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eCitizenship für Alle - Bürgernähe im Internet
Umfrage von Deloitte und Telecities: eCitizenship modernisiert öffentlichen Sektor
Veröffentlicht: 12/5/05
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Bevölkerung profitiert von den Vorteilen der Wissens- und Informationsgesellschaft

 

Berlin/München, 12. Mai 2005 – eGovernment hat sich in den meisten europäischen Kommunen durchgesetzt: Mit Hilfe von neuen Medien haben die Kommunen Geschäftsprozesse, die die Bevölkerung oder Unternehmen betreffen, vereinfacht und damit ein bürgerfreundliches und serviceorientiertes Angebot geschaffen.

Hauptgrund für die Verbesserung des elektronischen Serviceangebots war die Nachfrage aus der Bevölkerung und der lokalen Wirtschaft. Diese Ergebnisse stellte Deloitte im Rahmen der diesjährigen Frühjahrskonferenz von EUROCITIES Knowledge Society Forums - TeleCities vor. Deloitte führte zum zweiten Mal eine europaweite Umfrage zu „eCitizenship for All 2004“ durch. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Intiative von TeleCities und Deloitte.

 

Die Umfrage zeigt, dass rund 80 Prozent der teilnehmenden Städte eine eGovernment-Strategie entwickelt und elektronische Dienstleistungen unter anderem zum Zweck der Verbesserung des Bürgerservices eingeführt haben. Ein Beispiel dafür ist das Herunterladen von Formularen im Internet.

Die Analyse der Bedürfnisse der Bürger und der Unternehmen und die „Computerisierung“ einfacher, häufig benötigter Dienstleistungen führten zu einer  kostengünstigeren und wirtschaftlicheren Arbeitsweise der Stadtverwaltungen.

 

Deloitte untersuchte den Status von eCitizenship und eGovernment in europäischen Städten. Insgesamt nahmen an der Umfrage 102 Städte aus 23 europäischen Ländern teil, darunter 18 Städte aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten.

 

Untersuchungsgegenstände und Ergebnisse der Umfrage im Überblick

 

·         Bürgerfreundlichkeit: 2003 wurden als Hauptgründe für die Implementierung von eGovernment noch Kostensenkung und gesetzliche Vorschriften genannt. Mittlerweile ist eGovernment jedoch ständiger Tagesordnungspunkt in den Bürgervertretungen. In den meisten Städten sind Programme, Projekte oder Arbeitsgruppen geplant oder bereits aktiv; teilweise existieren eigene Leitstellen für eGovernment. Der Fokus liegt mittlerweile stärker auf den Anfragen der Bevölkerung und von Unternehmen. Für 79 Prozent der Kommunen sind sie wichtigster Impulsgeber für Änderungen im Serviceangebot.

·         Prozesseffizienz: eGovernment kann komplizierte Abläufe vereinfachen und damit externe (User-)Kosten reduzieren. Dies betrifft vor allem geschäftliche Nutzer und Anwendungsbereiche wie Planung und Genehmigung oder Steuerwesen. Für Kommunen steht im Vordergrund, die Wünsche von Bürgern und Unternehmen zu erfüllen. Zweitwichtigste Motivation ist die Rationalisierung interner Abläufe (61 Prozent). An dritter Stelle folgt die höhere Produktivität (59 Prozent), danach Leistungsverbesserungen (59 Prozent) und Kostensenkung (50 Prozent).

 

·         Outsourcing: Outsourcing scheint für die Umfrageteilnehmer wenig interessant zu sein. Städte, die eServices auslagern oder darüber nachdenken, besitzen in der Regel bereits ein sehr hohes eService-Niveau.

 

·         eLearning und eInclusion: ‚Lebenslanges Lernen’ hat hohe politische Relevanz. In den meisten teilnehmenden Städten (70 Prozent) gibt es diesbezüglich ein breites Spektrum interessierter und motivierter Interessensgruppen. So wurde in Malaga in Spanien beispielsweise ein IT-Trainingszenturm errichtet, in dem computergestützte Trainings durchgeführt werden, in die sowohl Stundenten, IT-Experten als auch Beschäftigungslose eingebunden sind.

 

·         eSecurity: Die Umfrageergebnisse zum Thema eSecurity zeigen, dass in den meisten Städten zumindest Grundregeln der Online-Sicherheit eingehalten werden: 88 Prozent der Befragten arbeiten mit Antiviren-Software und über 70 Prozent haben eine Firewall installiert.

 

·         eDemocracy und Community Building: Über 90 Prozent der Teilnehmer erklärten, gewählte Bürgervertreter sollten per E-Mail erreichbar sein und ihre Arbeitspraktiken generell modernisieren.

 

Abschließend kommentiert Hans Bossert, Chairman des Bereichs Global Public Sector bei Deloitte: „eGovernment trägt maßgeblich dazu bei, den öffentlichen Sektor effizienter zu machen. Wir sind uns dieser Bedeutung bewusst und unterstützen daher die Ziele der Europäischen Kommission im Hinblick auf die Steigerung von Effizienz in den europäischen Kommunen. Damit der eingeschlagene Weg erfolgreich ist, müssen Regierungen Leitlinien und Strategien formulieren und anwenden und sich um ständige Verbesserung ihrer Leistungen bemühen und ihren Bürgern einen maximalen Nutzwert bieten.“

 

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Letzte Aktualisierung: 07 Juni 2006
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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