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Mangelnder Wertbeitrag der IT am Erfolg deutscher Unternehmen
Aktuelle Studie von Deloitte über das Business-IT-Alignment
Veröffentlicht: 04/4/05
Kontakt: Antonia Wesnitzer
Deloitte & Touche GmbH
Pressereferentin
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Kontakt: Lars Schwarze
Deloitte Consulting GmbH
Manager CIO Advisory Services
+49 69 97137-311

München/Frankfurt, 4. April   2005 Die IT in Unternehmen ist kein Selbstzweck! Diese Sichtweise hat sich bereits seit einiger Zeit gefestigt. Die Chief Information Officers (CIOs) sehen sich zudem zunehmend mit einer Kürzung der IT-Budgets konfrontiert. Daraus ergibt sich die Frage, wie knappe finanzielle Möglichkeiten hinsichtlich des Wertbeitrags für den Unternehmenserfolg möglichst ziel orientiert eingesetzt werden sollen.

 

Die Aktualität des Themas „Business-IT-Alignment“, der Ausrichtung der IT am Geschäft des Unternehmens, war für Deloitte Anlass, in Zusammenarbeit mit dem CIO Magazin eine Studie durchzuführen. Die Untersuchung reflektiert den aktuellen Stand des Business-IT-Alignment in deutschen Unternehmen und stellt die Erfolgsfaktoren derjenigen Firmen dar, die sich durch gutes Business-IT-Alignment auszeichnen. Die Ergebnisse, die mittels Online-Fragebogen ermittelt wurden, basieren auf den Antworten von 128 Teilnehmern aus allen Branchen und Unternehmensgrößen im September 2004.

 

Deloitte ordnete anhand der jeweiligen Umfragewerte allen Teilnehmern einen so genannten Alignment-Typ zu. Dadurch ergab sich eine bessere Einordnung der Studienergebnisse. Die Typisierung umfasst den Experten, den Professional, Young Professional, Starter und Laien.

Das Studienergebnis zeigt, dass Business-IT-Alignment in allen Unternehmen eher durchschnittlich einzustufen ist. Aufgrund ihrer Antworten sind über 80 Prozent der Studienteilnehmer Young Professionals, Starter oder Laie im Bereich IT-Alignment.

Die Selbsteinschätzung der Teilnehmer liegt dabei häufig signifikant darüber. So schätzen beispielsweise über 70 Prozent der als Alignment-Starter eingestuften Teilnehmer das Alignment im eigenen Unternehmen mittelmäßig gut beziehungsweise besser ein. Lediglich 2,3 Prozent der Teilnehmer sind Alignment-Laien. Daraus lässt sich ableiten, dass die Bedeutung der Thematik den Verantwortlichen in den Unternehmen durchaus bewusst ist.

 

Darüber hinaus ergaben sich im Wesentlichen folgende Kernaussagen:

 

• Jedes vierte Unternehmen misst den Wertbeitrag der IT gar nicht oder sehr selten.

• In fast jedem fünften Unternehmen sind keine Service Level Agreements vorhanden.

• Über die Hälfte der Befragten arbeitet in Stabsstellen und hängt damit an der Dotted-Line in einer beratenden Funktion, oftmals ohne eigenes Budget. Nur jedes zweite Unternehmen bezieht die IT überhaupt aktiv in den Planungsprozess mit ein.

• Ein gutes Business-IT-Alignment ist nicht abhängig von der Branche und steht auch nicht in Relation zur Unternehmensgröße. Vielmehr bedingt ein höherer Stellenwert der IT im Hinblick auf den Geschäftserfolg eine bessere Abstimmung zwischen der IT und den Fachbereichen.

• Die möglichst zentrale Organisation des IT-Controllings trägt in hohem Maße zu einer höheren Transparenz der IT im Unternehmen bei.

• Die Innovations- und Veränderungsbereitschaft sowie die Informations- und Zusammenarbeitskultur im Unternehmen sind wesentliche kritische Erfolgsfaktoren eines Business-IT-Alignment.

 

Im Einzelnen orientiert sich die Studie an folgenden sechs Bewertungskategorien, die die relevanten Bereiche des Business-IT-Alignment widerspiegeln:

 

• Projektpartnerschaft

• Kommunikation

• Governance

• Technologie

• Personal/Fähigkeiten

• Controlling

 

In Bezug auf alle Teilnehmer ergeben sich insbesondere für die Kriterien Personal/Fähigkeiten sowie Controlling schlechte Noten. Insbesondere im Controlling ist noch erheblicher Optimierungsbedarf vorhanden, beispielsweise im Hinblick auf die Messung des IT-Wertbeitrags, die Verbindung von IT-Kennzahlen mit dem Geschäft, oder die Durchführung von IT-Benchmarking.

 

Positiv schneiden die Unternehmen vor allem in der Kategorie Kommunikation ab. Das Verständnis der IT für Geschäftsbelange ist häufig bereits stark ausgeprägt. Der überwiegende Teil der Befragten gab an, dass in der IT eine offene bis sehr offen Informationskultur besteht. Die Zusammenarbeit zwischen der IT und den Fachbereichen sowohl in Projekten als auch im Rahmen des täglichen IT-Betriebs ist besonders bemerkenswert: Bei 75 Prozent der Firmen ist eine Zusammenarbeitskultur bereits durchgängig vorhanden.

 

Beim Vergleich von Alignment-Startern und Alignment-Professionals fällt auf, dass beide Gruppen vielfach in den unterschiedlichen Klassifizierungen Stärken aufweisen. Beispielsweise schneiden die Alignment-Starter im Controlling mit Abstand am schlechtesten ab, die Alignment-Professionals hingegen erzielen hier im Verhältnis deutlich bessere Resultate. Im Bereich Governance ergibt sich dasselbe Bild. Anders verhält es sich bei den Bewertungskategorien Personal/Fähigkeiten und Projektpartnerschaft. Die Alignment-Starter erreichen hier relativ gute Umfragewerte, die Professionals dagegen die schlechtesten Durchschnittsnoten. Die Technologie und Kommunikation des Business-IT-Alignment sind am besten aufgestellt. 

 

Peter Müller, Partner/Leiter CIO Advisory Services bei Deloitte, leitet aus den Erkenntnissen der Studie drei Handlungsalternativen für Unternehmer zur Verbesserung des Alignment ab: „Als erstes binden Sie Ihre IT aktiv in die strategische Unternehmensplanung ein, indem Sie beispielsweise den CIO in das höchste Vorstandsgremium aufnehmen. Adaptieren Sie diesen Ansatz auch auf der Ebene der Fachbereiche und intensivieren Sie die Job-Rotation zwischen IT und Fachbereich.

Etablieren Sie zum zweiten eine aktive und nachhaltige Kommunikation zwischen IT (Customer Relationship Manager) und Fachbereichen (IT-Verantwortliche) sowohl im Rahmen von Projekten als auch in der täglichen Arbeit.

Und überprüfen und messen Sie den Wertbeitrag Ihrer IT am Unternehmenserfolg. Nutzen Sie hierzu nicht nur IT-bezogene Kennzahlen, sondern diese in Ergänzung mit Geschäftskennzahlen wie Net Present Value und Prozess-Kennzahlen“, so Müller abschließend.

 

Ende

 

Hinweis

 

Die vollständige Studie kann zum Preis von Euro 399,00 bei Lars Schwarze,
Tel +49 69 97137-311, lschwarze@deloitte.de, erworben werden.

 

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Letzte Aktualisierung: 06 April 2005
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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