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Trotz wirtschaftlichem Abschwung stabiler kontinentaleuropäischer Buy-out Markt
Das Center für Management Buy-Out Research (CMBOR) bestätigt dem europäischen Buy-out Markt ein Rekordhoch
Veröffentlicht: 17/6/03
Kontakt: Freddy Strottmann
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Düsseldorf, 26. Mai 2003 - Die kontinentaleuropäischen Private-Equity-Gesellschaften konnten den turbulenten wirtschaftlichen Bedingungen trotzen. Das Jahr 2002 weist ein Transaktionsvolumen in Höhe von € 44,4 Milliarden in Kontinentaleuropa aus. Dies ist ein Plus von 41 % gegenüber dem Vorjahr (2001: € 31,3 Milliarden) und entspricht dem eineinhalbfachen Volumen Großbritanniens (ca. € 25 Milliarden). 7 % der Transaktionen mit einem Volumen ab € 250 Millionen haben 74 % des gesamten Marktwerts generiert. Diese Zahlen veröffentlichten heute Deloitte & Touche und Barclays Private Equity in ihrem jährlichen „European Management Buy-out Review".

„Restrukturierungsprogramme auf dem Kontinent können von angelsächsischen Private-Equity-Häusern genutzt werden, um den Rückgang im Heimatmarkt zu kompensieren. Der kontinentaleuropäische Markt für Private Equity ist gereift und bietet weiteres Wachstumspotenzial. Dessen ungeachtet bestehen in Deutschland bei vielen Unternehmern noch Vorbehalte im Bezug auf Private Equity," so Freddy Strottmann, Leiter der Transaction Services Beratung von Deloitte & Touche.

Peter Hammermann, Leiter von Barclays Private Equity, Deutschland, meint: „Im Wesentlichen sind die großen Deals wie der € 4,9 Milliarden Buy-Out von Legrand und die € 3,2 Milliarden Public-to-Private-Transaktion von Jefferson Smurfit für die Rekordzahlen in Kontinentaleuropa verantwortlich. Die Hälfte des Transaktionsvolumens wurde durch die Top-10-Transaktionen generiert. Doch besteht ein hohes jährliches Schwankungspotenzial. Die großen Deals sind Umstrukturierungen. In besseren wirtschaftlichen Zeiten hätten industrielle Käufer strategische Preise dafür gezahlt. Die Aktienkurse industrieller Käufer haben sich im derzeitigen wirtschaftlichen Klima allerdings dramatisch verringert. Diese Entwicklung und eine möglicherweise geringe Eigenkapitalquote führen dazu, dass die Unternehmen nicht mehr genügend Schießpulver für große Transaktionen besitzen. Private-Equity-Häuser nutzen die Situation, um in deren Rolle hineinzuschlüpfen."

Die Entwicklung in den einzelnen kontinentaleuropäischen Ländern variiert beträchtlich. In Deutschland stieg die Anzahl der Transaktionen im Jahr 2002 zum dritten Mal in Folge auf nunmehr 96 Transaktionen (90 in 2001). Das Transaktionsvolumen hingegen nahm von € 7,4 Milliarden in 2001 auf € 7,1 Milliarden in 2002 ab. Der deutsche Markt macht 16 % des gesamten europäischen Umsatzes in Private-Equity-Transaktionen aus.

Im letzten Jahr konnte in Deutschland eine Reihe von Mega-Deals abgeschlossen werden. Der größte Deal war die Veräußerung von sieben nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmensbereichen durch die Siemens AG für € 1,9 Milliarden an das amerikanische Private-Equity-Haus Kohlberg Kravis Roberts & Co. Frankreich löste Deutschland im Jahr 2002 als größter Buy-Out-Markt Kontinentaleuropas ab. Das gesamte Buy-Out-Volumen in Frankreich wuchs um 100 % auf ein neues Rekordhoch von € 16,4 Milliarden. Die Transaktionszahl in Frankreich verringerte sich jedoch. Irland, Italien, Spanien und die Schweiz verzeichneten ebenfalls Rekordzahlen.

„Der deutsche Private-Equity-Markt liegt nach wie vor hinter den Erwartungen vieler Investoren. So ist es nicht verwunderlich, dass sich mittlerweile einige Private-Equity-Häuser aus dem deutschen Markt zurückgezogen haben (zumindest bezogen auf deren Niederlassungen). Die schlechten marktwirtschaftlichen Aussichten in Deutschland dürften allerdings den Trend der „Zerschlagung der Deutschland AG" und der damit einhergehenden Opportunitäten für Finanzinvestoren nur beschleunigen ", so Kay Krafft, Leiter der Corporate Finance Advisory von Deloitte &Touche.

Weitere Ergebnisse für das Jahr 2002:

  • Die durchschnittliche Transaktionsgröße erhöhte sich von € 61,3 Millionen auf € 84,1 Millionen.
  • Die größten Buy-outs in Deutschland waren die Veräußerung der sieben nicht zum Kerngeschäft gehörenden Unternehmen der Siemens AG für €1,9 Milliarden an das amerikanische Private-Equity-Haus Kohlberg Kravis Roberts &Co und die Veräußerung von Haarman & Reimer durch Bayer für €1,6 Milliarden an EQT. Den größten Private-Buy-out stellt der Verkauf von Auto Teile Unger (ATU) für geschätzte €1 Milliarde dar.
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Pressemitteilung European Management Buy-out Review 2003

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Letzte Aktualisierung: 17 Juni 2003
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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