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Erste Wolken am Horizont – Deloitte Private Equity Umfrage Q3 2004
Top-Thema: Verschärfung und Internationalisierung des Wettbewerbs innerhalb der Branche
Veröffentlicht: 22/10/04
Kontakt: Steffen Säuberlich
Venture Capital Barometer
+49 30 25468-252

Kontakt: Ada Vorkauf
Deloitte & Touche GmbH
Private Equity Survey
+49-211-8772-2710

Düsseldorf/Berlin, 22. Oktober 2004 – „Herbstabschwung“ in der Private Equity und Venture Capital Branche. Die aktuellen Ergebnisse der Deloitte Private Equity Umfrage und des Venture Capital Barometers zeigen einen merklichen Rückgang des gestiegenen Optimismus der letzen Quartale. Vierteljährlich befragt Deloitte hierzu 2.100 PE und VC Manager aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu ihren Erwartungen der kommenden sechs Monate.

 

Obwohl in den meisten Teilbereichen zwar immer noch positive Einschätzungen überwiegen, ist eine deutlich kritischere Haltung zu erkennen. Dem hoffnungsvollen Start in das Jahr 2004 scheint demnach eine Phase des Abwartens zu folgen. Ein Lichtblick: die nur schwer zu erschütternde Hoffnung auf Besserung in der Zukunft. Die Branche ist durch die Erfahrung der vergangenen Jahre offenbar kritischer, nicht aber perspektivlos geworden.

 

Private Equity

 

„In diesem Wettbewerbsumfeld ist inzwischen ein exzellenter Track Record unbedingte Voraussetzung, um Kapital zu gewinnen und Portfoliokandidaten zu überzeugen“, so Karsten Hollasch, Partner im Bereich Global Transaction Services bei Deloitte. „Es gibt nach wie vor extrem erfolgreiche Private Equity-Teams, aber die Luft wird dünner“, so Hollasch weiter.

 

Der Private Equity Stimmungsindikator, eine Zusammenfassung der wesentlichsten Einflussfaktoren, ist wie im Quartal zuvor gefallen. Diesmal etwas auffälliger um 5,6 Prozent auf 117 Punkte. Der Index liegt damit jedoch noch immer deutlich über dem Wert des Vorjahres (110 Punkte).

 

Die wichtigsten Veränderungen nach unten sind in den Bereichen Fundraising, Wettbewerb und „Dauer bis zum Deal Closing“ zu erkennen. Ungebrochen positiv ist die Entwicklung der Beteiligungswerte und der Deal-Aktivitäten. Ganz allgemein gilt jedoch, dass die meisten Parameter das unentschlossene Niveau des Vorquartals nicht verlassen.

 

Grafik: Gewichtung der stärksten Einflussfaktoren für die Private Equity-Industrie: siehe Download

 

Venture Capital

 

Eine zunehmende Fokussierung der Investoren auf einzelne gewinnversprechende Industriezweige verstärkt auch in der VC-Branche den Wettbewerb untereinander. Große Transaktionen sind kaum zu erwarten und die zukünftige Lage wird entsprechend zurückhaltend eingeschätzt. Positive Initiativen des Gesetzgebers und eine allgemeine Flexibilisierung der Arbeitszeit in der deutschen Industrielandschaft schlagen noch nicht voll durch, geben aber Zuversicht für die Zukunft.

 

Steffen Säuberlich, Leiter des Bereichs Corporate Finance im Berliner Büro von Deloitte fasst zusammen: „Optimismus ist nur vereinzelt zu erkennen, denn die VC-Branche krankt nach wie vor an einem Mangel an Wagniskapital.“ Säuberlich weiter: „Die Goldgräberstimmung mag zurzeit verflogen sein, aber es wird weiter hart gearbeitet. Die Ergebnisse werden langfristig nicht ausbleiben.“

 

Die Umfrage

Das Private Equity- und Venture Capital-Team von Deloitte untersucht die Erwartungen und Aussichten der beiden Branchen durch zwei sektorspezifische und regelmäßig vierteljährlich durchgeführte Studien, die Private Equity-Survey und das Venture Capital Barometer. Zu ihren Markteinschätzungen für die nächsten zwei Quartale wurden wieder mehr als 2100 Investmentmanager der Venture Capital- und Private Equity-Branche mittels Fragebogen befragt. Deloitte Private Equity- und Venture Capital-Umfragen erscheinen in den Ländern Australien/Neuseeland, USA, Deutschland, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Hong Kong/China, Israel, Italien, Kanada, Niederlande, sowie für Central Europe in Ländern wie Polen, Tschechische Republik, Ungarn.

 

Die Umfrage ist als pdf-Datei und als Faltblatt erhältlich (deutsch oder englisch).

 

Deloitte Deutschland

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Letzte Aktualisierung: 17 Juni 2008
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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