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Deutschland im April weiter führend bei der Steigerung der Arbeitsproduktivität in der Eurozone
Deloitte Produktivitäts-Index - April 2004
Veröffentlicht: 20/5/04
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München, 20. Mai 2004 - NTC Research erstellt die europäischen Produktivitäts-Indizes für Deloitte. Sie leiten sich aus den Daten der einzelnen Purchasing Managers' Indizes® (PMI®) ab, die bei den Umfragen zu den Geschäftsbedingungen unter 5000 Unternehmen aus ganz Europa ermittelt werden.

Zur Berechnung der Produktivitätsindizes werden die Umfrageergebnisse in Diffusionsindizes um den Referenzwert von 50 umgerechnet. Ein Indexwert über 50 signalisiert Wachstum, ein Indexwert unter 50 kennzeichnet einen Rückgang der Produktivität. Je größer die Differenz zum Referenzwert von 50, desto größer ist die Veränderung zum Vormonat. Alle Daten sind saisonbereinigt.

 

Mit 57.5 lag der Deloitte Produkitvitäts-Index für Deutschland im April deutlich über der Wachstumsgrenze von 50 und signalisierte, dass der Anstieg der Arbeitsproduktivität in Deutschland im Berichtsmonat stärker war als der durchschnittliche Anstieg der Arbeitsproduktivität in den übrigen Ländern der Eurozone. Zudem verzeichnete Deutschland im Vergleich zu den anderen drei wirtschaftlich bedeutenden Ländern innerhalb der Eurozone das stärkste Wachstum der Produktivität in der Industrie und im Dienstleistungssektor.

 

Substanzielle Steigerung der Arbeitsproduktivität in der Eurozone

 

Mit 56.3 signalisierte der Deloitte Eurozone Produktivitäts-Index, dass die Arbeitsproduktivität in der Eurozone im April kräftig gestiegen ist. Allerdings deutet die Tatsache, dass die Zuwächse bei der Produktivität in der Industrie zum ersten Mal seit einem Jahr stärker waren als im Dienstleistungssektor darauf hin, dass der Aufschwung in diesem Sektor der Eurozone leicht an Fahrt gewonnen hat.

Frankreich belegte bei der Steigerung der Arbeitsproduktivität im April den zweiten Platz, während die Produktivitätszuwachsrate Italiens nahe an den Durchschnittswert der Eurozone herankam. Großbritannien verzeichnete eine deutliche Erhöhung der Arbeitsproduktivität, wobei die Zuwachsrate dem Durchschnittswert der Eurozone entsprach.

 

IT-Hardware-Sektor im Branchenvergleich führend

 

Die Deloitte Eurozone Produktivitäts-Indizes messen nicht nur die jeweiligen Arbeitsproduktivitäten auf nationaler Ebene, sondern liefern auch exakte branchenspezifische Daten für die gesamte EU. So verzeichneten im April 22 der 24 von der Umfrage erfassten Branchen Zuwächse bei Arbeitsproduktivität, wobei die Dienstleistungsbranchen weiter die Hauptwachstumsmotoren blieben. Allerdings verkürzte sich im Berichtsmonat der relative Abstand der Wachstumsraten zwischen der Industrie und dem Dienstleistungssektor. Den stärksten Zuwachs verbuchte die IT-Hardware-Branche.

 

Jörg Schiele, verantwortlicher Partner für den Bereich Human Capital Services bei Deloitte Deutschland und Mitglied des Internationalen Management Teams Human Capital Services, sagte zu den Ergebnissen der Märzumfrage:

“Deutschland war bei der Steigerung der Arbeitsproduktivität innerhalb der Eurozone auch im April führend. Dies war auch der Hauptgrund dafür, dass es mit der deutschen Wirtschaft im April aufwärts ging, wobei sich der Beschäftigungsabbau fortsetzte. Im Vergleich mit den drei anderen europäischen Ländern kam es nur in Deutschland zu einem Abbau der Beschäftigung, und zwar sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor.“

 

Anmerkungen

 

Der Deloitte Produktivitäts-Index leitet sich aus Umfrageergebnissen zu den Geschäftsbedingungen ab, die von NTC Research europaweit bei Unternehmen für die Erstellung des Purchasing Managers' Index erhoben werden. Das Umfragepanel ist hinsichtlich der Branchenzugehörigkeit, der Unternehmensgröße und geographischer Gesichtspunkte repräsentativ für die Industrie und den Dienstleistungssektor in Europa.

 

NTC analysiert die Daten zur Leistung und zur Beschäftigung jedes einzelnen Unternehmens und berechnet daraus einen Wert, der die Produktivitätsveränderung der einzelnen Sektoren widerspiegelt. Die Daten sind entsprechend dem jeweiligen Beitrag eines Landes, den der Sektor zur EU-Bruttowertschöpfung beiträgt, gewichtet und saisonbereinigt. Die Sektoren werden gewichtet und im Gesamt-EU-Produktivitäts-Index zusammengefasst. Ein Indexwert von 50 signalisiert keine Veränderung der Produktivität gegenüber dem Vormonat, ein Wert über 50 kennzeichnet Wachstum und ein Wert unter 50 einen Rückgang der Produktivität. Je größer die Differenz zum Referenzwert von 50, desto größer ist die Veränderung.

 

Deloitte

 

Deloitte ist eine der führenden Prüfungs- und Beratungsgesellschaften in Deutschland. Als einzige der Big Four bietet Deloitte ein umfassendes Leistungsspektrum aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Corporate Finance-Beratung. Mit mittlerweile 3.200 Mitarbeitern in 18 Niederlassungen betreut Deloitte seit mehr als 90 Jahren Unternehmen und Institutionen jeder Rechtsform und Größe aus fast allen Wirtschaftszweigen. Über den Verbund mit Deloitte Touche Tohmatsu ist Deloitte mit 120.000 Mitarbeitern in nahezu 150 Ländern auf der ganzen Welt vertreten.

Deloitte Touche Tohmatsu ist ein Verein schweizerischen Rechts und haftet als solcher nicht für seine Mitgliedsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen, auch wenn sie unter den Bezeichnungen "Deloitte", "Deloitte & Touche", "Deloitte Touche Tohmatsu" oder einem damit verbundenen Namen auftreten, sind rechtlich selbstständig und unabhängig und haften nicht für das Handeln oder Unterlassen eines anderen Mitgliedsunternehmens.

 

Der Bereich Human Capital Services gehört weltweit zu den drei größten Anbietern für Vergütungs-, Aktuarien- und HR-Beratung.

 

NTC Research

 

NTC ist weltweit einer der größten Spezialanbieter von Konjunkturforschungs-Daten, die im Auftrag führender Unternehmen aus allen Bereichen der Wirtschaft erhoben werden. Derzeit erstellt NTC auf kontinuierlichen Umfragen beruhende Wirtschaftsberichte zu Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Österreich, Irland, Griechenland, Russland, Polen, die Tschechische Republik, Hong Kong und Japan. Die Umfrageergebnisse werden von Wirtschafts- und Finanz- sowie staatlichen Stellen genutzt. Eine Übersicht der Veröffentlichungen erhalten Sie unter +44 (0) 1491 418700, E-Mail: infor@ntc.co.uk oder über unsere Web-Seite unter www.ntc-research.com.

Anhänge
Produktivitäts-Index (255 KB)
April 2004

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Letzte Aktualisierung: 19 Mai 2004
Quelle: Deloitte & Touche GmbH  - Deutschland (Deutsch)

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