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ChinaPoll ist eine gemeinsam mit unserem Kooperationspartner Chinaforum Bayern e.V. durchgeführte Online-Meinungsumfrage. Alle zwei Monate greifen wir ein aktuelles Thema aus dem Reich der Mitte auf und liefern so ein Stimmungsbild bezüglich der aktuellen Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in China. Unser Thema im September: Die Olympischen Spiele 2008 in Beijing wurden in der internationalen Presse äußerst widersprüchlich kommentiert. Die Frage unseres letzten ChinaPolls war daher, wie Sie die Spiele erlebt haben. „Der Gigantismus Chinas wird nicht zu imitieren sein“ („Il Tempo“, Italien) | 12% | „Die Olympischen Spiele zeigten China in der Zeit des Wandels“ („Nikkei“, Japan) | 30% | „China fehlt die Goldmedaille für Toleranz“ (“Corriere della Sera”, Italien) | 19% | “Es war schlicht unmöglich, so viele Eindrücke aufzunehmen. In einem einzelnen Körper war nicht genügend Platz für einen derartigen Wasserfall von Gefühlen“ („Ole“, Argentinien) | 4% | „Niemand kann China aufhalten. Die Olympischen Spiele in Beijing hat die kommunistische Partei Chinas gewonnen. Der Westen hat verloren.“ („Gazeta Wyborcza“, Polen) | 18% | Meine Meinung zu den Olympischen Spielen finden Sie im Kommentarfeld. | 16% | Keine Meinung | 1% |
„Die Olympischen Spiele zeigen China in der Zeit des Wandels“ („Nikkei“, Japan) war die Schlagzeile, die mit knapp 30% die größte Zustimmung unter den Teilnehmern fand. Kommentiert wurde dies u.a. wie folgt: „China ist im Wandel und vieles, von den unglaublichen Anstrengungen, alles perfekt zu machen, was auch vielfach gelang, bis hin zu eigens eingerichteten Protestzonen, in denen aufgrund komplizierter Vorschriften keine Proteste stattfanden, illustriert das“. 19% waren der Ansicht, dass China während den Spielen Intoleranz gezeigt hätte, was jedoch nicht weiter kommentiert wurde. Knapp 12% der der Teilnehmer waren der Ansicht, dass der Kommentar der italienischen Zeitung „Il Tempo“ („Der Gigantismus Chinas wird nicht zu imitieren sein“) am besten auf die Olympischen Spiele zutraf. Hierzu wurde angemerkt, dass die Veranstaltung zwar sehr beeindruckend war, wirkliche Freude jedoch kaum zu spüren war. Kaum Zustimmung fand der überschwängliche Kommentar der argentinischen Zeitung „“Ole“:“ “Es war schlicht unmöglich, so viele Eindrücke aufzunehmen. In einem einzelnen Körper war nicht genügend Platz für einen derartigen Wasserfall von Gefühlen“. Lediglich 4% der Teilnehmer konnten diese Euphorie teilen, was belegt, dass es keine unbeschwerten Spiele in Beijing waren. „Niemand kann China aufhalten. Die Olympischen Spiele in Beijing hat die kommunistische Partei Chinas gewonnen. Der Westen hat verloren.“ Dies war die Ansicht der polnischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“ und knapp 18% der Befragten stimmten damit überein. Hierzu wurde wie folgt kommentiert: „Die VR China zeigte sich als ein leistungsfähiger Staat mit einer sehr national getrimmten Bevölkerung. Die Menschenrechte und der Liberalismus werden China jedoch früher oder später einholen und für Tibet und andere Minderheiten eine Lösung herbeiführen.“ Ein anderer Teilnehmer äußerte sich ähnlich: „Es ist noch einmal gut gegangen, weil die KP-Oberen es geschafft haben, alles unter Kontrolle zu halten. Sie haben dabei aber den Geist des übersteigerten Nationalbewusstseins aus der Flasche gelassen und dieser wird noch schwerer zu kontrollieren sein.“ 16% der Teilnehmer schlossen sich keiner der vorgegebenen Schlagzeilen an und äußerten teilweise sehr ausführlich ihre persönliche Meinung zu den Olympischen Spielen. Hier vier der insgesamt 16 Kommentare: „Im Zwiespalt zwischen Bewunderung für die Organisation und Widerwillen über den Gigantismus und die Heuchelei der perfekten Spiele habe ich noch nie weniger geschaut als dieses Mal.“ „Die Olympischen Spiele (…) haben erneut aufgezeigt, wie weit die chinesische und die westliche Mentalität und Denkweise noch voneinander entfernt sind.“ „Eine enorme organisatorische Leistung und eine Selbstbestätigung für die meisten Chinesen: wir sind in der Spitzengruppe der Weltliga angekommen!“ „Stärken und Schwächen lagen eng beieinander und zeichnen ein Bild, das von den inneren Widersprüchen Chinas geprägt ist: auf der einen Seite eine sehr gute Organisation und hohe sportliche Leistungen, auf der anderen Seite die Angst vor Informations- und Meinungsfreiheit, die ich aus westlicher Sicht als Schwäche der Regierung interpretiere.“ Wir danken allen Teilnehmern für ihr Interesse am ChinaPoll und ihr Feedback. Wenn auch Sie am ChinaPoll teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail. Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf.
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