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Mit frischem Wind in den Segeln – Deloitte Private Equity Umfrage Q1 2005
Veröffentlicht: 21/4/05
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Die Private Equity Branche bläst zum Aufschwung, der VC-Markt zeigt vorsichtige Anzeichen von Optimismus – neues Allzeithoch des PE-Stimmungsindikators, Secondaries weiterhin dominierend

 

Düsseldorf/Berlin, 21. April 2005 Aufbruchstimmung in der PE-Branche: Der sich zum Ende des letzten Jahres abzeichnende positiv Trend hält an. Die aktuellen Ergebnisse der Deloitte Private Equity Umfrage und des Venture Capital Barometers lassen eine bessere Stimmung für die folgenden zwei Quartale erhoffen.

 

Private Equity

 

Der Private Equity Stimmungsindikator, eine Zusammenfassung der wesentlichen Einflussfaktoren, nutzt den Neujahrsrückenwind, um diesmal kräftig zuzulegen. Mit 127 Punkten markiert er ein neues Allzeithoch und übertrifft somit sowohl das Vorquartal um acht Punkte als auch das Vorjahresrekordhoch um zwei Punkte. Somit wird erstmals der Seitwärtstrend der letzten zwölf Monate durchbrochen.

 

Der primäre Grund für die deutlich optimistischere Stimmung ist die finanzielle Entwicklung der Beteiligungen, ebenso wie der vereinfachte Zugang zu Fremdkapital. Er äußert sich nicht zuletzt in den boomenden Auktionen. Ferner setzt die positivere Einschätzung des gesamtwirtschaftlichen Klimas ein klares Signal für den Aufschwung. Im Mittelpunkt stehen nach wie vor die Secondaries (brancheninterne Weiterverkäufe von Unternehmen), deren Popularität sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite ungebrochen sind.

 

„2004 war ein gutes Jahr für die deutschsprachige PE-Branche.“, so Karsten Hollasch, Partner im Bereich Transaction Services bei Deloitte. „Die Deal Volumina sind gestiegen, allerdings sind diese auf einige wenige große Deals wie beispielsweise den 3,1 Milliarden Euro großen Celanese Deal oder den Secondary Buy-out der Firma Grohe durch die Texas Pacific Group zurückzuführen. Zusätzlich zu diesen Megadeals stieg auch die Anzahl der Transaktionen von 46 in 2003 deutlich auf 62 Buy-outs in 2004. Es wird sich zeigen, ob die hohen Transaktionsvolumina und Mega-Deals in dieser Form 2005 weiterhin überwiegen werden. Die Gesamtzahl der Deals wird jedoch aller Voraussicht nach weiterhin ansteigen.“

 

Demnach ist die nach außen getragene Euphorie nicht ohne Haken: wie zuvor sind die IPO-Aktivitäten das Sorgenkind der Branche; Börsengänge als Exit-Option sind leicht angestiegen, liegen aber dennoch deutlich hinter Exit-Formen wie dem Secondary oder einem Trade Sale. Auch der gestiegene internationale Wettbewerbsdruck wird, vor allem in Auktionen, künftig für weitere Herausforderungen an die Branche sorgen.

 

Infografik als pdf-Datei zum Download

 

Venture Capital

 

Verhaltener gibt sich der VC-Markt: grundsätzliche Zurückhaltung beherrscht immer noch das Tagesgeschehen, wenngleich die Zahl der Optimisten gemäß der aktuellen Umfrage zunimmt. Analog zur PE-Branche gibt die zuversichtlichere Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. Mit übertriebenen enthusiastischen Tönen halten sich die VC-Manager jedoch vorerst noch bedeckt. Jedoch lässt sich hinsichtlich Einzelfragen ein positiver Trendwechsel feststellen.

 

Ein Blick auf die sektorale Präferenz der VC-Manager zeigt keine wesentlichen Veränderungen: größte Chancen werden wie zuvor in den Bereichen Medizintechnik/Life Science, sowie Nanotechnologie und Sicherheitstechnik/-software gesehen. Hinsichtlich der Präferenzen bezüglich der Entwicklungsphasen liegt die Start-up-Phase in der Gunst der VC-Investoren erstmals wieder vor der Expansionsphase. Nach wie vor keine Relevanz spielt die Seed-Phase.

 

Explizit gefragt wurden die Investoren in dieser Ausgabe auch zum Thema „wieder erstarkende, rechtsextreme Tendenzen“. Interessant und zu gleich beruhigend ist, dass die zunehmende Medienpräsenz von rechtsextremen Parteien nach Ansicht der Investoren keine signifikanten Auswirkungen auf das Investitionsverhalten und das wirtschaftliche Klima in Deutschland haben wird.

 

Abschließend bleibt zu hoffen, dass die positiven Entwicklungen in der PE-Branche auch auf die VC-Investoren ausstrahlen und für einen nachhaltigen Stimmungswechsel sorgen.

 

Die Umfragedetails

 

Das Private Equity- und Venture Capital-Team von Deloitte untersucht die Erwartungen und Aussichten der beiden Branchen durch zwei sektorspezifische und regelmäßig vierteljährlich durchgeführte Studien, die Private Equity-Survey und das Venture Capital Barometer. Zu ihren Markteinschätzungen für die nächsten zwei Quartale wurden mehr als 1.800 Investmentmanager der Venture Capital- und Private Equity-Branche mittels Fragebogen befragt. Deloitte Private Equity- und Venture Capital-Umfragen erscheinen in den Ländern Australien/Neuseeland, USA, Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Hong Kong/China, Israel, Italien, Kanada, Niederlande, sowie für Central Europe in Ländern wie Polen, Tschechische Republik, Ungarn.

Die Umfrage ist als pdf-Datei erhältlich (deutsch oder englisch).

 

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Letzte Aktualisierung: 21 April 2005
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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