung umgehen, fehlen ebenso wie ein kollektives Bewusstsein nicht nur für die Probleme, sondern auch für den Wert des Alterns.

Ältere Mitarbeiter als wertvolles „Human Capital“

„Tatsache ist, dass die Belegschaften in Unternehmen immer älter werden – gleichzeitig wird es immer schwieriger, genügend qualifizierten Nachwuchs zu rekrutieren. Der demografische Wandel erfordert daher neue Maßnahmen und Arbeitsmodelle“, erklärte Human Capital-Expertin Mag. Elisa Aichinger von Deloitte. Die demografische Entwicklung bietet Organisationen und Unternehmen auch neue Potenziale. Kennt man die Organisationsstruktur, können Strategien entwickelt werden, um die Erfahrungen und Stärken älterer Mitarbeiter zu nutzen und ihnen ein adäquates Arbeitsumfeld zu bieten. „Es gibt in der Praxis schon zahlreiche gute Erfahrungen mit Productive Ageing-Konzepten“, so Aichinger weiter: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, sich rechtzeitig und systematisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen, ehe es zu spät ist und die Konsequenzen nicht nur atmosphärisch, sondern auch wirtschaftlich spürbar sind.“

Mag. Albert Hannak, Partner Deloitte und Financial Advisory-Experte, bestätigte die Dringlichkeit. Neue Konzepte in der Arbeitswelt seien nicht nur aufgrund der steigenden Lebenserwartung Gebot der Stunde, um Menschen langfristig in den Arbeitsprozess einzubinden. Auch der Umstand, dass in vielen Branchen zu wenig Nachwuchs am Arbeitsmarkt zu finden sei, stelle die Wirtschaft vor größte Probleme. „Das ist besonders in Oberösterreich mit der bundesweit größten Unternehmensdichte mit vielen Familienunternehmen und KMU ein Thema. Gerade diese profitieren aber von ihrer ausgeprägten unternehmerischen Kultur und sind oft die ersten, die bereit sind, neue Strategien anzuwenden – von eigenen Ausbildungsprogrammen für Fachkräfte bis hin zu innovativen, flexiblen Arbeitszeitmodellen für ältere Mitarbeiter“, so Hannak.

Seniorengerechte Dienstleistungen und Produkte gefragt

Die veränderte Demografie ist längst auch der Motor für neue Dienstleistungen und Produkte in den unterschiedlichsten Branchen, allen voran im Gesundheitswesen. „Mit der gestiegenen Lebenserwartung und den damit einhergehenden Krankheitsbildern ergibt sich die Notwendigkeit, neue Leistungsangebote in den Krankenhäusern für alternde Menschen zu entwickeln. So braucht es vermehrt Akutgeriatrien und Remobilisationseinrichtungen, um die Selbständigkeit alter Menschen möglichst lange zu erhalten. Alte Menschen bewegen sich zudem häufig zwischen den unterschiedlichen Stationen des Gesundheitswesens. Um den alternden Menschen den Weg zwischen niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu erleichtern, werden in Hinkunft Angebote einer fachlichen, persönlichen übersektoralen Begleitung benötigt werden“, so Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH.

Andererseits brauchen die vielen Senioren, die trotz Handicaps ein selbstständiges Leben führen wollen, spezielle Services und Produkte, die sie dabei unterstützen und ihren Bedürfnissen entsprechen. Ein solches Produkt ist das SeniorPad, eine Hard-, Software- und Service-Lösung, die älteren Menschen einen längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Mag. Thomas Steinmayer, Geschäftsführer des Startup-Unternehmens SeniorPad, nannte als Vorteile gesundheitsrelevanter Technologien und Services aus den Bereichen Ambient Assisted Living und e-Healthcare neben den positiven „sozialen“ Effekten auch enorme Ersparnisse für die öffentliche Hand. Gleichzeitig wies Steinmayer darauf hin, dass gerade bei „seniorengerechten“ Technologien das Potenzial in Österreich noch bei weitem nicht ausgeschöpft würde und gerade innovative KMU dafür prädestiniert seien, entsprechende Nischen erfolgreich zu bearbeiten.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion nützten die Gäste der Deloitte.Dialoge, darunter MMag. Wolfgang Bayer (Wolfgang Bayer Beratung), Mag. Johannes Broucek (Internorm International), Mag. Michael Ettinger (G. Englmayer Spedition), Mag. Heimo Hintersteiner (Industrie-Logistik-Linz), Mag. (FH) Franz Kastner (HK-SKA Bad Ischl), DI Dr. Johann Peter Mattischek (Asamer Plastics), Dr. Helene Mayerhofer (KH St. Josef Braunau), Dr. Franz Reitbauer (Lithos Industrial Minerals), Dr. Gerald Schmidsberger (SCWP Schindhelm Rechtsanwälte) oder Mag. Dr. Bernhard Wolkerstorfer (GIWOG Gemeinnützige Industrie-Wohnungs-AG, beim Get-Together in der voestalpine Stahlwelt die Gelegenheit zum Austausch.

Deloitte in Oberösterreich

Deloitte Oberösterreich ist seit 2004 Teil der Deloitte-Gruppe. Insgesamt sind derzeit rund 23 Professional Services-Experten am Deloitte-Standort Linz tätig. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Financial Advisory, Mandantenrechnungswesen, Wirtschaftsprüfung, internationale Rechnungslegung (IFRS), Steuerberatung und Payroll. Seit Dezember 2012 gehört auch Human Capital Beratung zum Portfolio von Deloitte Oberösterreich. Das Linzer Team berät in allen wesentlichen Themen der Personalarbeit: Beginnend von der Suche, Auswahl und Entwicklung von erfolgskritischen Mitarbeitern und Führungskräften über die Entwicklung und Professionalisierung von Gehalts- und Leistungsbeurteilungssystemen bis hin zu Fragestellungen rund um flexible Arbeits(zeit)bedingungen bzw. Alters- und Generationenfragen. 

Deloitte Österreich ist der führende österreichische Anbieter von Professional Services. Mit rund 1.000 Mitarbeitern in acht Niederlassungen betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Financial Advisory und Human Capital. Kunden profitieren von der exzellenten Betreuung durch Top-Experten vor Ort sowie tiefgehenden Branchen-Insights der Industry Lines. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Österreich und bündelt seine breite Expertise, um aktiv an dessen Stärkung mitzuwirken. Als Arbeitgeber entwickelt sich Deloitte permanent weiter mit dem Anspruch, "Best place to work" zu sein.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "UK private company limited by guarantee" und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Nähere Informationen über die rechtliche Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie unter www.deloitte.com/about.

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Mag. (FH) Melinda Mihóczy
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